Zurückbehaltene Pakete unter Ubuntu aktualisieren

Unter Umständen kann es vorkommen, das bei einer Paketaktualisierung mittels apt folgende Meldung erscheint:

The following packages have been kept back:
grub-efi-amd64 grub-efi-amd64-bin grub-efi-amd64-signed gzip php8.1-bcmath php8.1-cli php8.1-common php8.1-curl php8.1-fpm php8.1-gd php8.1-gmp php8.1-imap php8.1-intl php8.1-mbstring php8.1-mysql php8.1-opcache php8.1-phpdbg php8.1-readline php8.1-sqlite3 php8.1-xml php8.1-zip
0 upgraded, 0 newly installed, 0 to remove and 21 not upgraded.

Grund für diese Meldung kann unter anderem sein, das in der Abhängigkeitskette für eines der Pakete ein neues Paket dazugekommen ist. Daneben werden Pakete in der gleichen Version im Normalfall nicht noch einmal aktualisiert. Soll ein solches zurückgehaltenes Paket trotzdem installiert bzw. aktualisiert werden, so kann hierfür folgender Befehl genutzt werden:

apt install --only-upgrade php8.1-zip

Anschließend wird das Paket aktualisiert. Allerdings sollte diese Option mit Bedacht gewählt werden, da es unter Umständen zu Änderungen kommen kann, welche das System bzw. Teile davon in einem nicht funktionsfähigen Zustand zurücklassen, sodass anschließend nachkonfiguriert werden muss.

WordPress CLI installieren und nutzen

Für das Content-Management-System WordPress existiert neben dem eigentlichen System auch eine separate Kommandozeile. Die hört auf den Namen WP-CLI und muss im ersten Schritt installiert werden:

curl -O https://raw.githubusercontent.com/wp-cli/builds/gh-pages/phar/wp-cli.phar
chmod +x wp-cli.phar
mv wp-cli.phar /usr/local/bin/wp

Damit ist die WP-CLI installiert und kann über das Kommando:

wp --info

getestet werden. Um WP-CLI aktuell zu halten, kann das Kommando:

wp cli update

genutzt werden.

Grundsätzlich sollten die Befehle der WP-CLI im Kontext des Webserver-Nutzers ausgeführt werden. In den meisten Fällen ist dies www-data. Eine Ausnahme bilden die Befehle zur Installation und zur Aktualisierung. Wird versucht ein WP-CLI-Befehl unter dem root-Nutzer auszuführen, so erhält der Nutzer folgende Meldung:

Error: YIKES! It looks like you’re running this as root. You probably meant to run this as the user that your WordPress installation exists under.

If you REALLY mean to run this as root, we won’t stop you, but just bear in mind that any code on this site will then have full control of your server, making it quite DANGEROUS.

If you’d like to continue as root, please run this again, adding this flag: –allow-root

If you’d like to run it as the user that this site is under, you can run the following to become the respective user:

sudo -u USER -i — wp

Per sudo mit dem korrekten Nutzer ausgeführt funktioniert das Ganze:

sudo -u www-data wp transient delete --all
Success: 163 transients deleted from the database.

Mittels der WP-CLI lassen sich eine Reihe von Aufgaben bewerkstelligen. So verfügt die CLI über Methoden, um Kommentare zu erzeugen und zu verwalten. Mit dem Befehl:

wp comment delete $(wp comment list --status=spam --format=ids)

können z.B. alle Spam-Kommentare gelöscht werden. Über den core-Namespace können unter anderem WordPress-Updates vorgenommen werden:

wp core update

Vor allem im Zusammenhang mit einer Automation spielt WP-CLI seine Stärken aus. So können neue WordPress-Installationen angelegt werden und entsprechende Plugins automatisch installiert werden. In der Entwickler-Dokumentation von WordPress findet sich eine Referenz der Befehle der WP-CLI.

Entwickelt wird WP-CLI auf Github. Lizenziert ist das CLI unter der MIT-Lizenz und damit freie Software. Die offizielle Seite des Projektes ist unter wp-cli.org zu finden.

