Java-Bibliothek für das Minecraft-Protokoll

Wenn sich der Minecraft-Client mit dem entsprechenden Server verbindet, so kommunizieren diese über ein festgelegtes Protokoll. Mit einer eigenen Implementation dieses Protokolls ist es möglich sich mit einem Minecraft-Server zu verbinden und entsprechende Aktionen durchzuführen. Zum Beispiel könnte diese Möglichkeit genutzt werden um einen Bot für Minecraft zu schreiben. Eine solche Implementation des Minecraft-Protokolls ist die Java-Bibliothek MCProtocolLib von Steven Smith.

Central City auf meinem eigenen Minecraft-Server

Ein minimales Beispiel, für den Login auf dem Server (basierend auf einem Unit-Test der Bibliothek), mit besagter Bibliothek könnte dabei wie folgt aussehen:

public class SimpleBot {

    private static final String HOST = "example.org";
    private static final int PORT = 25565;
    private static final Proxy PROXY = Proxy.NO_PROXY;
    private static final Proxy AUTH_PROXY = Proxy.NO_PROXY;
    private static final String USERNAME = "user@example.org;
    private static final String PASSWORD = "password";

    public static void main(String[] args) throws FileNotFoundException, RequestException {

        MinecraftProtocol protocol = new MinecraftProtocol(USERNAME, PASSWORD);
        Client client = new Client(HOST, PORT, protocol, new TcpSessionFactory(PROXY));
        client.getSession().setFlag(MinecraftConstants.AUTH_PROXY_KEY, AUTH_PROXY);

        client.getSession().addListener(new SessionAdapter() {
            @Override
            public void packetReceived(PacketReceivedEvent event) {
                if(event.getPacket() instanceof ServerJoinGamePacket) {
                    event.getSession().send(new ClientChatPacket("Hello, World!"));
                } else if(event.getPacket() instanceof ServerChatPacket) {
                    Message message = event.getPacket().getMessage();
                    System.out.println("Received Message: " + message.getFullText());
                    if(message instanceof TranslationMessage) {
                        System.out.println("Received Translation Components: " + Arrays.toString(((TranslationMessage) message).getTranslationParams()));
                    }

                    event.getSession().disconnect("Finished");
                }
            }

            @Override
            public void disconnected(DisconnectedEvent event) {
                System.out.println("Disconnected: " + Message.fromString(event.getReason()).getFullText());
                if(event.getCause() != null) {
                    event.getCause().printStackTrace();
                }
            }
        });

        client.getSession().connect();
    }
}

In diesem Beispiel wird sich mit dem Server verbunden und nach erfolgreicher Verbindung eine Chatnachricht gesendet. Danach loggt sich der Bot wieder aus. Der Quelltext der Bibliothek ist auf GitHub zu finden. Das Projekt ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Freier Bildbetrachter für Windows (und andere Systeme)

Der integrierte Bildbetrachter unter Windows 10 ist nicht das Gelbe vom Ei; so dass ich mich nach einer Alternative umgeschaut habe. Schlussendlich gelandet bin ich beim freien Bildbetrachter Nomacs. Nomacs unterstützt gängige Dateiformate wie PNG, JPEG, TIFF, BMP und viele andere Formate. Neben den Funktionen zur Bildbetrachtung, verfügt Nomacs über einige Funktionalität zur Bildbearbeitung. Diese umfasst unter anderem das Beschneiden von Bildern sowie die Fähigkeit die Größe von Bildern anzupassen oder Bilder zu rotieren. Die meisten alltäglichen Aufgaben, im Zusammenhang mit Bildern, sollten sich mittels Nomacs problemlos erledigen lassen. Eine etwas ungewöhnlichere Funktionalität von Nomacs ist die Synchronisation mehrerer Instanzen des Bildbetrachters.

Nomacs in Aktion

Neben der Windows-Version ist Nomacs für unterschiedliche Linux-Distributionen (z.B. Debian, Arch Linux oder Fedora), macOS und sogar OS2 erhältlich. Lizenziert ist der Quelltext unter der GPL in Version 2; bezogen werden kann er über GitHub. Die Webseite des Projektes ist auf nomacs.org zu finden.

