SettingsGUI

Das Programm SettingsGUI dient dazu Einstellen auf dem Neo vorzunehmen und zwar über eine grafische Oberfläche. Leider läuft das Programm nicht ohne weiteres auf einem Neo Freerunner (GTA02). Um SettingsGUI zu installieren und zum laufen zu bekommen müssen folgende Schritte unternommen werden:

Im ersten Schritt muss SettingsGUI installiert werden. Dies geschieht durch folgenden Befehl im Terminal:

opkg install settingsgui

Nachdem man SettingsGUI installiert hat muss man in der Datei /usr/lib/python2.5/site-packages/settingsgui/AudioPanel.py die Zeilen 98 und 99 auskommentieren und das ganze speichern. Nun kann man die Anwendung schon über das Terminal starten indem man settings eingibt. Möchte man noch einen Eintrag im Menü so muss man die Datei settingsgui.desktop im Verzeichnis /usr/share/applications erstellen. In dieser Datei sollte folgendes drinstehen:

[Desktop Entry]
Version=0.8
Type=Application
Name=SettingsGUI
Comment=Settings Utility
Categories=Utility
Exec=settings
Icon=SettingsGUI-48.png
Terminal=false
SingleInstance=true

Um den ganzen noch ein Icon zu verpassen brauchen wir das passende Bild im Ordner /usr/share/pixmaps. Dazu geben wir folgenden Befehl im Terminal ein (nachdem wir in das Verzeichnis gewechselt sind):

wget http://www.mput.de/~kristian/.openmoko/SettingsGUI-48.png

Und schon ist das ganze auch im Menü vertreten :)

Weitere Informationen gibt es unter http://wiki.openmoko.org/wiki/SettingsGUI.

Wechsel der Bildschirmtastatur

Wenn man sich mit seinem Neo auseinandersetzt so stellt man doch fest das die mitgelieferte Tastatur nicht das gelbe vom Ei ist. Aus diesem Grund kam bei mir der Wunsch auf eine alternative Tastatur zu installieren. In diesem Fall geht es um das Matchbox Keyboard. Um das Keyboard zu installieren sind folgende Schritte nötig:

opkg remove -force-depends multitap-pad
opkg install https://seeseekey.net/wp-content/uploads/2008/11/matchbox-keyboard-inputmethod_0.0svnr1910-r10_armv4t.ipk
opkg install https://seeseekey.net/wp-content/uploads/2008/11/matchbox-keyboard-im_0.0svnr1910-r10_armv4t.ipk
opkg install https://seeseekey.net/wp-content/uploads/2008/11/matchbox-keyboard-applet_0.0svnr1910-r10_armv4t.ipk

Nach einem Neustart des Neos kann man das Ganze dann benutzen.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.openmoko.org/wiki/Switching_Keyboards
http://wiki.openmoko.org/wiki/Complete_QWERTY_Keyboard_On_The_Freerunner

Minimo auf dem Neo

Der mitgelieferte Browser des Neos ist ja eher als Testanwendung zu betrachten. Möchte man nun ein wenig Komfort beim surfen haben so empfiehlt sich Minimo. Es handelt sich dabei ein Projekt welches auf der Gecko Engine basiert und einen Browser für PDA und Mobiltelefone werden sollte. Warum sollte? Die Entwicklung von Mini Mozilla (die Bedeutung von Minimo) wurde am 27. November 2007 eingestellt. Der Entwickler Doug Turner arbeitet nun an einem Browser welcher unter dem Namen Firefox Mobile firmiert.

Das stört uns nicht weil wir nur surfen wollen bis es für unser Neo das ultimative System (mit dem passenden Browser) gibt. Grundsätzlich sollte man zu den Browserengines sagen das Webkit auf Mobilgeräten zu bevorzugen ist. Aber nun zu der Installation des Minimo Browsers :)

Damit wir an unseren Minimo kommen geben wir einfach folgendes auf dem Terminal ein:

opkg install https://seeseekey.net/wp-content/uploads/2008/11/minimo_0.02cvs20070626-r0_armv4t.ipk

Nachdem opkg sein Werk getan hat ist Minimo auf eurem Neo. Viel Spaß beim ausprobieren.

