Zettlr – ein flexibler Markdown-Editor

Die letzten Tage verbrachte ich unter anderem damit mir unterschiedliche Markdown-Editoren anzuschauen. In die Kategorie sehenswert fiel der Markdown-Editor Zettlr. Bei Zettlr öffnet man einen Ordner und kann anschließend in diesem und seinen Unterordnern bestehende und neu anzulegende Dateien bearbeiten. Die Markdown-Formatierungen, wie Überschriften, Zitate, Fett- und Kursivstellungen, werden entsprechend hervorgehoben.

Die Darstellung der Markdown-Formatiierung

Die eingebauten Features sind eher übersichtlich in Zettlr angelegt; eine Rechtschreibprüfung und eine Exportmöglichkeit sind der einzige Zuckerguss neben den grundlegenden Bearbeitungsfunktionen. Das kann sich natürlich in der Zukunft noch ändern, da der Editor momentan in Version 0.17.1 vorliegt.

Zettlr unter Windows

Der Quelltext von Zettlr ist auf GitHub zu finden. Während er früher unter der MIT-Lizenz lizenziert war, wurde er vor einigen Monaten auf die GPL in der Version 3 umgestellt. Unter beiden Lizenzen handelt es sich bei Zettlr um freie Software. Bezogen werden kann die Applikation über die offizielle Projektseite unter zettlr.com.

Thermostat für den Körper

Vor einigen Jahren las ich etwas über eine Entwicklung am MIT. Dort wurde das Handgelenk beheizt, was dazu führte das den Versuchspersonen wärmer wurde. Praktisch handelte es sich bei der Idee um ein Thermostat für den Körper, ohne diesen komplett zu beheizen.

embrlabs.com

Später gab es basierend auf dieser Entwicklung eine Ausgründung unter dem Namen EMBR Labs. Das passende Produkt trägt nun den Namen Embr Wave und wurde über Kickstarter finanziert. Mittlerweile kann man das Armband über die Seite des Herstellers vorbestellen.

Java-Projekte automatisch erzeugen

Es gibt praktische Software und dann gibt es manchmal Anwendungen bei denen man sich fragt was genau der Anwendungszweck ist. Eine dieser Anwendungen ist der Java Bullshifier. Die einzige Aufgabe des Java Bullshifier ist es, riesige Java-Projekte zu erzeugen.

Die Projekt-Webseite

Selbst im Vorstellungsartikel des Tools wird die Meinung vertreten, das es ein wenig esoterisch wirkt. Im Artikel wird allerdings ebenfalls die Motivation bzw. die Nutzung des Tools beschrieben:

It’s used in order to test some of our monitoring capabilities over ridiculously large code bases, with transactions that go thousands of calls deep, over thousands of classes, and end up with exceptions.

Erzeugt werden ein Projekt mit einer beliebigen Anzahl an Klassen und für eine Klasse sieht der generierte Quelltext exemplarisch wie folgt aus:

package generated.afz.qen.lrlj;

import helpers.Config;
import helpers.Context;
import java.util.*;
import java.util.logging.*;
import org.slf4j.Logger;
import org.slf4j.LoggerFactory;
import java.io.IOException;

public class ClsTvxlbccvg
{
    public static final int classId = 325;
    static final Logger logger = LoggerFactory.getLogger(ClsTvxlbccvg.class);

    public static void metWrkbglgpwrbj(Context context) throws Exception
    {
        int methodId = 0;
        Object[] root = new Object[8];
        Map<Object, Object> valUmbeeuzlkcg = new HashMap();
        Object[] mapValTaglolagfcm = new Object[10];
        String valLjtuhkvukba = "StrHwrvspzqwyp";

        mapValTaglolagfcm[0] = valLjtuhkvukba;
    
        for (int i = 1; i < 10; i++)
        {
            mapValTaglolagfcm[i] = Config.get().getRandom().nextInt(1000);
        }

        Set<Object> mapKeyGfqzkkkweud = new HashSet<Object>();
        long valZqatretqosu = 2690648861024756176L;

Der Quelltext des Java Bullshifier ist auf GitHub zu finden. Er ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software.

ESP8266 als Apple I Emulator

Mit dem ESP8266 wurde schon eine Vielzahl von interessanten Projekten entwickelt. Eines der Projekte welches aus der Menge heraussticht, ist ein Emulator für den Apple I. Besonders ist dabei nicht der Emulator als solches, sondern die Art wie er an den Bildschirm angeschlossen wird. Über einen Draht wird das Bild als PAL Signal ausgestrahlt und kann somit von jedem Fernseher empfangen werden.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=rCqbB1UmW8o

Das System wird fast komplett kabellos betrieben, denn die Eingabe über die Tastatur erfolgt ebenfalls kabellos mittels Telnet. Um Software auf den Rechner zu bringen, ist ein TFTP-Server implementiert.

Das NodeMCU-Board in Version 3, mit einem verbauten ESP8266

Der Emulator emuliert die MOS 6502 CPU in ihrer Originalgeschwindigkeit von einem Megahertz und stellt 20 Kilobyte an RAM zur Verfügung. Das Projekt ist auf GitHub zu finden. Es ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Miiverse ist tot, lang lebe Archiverse

Für die Wii U gab es einen von Nintendo betriebenen Online-Dienst mit dem Namen Miiverse. Dieser Dienst wurde am 8. November 2017 abgeschaltet. Mit Hilfe des Dienstes konnten unter anderem Nachrichten und Bilder ausgetauscht werden. Es handelt sich praktisch um eine Art soziales Netzwerk für die Wii U und die entsprechenden Spiele der Konsole.

Die Nachricht über die Schließung; in der deutschen Version mit dem aus dem englischen falsch übernommenen Datum

Durch die Abschaltung sind die Beiträge des Miiverse nicht mehr erreichbar. Das Archive Team wollte sich damit allerdings nicht abfinden. Es rettete über 17 Terabyte des Miiverse und stellt dieses nun als Archiv zur Verfügung.

Das Miiverse-Archiv

Dazu richteten sie das Archiverse, welches unter archiverse.guide zu finden ist, ein. Dort kann der Bestand des archivierten Miiverse durchsucht und angeschaut werden. Die entsprechende Software ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden.