Servant Salamander nun Freeware

Ein Leben ohne 2-Panel-Datei-Manager (aka Norton Commander-Clone) ist möglich, aber sinnlos. Um so schöner ist es, das einer der bekannteren 2-Panel-Datei-Manager nun Freeware geworden ist. Die Rede ist vom Altap Salamander, welcher vielen sicherlich unter dem alten Namen Servant Salamander bekannt ist.

Der Altap Salamander in der Version 4

Hintergrund ist das der Hersteller des Dateimanagers von der Firma Fine Company übernommen worden ist. Da der Fokus der Firma auf Ingenieurssoftware liegt, wurde der Salamander als Freeware-Version freigegeben. Im Zuge dessen erschien die neue Version 4. Heruntergeladen werden kann die Version 4 (und auch ältere Versionen) über die Seite des Herstellers.

F10, der Midnight Commander und Mac OS X

Der freie Norton Commander Clone Midnight Commander wird wie sein Vorbild mit der F10-Taste beendet. Bei einem frisch installierten Mac OS X führt diese Taste leider zu Problemen, da das Programmfenster nur verkleinert wird.

Die Mission Control Einstellungen

Die Mission Control Einstellungen

Grund hierfür sind die Mission Control-Einstellungen. Hier ist die Taste F10 für die Eigenschaft Programmfenster vorgesehen. Wenn man diesen Tastenkombination anderes belegt oder deaktiviert, kann man F10 im Midnight Commander wieder ohne Probleme nutzen. Alternativ kann die Escape-Taste und anschließend die Taste 0 gedrückt werden – dies hat die gleiche Wirkung wie die F10-Taste.

Standardeditor im muCommander ändern

Der muCommander ist ein freier 2-Panel Dateimanager, welcher in Java geschrieben ist. Bedingt dadurch läuft er unter Linux, Mac OS X und Windows. Angeblich soll es Menschen geben, die ohne einen solchen Dateimanager vom Typ “Norton Commander” effektiv arbeiten können, aber das halte ich für ein Gerücht. Zu finden ist muCommander dabei auf der offiziellen Seite unter mucommander.com. Lizenziert ist er unter der GPL3 – der Quelltext kann über SVN bezogen werden.

muCommander unter Mac OS X

muCommander unter Mac OS X

Was sich beim muCommander als etwas schwieriger erweist, ist es den Standardeditor zu ändern. Wenn man sich in den Einstellungen umschaut, wird man keine Option finden, welche dies ermöglicht. Möchte man diese Einstellung ändern, so muss die “commands.xml”-Datei bearbeitet werden. Je nach System ist diese dabei in einem anderen Pfad zu finden:

Linux: ~/.mucommander
Mac OS X: ~/Library/Preferences/muCommander 
Windows: ~/.mucommander

Unter Umständen kann es passieren, das noch keine “commands.xml” Datei existiert. Die Standardeinstellungen für die jeweilige Datei (welche sich je nach Betriebssystem unterscheiden) ist dabei auf der entsprechenden Wikiseite zu finden. Für Mac OS X würde die Definition von TextMate als Standardeditor dabei so aussehen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<commands>
    <command alias="edit"    type="system" value="open -a Textmate $f"/>
    <command alias="open"    type="system" value="open $f"/>
    <command alias="openURL" type="system" value="open $f"/>
    <command alias="openFM"  type="system" value="open -a Finder $f" display="Finder"/>
</commands>

Da die Einstellungen beim Start von muCommander eingelesen werden, muss dieser einmal neugestartet werden, damit Änderungen in der “commands.xml” wirksam werden.

Der luftige Air Mac

In der IT Welt gibt es ja Grabenkämpfe was das beste System ist und so findet man Anhänger aller Fraktionen die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Wobei “die Wahrheit” doch sicherlich ein Stück trivialer ist, so das jeder sich das System suchen sollte mit dem er glücklich ist.

Bei mir sollte das ein Macbook Air werden. Im ersten Moment nicht wegen dem OS X, sondern wegen der Hardware die mir doch sehr zusagte. Nachdem das ganze bestellt und geliefert wurde, ging es ans erste Ausprobieren. Linux und Windows sind mir bekannt so das doch gewisse Abläufe fest verdrahtet waren/sind.

