Probleme mit der Netzwerkbrücke

Für einen Server hatte ich vor einigen Tagen unter Ubuntu 14.04 LTS eine Netzwerkbrücke eingerichtet. Die /etc/network/interfaces Datei sah danach in etwa so aus:

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface
auto br0
iface br0 inet dhcp
bridge_ports eth0

Nach einem Neustart gab es dann allerdings ein Problem. Der Server war nicht mehr erreichbar. Der Grund dafür war simpel – es fehlte das Paket bridge-utils – nach der Installation desselben mittels:

apt-get install bridge-utils

funktionierte die Netzwerkbrücke wieder ohne Probleme.

.AppleDouble Ordner auf Netzwerklaufwerken verhindern

Wenn man sich mit einem Mac OS X Gerät zu einem Netzwerkgerät bzw. einer Freigabe auf einem solchem verbindet, kann es passieren das man anschließend eine Menge “.AppleDouble” Ordner auf dem Gerät vorfindet. Möchte man verhindern, das solche Ordner auf Netzwerkfreigaben angelegt werden, sollte man im Terminal:

defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true

ausführen. Nach einem Neustart werden dann keine solchen Ordner mehr angelegt. Anschließend müssen nur noch die bereits angelegten Ordner auf der Freigabe entfernt werden.

ZMap

Wenn man größere Netzbereiche mittels Nmap scannen möchte, so kann man sich eine Menge Zeit nehmen. Je nach ausgewähltem Netzbereich, kann das durchaus mal einige Stunden bis Tage dauern. Abhilfe schafft hier der Scanner ZMap mit welchem man den gesamten IPv4 Bereich auf einen Port hin innerhalb von 45 Minuten scannen kann. Allerdings sollte man hierbei mit einer 1 Gigabit/s Leitung ans Werk gehen.

zmap.io

zmap.io

ZMap wurde dabei von einem Team der University of Michigan entwickelt. Auf der entsprechenden Webseite finden sich die wissenschaftlichen Papers sowie der Quellcode der Software. Auch auf GitHub ist das Projekt vertreten. Lizenztechnisch steht das ganze unter der “Apache License 2.0” und ist damit freie Software.

Den Raspberry Pi als Druckserver benutzen

Wer einen Drucker ohne Netzwerkanschluss besitzt, kann ihn mit Hilfe eines Raspberry Pi zu einem Netzwerkdrücker umrüsten. Dazu werden im ersten Schritt die notwendigen Pakete installiert:

sudo apt-get install avahi-daemon cups cups-pdf

Nach der Installation geht es an die Konfiguration. Dazu wird die “cupsd.conf” bearbeitet:

sudo nano /etc/cups/cupsd.conf

Den Sektionen “<Location />”, “<Location /admin>” und “<Location /admin/conf>” wird dabei die Zeile:

Allow @Local

hinzugefügt. Daneben sollte noch die Zeile:

Listen <IP Adresse>:631

hinzugefügt werden. Das sorgt dafür das auf dem passenden Interface gehorcht wird. Danach geben wir in der Konsole folgendes ein:

sudo adduser pi lpadmin
sudo service cups restart

Damit wird der Nutzer “pi” der Gruppe der Nutzer hinzugefügt welche Einstellungen vornehmen dürfen. Außerdem wird der CUPS Service neugestartet, so das die Änderungen in der Konfigurationsdatei wirksam werden. Nun kann sich über die URL:

https://<IP Adresse>:631

mit dem Webinterface von CUPS verbunden werden.

Das CUPS Webinterface

Das CUPS Webinterface

Im Webinterface wird nun unter dem Tab “Verwaltung” der Punkt “Freigeben von Druckern welche mit diesem System verbunden sind” aktiviert. Bestätigt wird das ganze mit den Zugangsdaten des Nutzers “pi”. Abschließend klickt man auf den Button “Verfügbare Drucker auflisten” und fügt die angeschlossenen Drucker hinzu und gibt ihn frei. Dazu muss das passende Modell ausgesucht und bestätigt werden.

Anschließend kann man den Drucker in seinem Betriebssystem hinzufügen und über den Raspberry Pi drucken. Sollte wieder erwarten kein Druck stattfinden, so liegt das meist am falsch gewählten Druckertyp. Mit der beschriebenen Konfiguration lässt sich auch von iOS Geräten mittels AirPrint druchen.

KVM Host aufsetzen und einrichten

Virtualisierung an sich ist eine feine Sache, man nehme einen Rechner und simuliere auf diesem mehrere Rechner. Dank KVM ist die ganze Sache auch ziemlich einfach. Dazu installiert man auf einem Rechner ein Ubuntu Server 12.10 (mit dem OpenSSH Paket, und einem Nutzer (in diesem Fall “seeseekey”)). Dabei sollte man darauf achten, das der Nutzer kein verschlüsseltes “home”-Verzeichnis hat, sonst könnte es später Probleme mit der Verwendung von SSH Schlüsseln geben. Anschließend überprüft man auf der Konsole mittels:

cat /proc/cpuinfo

ob die CPU über die entsprechende Virtualisierungsfunktionen verfügt. Die erkennt man in der Sektion “flags” der Ausgabe. Dort muss für Intel CPUs das Flag “vmx” und für AMD CPUs das Flag “svn” vorhanden sein. Ist dies der Fall so kann KVM mittels:

sudo apt-get install qemu-kvm libvirt-bin virtinst

installiert werden. Ein anschließendes:

kvm-ok

überprüft dann nochmal ob die CPU wirklich für KVM geeignet ist. Dabei ist zu beachten das es “kvm-ok” nur unter Ubuntu gibt, andere Distribution enthalten es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Nun muss der Nutzer noch der Gruppe “libvirtd” hinzugefügt werden. Auf der Konsole ist dazu ein:

sudo adduser seeseekey libvirtd

nötig. Danach sollte der KVM Host neugestartet werden, bzw. sich an- und abgemeldet werden. Zur Verwaltung der Maschinen wird der “Virtual Machine Manager” benutzt. Dieser wird auf der entsprechenden Zielmaschine (welche nicht identisch mit dem KVM Host sein muss) mittels:

sudo apt-get install virt-manager

installiert. Auf der entsprechenden Maschine, welche die Verwaltung übernimmt sollte ein SSH Schlüssel erzeugt werden. Dies geschieht auf der Konsole:

ssh-keygen -t rsa -C "user@example.org"

Nun übertragen wir den Schlüssel auf den KVM Host, damit wir uns mit diesem verbinden können, was dann so aussehen könnte:

ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub seeseekey@kvmhost

Danach sollte der “Virtual Machine Manager” gestartet werden. Über “Datei” -> “Verbindung hinzufügen” wird im darauf folgenden Dialog der KVM Host hinzugefügt.

Eine Verbindung wird hinzugefügt

Nun wird noch eine Netzwerkbrücke eingerichtet. Diese dient dazu, das man die virtuellen Maschinen auch von außen ansprechen kann. Ohne diese Brücke befinden sich die Maschinen hinter einem NAT und können nur mit dem KVM Host kommunizieren.

Um die Bridge zu erstellen wird die Datei “/etc/network/interfaces” geändert. Auf einem normalen System sollte diese wie folgt aussehen:

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface
auto eth0
iface eth0 inet dhcp

Nun wird “auto eth0” in “auto br0” und “iface eth0 inet dhcp” in “iface br0 inet dhcp” geändert. Anschließend fehlt nur noch die Zeile:

bridge_ports eth0

welche am Ende hinzugefügt wird. Damit sieht die neue “/etc/network/interfaces” dann wie folgt aus:

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface
auto br0
iface br0 inet dhcp
bridge_ports eth0

Danach geben wir im Terminal:

/etc/init.d/networking restart

mit root-Rechten ein und schon ist die entsprechende Konfiguration wirksam.

Die Storage Pools des KVM Host

Nachdem dies geschehen ist kann man eine neue virtuelle Maschine anlegen. Wenn man ein Windowssystem installiert, sollte man darauf achten, das man die entsprechenden Treiber anschließend installiert. Diese findet man unter http://alt.fedoraproject.org/pub/alt/virtio-win/latest/images/bin/.

Bei den Storage Pools, in welchem die Daten für die virtuellen Maschinen liegen, empfiehlt es sich den “default” Pool außen vor zu lassen. Stattdessen legt man sich einen Pool “images” und einen Pool “machines” an. Im “images” Pool lagert man dann alle Betriebsystemimages für die Installation neuer Maschinen. Im “machines” Pool hingegen, sollten sich die installierten Maschinen befinden.

Das Quellgerät muss auf die Netzwerkbrücke eingestellt werden

In jeder virtuellen Maschine muss dabei das Quellgerät in der Netzwerkkonfiguration auf die Netzwerkbrücke (br0) eingestellt werden. Damit ist die Maschine ein Teil des Netzwerkes in welchem sich auch der KVM Host befindet. Bei den virtuellen Maschinen, empfiehlt es sich bei grafischen Systemen in der entsprechenden Konfiguration unter “Video” das Modell “vmvga” auszuwählen.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/SSH
http://wiki.ubuntuusers.de/KVM
http://wiki.ubuntuusers.de/virt-manager
http://wiki.ubuntuusers.de/Virtualisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernel-based_Virtual_Machine