Freies Soundboard nun mit Broadcast-Funktionalität

Vor einigen Jahren hatte ich ein Soundboard entwickelt, welches ich vor allem für Pen & Paper-Rollenspiele benutzt habe. In Zeiten einer weltweiten Pandemie wäre es ziemlich unverantwortlich sich für ein solches Pen & Paper zusammen in einen Raum zu sitzen. Aus diesem Grund habe ich mein Soundboard um eine Broadcast-Funktionalität erweitert. Damit kann der Gamemaster die Master-Komponente nutzen, während die Spieler die Broadcast-Variante benutzen.

Das neue Soundboard; nun mit einer Remote-Komponente

Technisch läuft die Kommunikation der einzelnen Clients mit der Master-Komponente über einen Websocket-Server der in PHP implementiert wurde. Wenn der Gamemaster einen Clip abspielt, wird dieser bei den Spielern ebenfalls abgespielt. Jeder Spieler kann die Gesamtlautstärke individuell einstellen, während der Gamemaster die relative Lautstärke der Clips zueinander einstellen kann.

Zur Nutzung des Soundboard müssen die Soundclips in den assets-Ordner kopiert werden und dazu eine passende boards.json-Datei geschrieben werden. Ein Beispiel dieser Datei befindet sich im Repository. Anschließend kann das Soundboard im Browser genutzt werden. Soundclips können einzeln oder in einer Schleife abgespielt werden. Für jeden Clip lässt sich daneben die Lautstärke einzeln regeln. Auch das Abspielen von mehreren Clips parallel ist kein Problem. Zu finden ist das Soundboard auf GitHub. Lizenziert ist es unter der AGPL in der Version 3 und somit freie Software.

PHP-Version in der Shell bei all-inkl einstellen

Beim Webhoster all-inkl wird bei den größeren Paketen ein SSH-Zugang zu einer Shell mit angeboten. Mit diesem Zugang ist es unter anderem möglich PHP auf der Konsole auszuführen. Standardmäßig geschieht dies über den Befehl php. Aktuell nutzt der Befehl die Version 7.0.33 von PHP. Soll stattdessen eine höhere Version genutzt werden, so kann die symbolische Verknüpfung entsprechend verändert werden:

ln -sfv /usr/bin/php73 /usr/bin/php

Damit würde der Befehl php nun auf ein PHP in Version 7.3 zeigen. Neben der Version 7.3 sind noch weitere Versionen verfügbar:

/usr/bin/php56
/usr/bin/php70
/usr/bin/php71
/usr/bin/php72
/usr/bin/php73

Auch ohne Änderung der symbolischen Verknüfung kann die gewünschte PHP-Version verwendet werden, indem sie direkt aufgerufen wird:

/usr/bin/php72 update.php

In diesem Fall würde das Skript update.php mit der PHP-Version 7.2 ausgeführt werden.

Umfragen mittels freier Software durchführen

Wer online Umfragen durchführen möchte, kann für diesen Zweck unterschiedlichste Webtools nutzen. Das Problem an den meisten dieser Tools ist das die Verarbeitung bei einem Drittanbieter erfolgt und der Nutzer somit keine Kontrolle und Hoheit über die gesammelten Daten hat. Vor allem bei sensiblen Daten empfiehlt es sich das entsprechende Umfragen-Tool selbst zu hosten. Mit LimeSurvey, existiert ein solches Tool, welches daneben freie Software ist.

Eine Umfrage mittels LimeSurvey

Mithilfe von LimeSurvey können Umfragen, Befragungen und vieles mehr realisiert werden. So sind z.B. unter anderem anonyme Umfragen möglich, bei denen die Antworten und die Teilnehmer nicht mehr miteinander in Verbindung gebracht werden können. Die offizielle Seite von LimeSurvey ist unter limesurvey.org zu finden. Der eigentliche Quelltext ist unter anderem auf GitHub zu finden. Lizenziert ist LimeSurvey unter der GPL in Version 2.