Ein Macbook Air

Die erste Sache die mir auffiel war der Bootvorgang. Im Gegensatz zu einem PC war dieser angenehm textlos, so das mich nur ein Apple Logo anschaute bis das System gebotet war. Bei anderen Rechner darf man in dieser Zeit ja schöne BIOS-Meldungen lesen und/oder sich an wechselnden Logos erfreuen.

Der ganze Start dauert etwa 10 – 15 Sekunden, auch sonst ist die gefühlte Schwubdizität auf einem hohen Level, keine störenden Kaffeepausen mehr in Aussicht. FileVault wurde gleich mitaktiviert und wirkt sich auch nicht fühlbar auf die Performance aus. Nachdem man ein bisschen mit dem System herumgespielt hat, kommen die ersten Sachen bei denen man sich als “Other OS” Nutzer wundert:

  • Wo ist mein Backslash?
  • Warum zur Hölle kann ich das Terminal nicht zwei Mal starten?
  • Gibt es keinen vernünftigen Norton Commander Clone?
  • Wo sind die Einfüge- und Entfernentaste?
  • Wie installiert man eigentlich Software ohne den Appstore und wie deinstalliert man sie wieder?

Zu der “Backslash” Problematik und diversen anderen Sonderzeichen werde ich sicherlich noch einen extra Artikel schrieben. Eine weitere Sache bei der man etwas verwirrt ist, ist wohl die Tatsache das man eine Anwendung nicht mehr als einmal auf bekommt. Besonders nervig ist das beim Terminal, zu mindestens bis zu dem Moment in welchem man feststelt das man mittelt “Cmd + T” einen neuen Tab öffnen kann.

Eine andere Sache die recht störend war, ist das es augenscheinlich keinen vernünftigen “2-Panel” Dateimanager für OS X gibt. Zwar gibt es Software wie “Path Finder” und “Forklift” aber das “Norton Commander” Feeling will da nicht aufkommen. Schuld daran ist hauptsächlich die unzureichende Tastaturbedienung. Ich bin am Ende beim “muCommander” gelandet welcher unter http://www.mucommander.com/ zu finden ist. Dabei handelt es sich um eine freie Java Anwendung.

Eine weitere Sache die man nach einer Weile drauf hat, sind die MacPorts. So kann man sich z.B. Gimp über MacPorts mittels:

sudo port install gimp

installieren. Die Softwareinstallation kann prinzipiell über vier Arten erfolgen:

  • App Store
  • Macports
  • dmg Datei herunterladen und in Programme Ordner schieben
  • Installer (*.pkg et cetera) herunterladen und ausführen

Das Deinstallieren unterscheidet sich dann auch je nach Intallationsart. Über den Appstore installierte Programme können direkt im Launcher deinstalliert werden, indem man mit der Maus etwas länger auf ein Symbol drücken. Bei den Macports sieht das ganze so aus:

sudo port uninstall gimp

Bei den Applikationen welche einfach nur in das Programmverzeichnis geschoben wurden, reicht es diese einfach aus diesem zu löschen. Allerdings kann es durchaus sein, das danach noch Konfigurationsdateien und ähnliches auf der Festplatte vorhanden sind.

Interessant wurde es dann wieder, als ich versucht einige Bash Skripte welche ich unter Linux in Benutzung habe, auch auf dem Mac auszuführen. Glücklicherweise ist das kein Problem, da es sich bei der Shell um eine Bash handelt. Die Skripte kann man im ersten Moment allerdings nur im Terminal ausführen, es sei denn man hängt ein “.command” an den Dateinamen heran, dann geht das ganze auch von der grafischen Oberfläche.

Als Jabber Client musste “iChat” herhalten und für IRC tut es erst einmal “LimeChat”. Die Installation von “Krusader” und “Kdenlive” über Macports schlug leider fehl, hier muss dann doch noch etwas geforscht werden. Alles in allem ein schönes Betriebsystem, wobei ich am meisten von der beleuchteten Tastatur begeistert bin ;)