Open Source Seeds

Open Source im Softwarebereich ist mittlerweile ein alter Hut. Allerdings dehnt sich Open Source auch auf andere Gebiete aus. Eines dieser Gebiete sind Pflanzen. Hintergrund ist das viele spezielle Züchtungen von Pflanzen mittlerweile patentiert werden bzw. der Sortenschutz zur Monopolisierung genutzt wird. Bei dem Projekt Open Source Seeds geht es darum Saatgut wieder zu einem Gemeingut zu machen.

opensourceseeds.org

Dazu möchte Open Source Seeds neue Sorten unter eine Open Source Lizenz stellen. Rechtlich stellt der Lizenzvertrag sicher dass das Saatgut frei bleibt. In der FAQ des Projektes heißt es dazu:

Eine Sorte die mit einem Sortenschutz versehen ist, erlaubt dem Sortenschutzrechtsinhaber Lizenzgebühren für die Nutzung seiner Sorte als Vermehrungsmaterial zu erheben […] Die Open Source Lizenz tritt an die Stelle des Sortenschutzes. Anstelle des exklusiven Nutzungsrechts tritt die Verpflichtung, die Sorte allen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Das gilt auch für alle Weiterentwicklungen und Folgeprodukte.

Mittlerweile sind bereits acht Sorten frei verfügbar. Die Projektseite ist unter opensourceseeds.org zu finden.

Wir bauen uns ein Flugzeug

Flugzeuge und entsprechende Hersteller gibt es viele. Gemeinsam haben sie, das ihre Entwicklungen proprietär sind. Mit der Community MakerPlane soll sich das ändern. Die Webseite möchte dabei alle Informationen bereitstellen, die nötig sind um ein eigenes Flugzeug zu bauen.

makerplane.org

makerplane.org

Betrieben wird MakerPlane wird dabei von einigen flugbegeisterten Enthusiasten. Aktuell wird am Modell MakerPlane version 1.0 gearbeitet, welches auch schon einige erfolgreiche Testflüge hinter sich hat und in der Produktion knapp $ 15.000 kostet. Die Pläne sind auf der Webseite zu finden. Die Pläne sind unter verschiedenen freien Lizenzen lizenziert. Zu finden ist MakerPlane unter makerplane.org.

MIDI Bibliothek für .NET/Mono

Für ein kleines Experiment war ich auf der Suche nach einer .NET Bibliothek mit welcher sich MIDI Dateien schreiben lassen. Auf den ersten Blick findet man dabei nur Bibliotheken welche das MIDI Interface ansprechen, aber solche welche Midi Dateien schreiben können sind eher selten. Abhilfe schuf hier die Bibliothek NAudio, welche unter http://naudio.codeplex.com/ zu finden ist. Das Problem an der Bibliothek ist ihre schiere Größe und die fehlende Plattformunabhägigkeit, da für einige Stellen P-Invokes in native DLLs benötigt werden. Daneben bietet NAudio wesentlich mehr als nur MIDI-Support, so das die Bibliothek für meinen Zweck nicht zum tragen kam.

Dank der freien Lizenz (unter der Ms-Pl) stellte dies kein Problem da und so wurde libmidi.net aus der Taufe gehoben. Die Bibliothek bestand am Anfang aus dem Midi Teil von NAudio. Im Laufe der Entwicklung wurde alle Möglichkeiten für den Zugriff auf MIDI-Geräte entfernt. Die Bibliothek ist damit zu einer kleinen Bibliothek zum Lesen und Schreiben von MIDI-Dateien geworden. Dazu wurden auch einige Dinge wie die “MidiNote”-Enumeration hinzugefügt, anhand deren man die Noten als Noten anstatt als Nummern angeben kann. Im Gegensatz zum Original, welches hauptsächlich auf die Bearbeitung bereits existierender MIDIs abziehlt, soll die Bibliothek so gestaltet werden, das auch das Erzeugen neuer MIDIs leicht von der Hand geht. Zu finden ist das Projekt unter https://github.com/seeseekey/libmidi.net.

Offene Kerne

Bei der Software hat es die Open Source Bewegung schon weit gebracht, für so ziemlich jeden Anwendungsfall gibt es auch eine freie Applikation. Anders sieht das bei der Hardware aus. Hier ist vieles noch proprietär. Damit das nicht auf ewig so bleibt gibt es Projekte wie OpenCores welches unter http://opencores.org/ zu finden ist.

Die Projektübersicht von OpenCores

Die Projektübersicht von OpenCores

Gegründet im Oktober 1999 von Damjan Lampret, gibt es auf den Webseiten des Projektes eine Reihe von offenen Rechenwerken bis hin zu ganzen Prozessoren. Geschrieben ist das ganze meist in einer Hardwarebeschreibungssprache wie VHDL, Verilog oder SystemVerilog. Die Lizenzen variieren je nach Projekt meist zwischen der LGPL oder einer BSD Lizenz.

Grafische Entwicklungsumgebung für Arduino

Wer auf der Suche nach einer grafischen Entwicklungsumgebung für den Arduino ist, der solle sich einmal Minibloq anschauen. Das ganze ist dabei für Einsteiger geeignet da die “Programmierung” sehr grafisch abläuft. Das kann man sich auch an den Beispielen anschauen. Die Software selbst ist im Moment für Windows und Linux verfügbar und steht unter der RobotGroup-Multiplo Pacifist License (RMPL), welche unter http://multiplo.com.ar/soft/Mbq/Minibloq.Lic.v1.0.en.pdf eingesehen werden kann. Minibloq selbst findet man auf der offiziellen Seite unter http://blog.minibloq.org/.