Konvertierung der Map von Minecraft 1.12 auf 1.13 durchführen

Vor einigen Wochen erschien Version 1.13 des Open-Word-Spieles Minecraft. Im Zuge dieser Aktualisierung wurden unter anderem die Daten der Blöcke verändert. Beim Erzeugen der Weltkarte über die freie Minecraft-Rendersoftware Mapcrafter traten nach dem Update Probleme auf.

Nur die bereits konvertierten Chunks werden gerendert

Während der Server ohne Probleme lief, wurden in der Karte nur bestimmte Chunks gerendert. Der Grund hierfür war das nur die Chunks in das neue Format der Version 1.13 konvertiert wurden, die von den Spielern auf dem Server besucht worden waren. Alle anderen Chunks lagen noch im Format der Version 1.12 vor. Eine Lösung für dieses Problem schafft der mit 1.13 neu eingeführte Kommandozeilen-Parameter –forceUpgrade des Minecraft-Servers. Wenn man diesen entsprechend startet:

java -Xmx4096M -Xms2048M -jar minecraft_server.jar nogui --forceUpgrade

beginnt der Server alle Chunks in das neue Format zu überführen:

[06:42:34] [Server thread/INFO]: Starting minecraft server version 1.13.1
...
[06:42:34] [Server thread/INFO]: Forcing world upgrade!
[06:42:34] [Server thread/INFO]: Counting chunks...
[06:42:48] [Server thread/INFO]: Upgrading structure data...
[06:42:48] [Server thread/INFO]: 0% completed (0 / 1630135 chunks)...
[06:42:49] [Server thread/INFO]: 0% completed (0 / 1630135 chunks)...
..
[08:52:58] [Server thread/INFO]: 99% completed (1629866 / 1630135 chunks)...
[08:52:59] [Server thread/INFO]: 99% completed (1630017 / 1630135 chunks)...
[08:53:00] [pool-4-thread-1/INFO]: World optimizaton finished after 7812721 ms

Je nach der Größe der eigenen Welt kann dieser Vorgang durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Nachdem alle Chunks konvertiert wurden, funktioniert das Rendering der Weltkarte wieder wie gewohnt.

Bauwerks- und Geometriegeneratoren für Minecraft

Auf der Suche nach einem Generator, für einfache geometrische Formen in Minecraft, bin ich auf die Webseite plotz.co.uk gestoßen. Dort gibt es Generatoren für Spheren, Elipsioiden, Tori und Bauwerke wie Observatorien, Leuchttürme oder Schneemänner.

Der Generator für den Wizard Tower

Je nach verwendetem Generator können unterschiedliche Parameter wie Größe, Stockwerke und ähnliches eingestellt werden. Anschließend kann man die erzeugten Geometrien nachbauen, indem man sie sich Schicht für Schicht anzeigen lässt. Dies ist vor allem bei Formen wie Kugeln oder elliptischen Körpern sehr angenehm, da die Fehlerquote dank der detaillierten Bauanleitung stark abnimmt. Geschrieben sind die Generatoren mit den Mitteln von HTML5 und JavaScript.

Minecraft-Karten mittels Mapcrafter rendern

Bis vor einiger Zeit nutzte ich zum Rendern von größeren Minecraft-Karten den Minecraft Overviewer. Bei immer größer werdenden Karten lässt die Performance beim Minecraft Overviewer leider zu wünschen übrig. Abhilfe schafft hier der Mapcrafter, welcher unter mapcrafter.org zu finden ist. Mapcrafter wurde von Anfang an auf eine hohe Rendergeschwindigkeit optimiert. Dies merkt man vor allem dann, wenn eine komplette Karte neu gerendert werden muss. Gegenüber dem Minecraft Overviewer kann man hier teilweise Tage sparen.

Eine mittels des Mapcrafter gerenderte Minecraft-Karte

Neben der Unterstützung von isometrischen Karten können auch Karten in 2D-Perspektive (Draufsicht) gerendert werden. Die darzustellenden Blöcke können dabei fein konfiguriert werden, so das z.B. eine Karte ohne Wasser und Lava möglich ist. Der Quellcode des Mapcrafter ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Projekt unter der GPL3-Lizenz und damit freie Software.