Let us impact the material world

Ich habe gerade die neuste Ankündigung (Announce) von Sean Moss-Pultz gelesen. Er erzählt davon wie er schon seit zwei Jahren die Geschichte von Openmoko erzählt und er ruft uns auf auf die echte Welt Einfluss nehmen damit wir eine neue Open Source Realität erschaffen. Zumindest habe ich das so verstanden :) Er plant einen Blog zu eröffnen in dem andere Menschen ihre Erfahrung teilen können wie ihr Neo die Welt beeinflusst hat.

Er schreibt auch über das Openmoko-Projekt an sich im Vergleich mit der Herstellung von anderen Produkten welche meist von Professionellen geplant und gebaut werden und somit kennt er die Grenzen seines Produktes und geht nur selten über diese Grenzen hinaus. Der Amateur hingegen geht über diese Grenzen hinaus und erst die Erfahrung zeigt ihm die Grenzen.

In der Mitte des Textes geht er auf John Maeda’s „Laws of Simplicity“ ein und zitiert gleich eines dieser Gesetze:

Simplicity is about subtracting the obvious, and adding the meaningful.

Das bedeutet in etwa so viel wie das Einfachheit sich aus dem Abziehen des Offensichtlichen und dem Hinzufügen des Bedeutungsvollen ergibt. Das Neo war in seiner jetzigen Form einfach zu komplex. Also musste etwas getan werden, indem das Offensichtliche abgezogen wurde und das Bedeutungsvolle hinzugefügt wurde. Heraus kam das neue Openmoko Framework, damit alles einfacher wird… :)

Es kommt…

Noch knapp zwei Wochen (heute wird mal großzügig geschätzt) dann ist mein Freerunner hier :) Aus diesem Anlass habe ich mich mal wieder ein bisschen intensiver auf den Openmoko Seiten umgeschaut. Als erstes ist mir ins Auge gefallen das zurzeit an einem neuen Framework gearbeitet wird. Mit diesem Framework sollen dann die „Brot und Butter“ Anwendungen fertig sein. Das neue Framework verfolgt folgende Ziele:

– es soll eine Infrastruktur geschaffen werden mit denen solide Software für die Openmoko Plattform geschrieben werden kann
– mehrere UI Systeme sollen unterstützt werden
– die Benutzer sollen neue Sachen zum Framework beitragen

Dazu sollen folgende Voraussetzungen geschaffen werden:
– das Framework soll einfach gehalten sein
– es soll sich auf die Kernfunktionalitäten konzentrieren
– es soll UI unabhängig programmiert werden
– existierende Technologien sollen wiederverwendet werden wenn dies praktikabel erscheint (nicht auf Kosten einer schlechten API)

Dieses neue Framework trägt den Namen Openmoko 2008 und sieht wenn es fertig ist in etwa so aus:

Die Kommunikation soll das über dbus einen Interprozesskomunikationsbussystem (http://de.wikipedia.org/wiki/Dbus) stattfinden. Das Framework soll zwar für Openmoko Geräte optimiert werden, allerdings sollen auch andere Architekturen wie z.B. OpenEZX oder Xanadu unterstützt werden.

Damit die API bzw. das Framework auch benutzt werden die Anwendungen welche die Grundfunktionalitäten für das Telefon bereitstellen auf diesem neuen Framework aufbauen, damit man gleich sieht wie mächtig das Framework ist.

Der Status des Framework ist mittlerweile schon ein wenig gediegen, wenn auch noch lange nicht komplett. Konkret sieht das so aus:

Low Level
– Hardware: 50%
– Audio: 80%
– GSM: 80%
– Bluetooth: 80%
– GPS: 80%
– Network: 50%

High Level
– Usage: 0%
– Event: 0%
– Preferences: 50%
– Context: 0%
– Telephony: 50%
– Networking: 0%
– PIM: 0%

Die Verantwortlichen für das neue Framework sind:
– Michael ‚Mickey‘ Lauer (Teamleiter / Freelancer / Deutschland)
– Guillaume ‚Charlie‘ Chereau (Angestellter bei Openmoko / Taipei)
– Jan ‚Shoragan‘ Luebbe (Student / Deutschland)
– Daniel ‚Alphaone‘ Willmann (Student / Deutschland)

Interessante Links zu diesem Thema:
http://www.vanille-media.de/site/index.php/2008/05/05/openmoko-framework-initiative/
http://wiki.openmoko.org/wiki/OpenmokoFramework
http://blogs.thehumanjourney.net/finds/entry/20080520
http://downloads.openmoko.org/framework/milestone1/FrameworkMilestone1.m4v