One font to rule them all

Viele Fonts decken einen gewissen Teil der Unicode-Zeichen ab. Wenn sich ein Zeichen im Text befindet, welches nicht dargestellt werden kann, so erscheint stattdessen das Zeichen �. Dieses Zeichen in der Umgangssprache Tofu genannt ist der Platzhalter für Zeichen, die in der Schriftart nicht enthalten sind. Beim Zeichen selber handelt es sich um das Notdef-Zeichen. Allerdings existiert mittlerweile ein Font, dessen erklärtes Ziel es ist keine Notdef-Zeichen mehr zuzulassen. Der Name des Fonts, Noto, steht für No More Tofu und stellt das Ziel des Fonts da.

Unterschiedlichste Schriftsysteme werden unterstützt

Mittlerweile hat das Projekt einige Jahre Entwicklung hinter sich. 2011 gestartet werden über 64.000 Zeichen unterstützt, was in etwa die Hälfte der im Unicode definierten Zeichen ist. Dies schlägt sich allerdings in der Größe des Fonts nieder; im Moment belegt dieser knapp 1,5 Gibibyte auf der Festplatte. Deshalb ist er in unterschiedliche Dateien, mit den jeweiligen Schriftfamilien, aufgeteilt. Neben den unterschiedlichen Zeichen finden sich unterschiedliche Schnitte (wie z.B. Fett, Kursiv) im Font. Heruntergeladen kann der Font über die Projektseite von Google. Daneben kann die Entwicklung auf GitHub verfolgt werden. Lizenziert ist Noto unter der SIL Open Font License und damit freie Software.

Font Awesome

Wenn man für ein Design oder eine Webapplikation Icons benötigt, ist das in vielen Fällen eine mühselige Angelegenheit. Mit dem CSS-Toolkit Font Awesome und dem dazugehörigen Font, kann man die Standardfälle nun wesentlich leichter abdecken. Der Font liefert dabei in Vektorform über 470 Icons für viele Anwendungsfälle – von Webapplikationen über Dateitypen und Einheitensymbolen. Die Icons lassen sich über das CSS-Toolkit ohne Probleme miteinander kombinieren, skalieren und anordnen. Ursprünglich entwickelt wurde Font Awesome für das Framework Bootstrap, ist aber mittlerweile unabhängig von diesem nutzbar.

fortawesome.github.io/Font-Awesome/

fortawesome.github.io/Font-Awesome/

Zu finden ist das Projekt auf GitHub. Der Quellcode ist bei Font Awesome unter der MIT-Lizenz lizenziert, während die Icons unter der SIL Open Font License bereitgestellt werden – damit ist Toolkit freie Software. Die offizielle Seite ist unter fortawesome.github.io/Font-Awesome/ zu finden.

Open Source Fonts

Es gibt sicherlich abertausende von Fonts, aber nur sehr wenige dieser Fonts stehen unter einer freien Lizenz. Schmuckstücke sind sind sicherlich Linux Libertine (sowie deren Auszeichnungsschrift Linux Biolinum) und DejaVu (besonders die Sans Mono Variante). Die meisten der Fonts stehen dabei entweder unter GPL (mit der Ausnahme das die Schriftstücke nicht unter die Lizenz fallen) oder der OFL was für SIL Open Font License steht. Man kann nur hoffen das die Anzahl der freien Fonts in der Zukunft weiter steigt :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Font
http://en.wikipedia.org/wiki/Free_software_Unicode_typefaces