Mapcrafter unter Ubuntu aufsetzen

Eine Welt in Minecraft hat die Angewohnheit, mit der Zeit immer größer zu werden. In einem solchen Fall ist eine Karte natürlich sehr praktisch. Mithilfe des Tools Mapcrafter kann eine solche Karte erstellt werden. Der Mapcrafter erzeugt neben den Kartenkacheln auch eine JavaScript-Anwendung, mit der diese betrachtet werden können.

Eine Mapcrafter-Karte

Im ers­ten Schritt muss das Mapcrafter-Repository mittels:

git clone https://github.com/mapcrafter/mapcrafter.git

auf den Ser­ver geholt werden. Mit dem Befehl wird das Git-Repository, in welchem sich der Quelltext befindet, auf den Server geklont. Im Git-Kontext bedeutet dies, dass das gesamte Repository heruntergeladen wird. Falls Git nicht installiert ist, muss das entsprechende Paket mittels:

apt install git

installiert werden. Die aktuelle Entwicklung findet im Branch world113 statt, so das in diesen gewechselt werden muss:

cd mapcrafter
git checkout world113

Bevor die Software kompiliert werden kann, müssen einige Abhängigkeiten installiert werden:

apt install build-essential cmake libboost-all-dev libjpeg-dev libpng-dev

Anschließen kann die Software kompiliert und installiert werden:

cmake .
make 
make install
ldconfig

Nach der Installation könnte Mapcrafter über den Befehl:

/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4

ausgeführt werden. Allerdings muss vor dem ersten Start noch eine Konfigurationsdatei erstellt werden. In dieser Konfigurationsdatei ist definiert, wie die Karte gerendert werden soll. Die Datei und die Skripte zur Aktualisierung werden im Kontext des Nutzers minecraft angelegt:

su minecraft
cd
mkdir map
nano example.conf

Exemplarisch könnte die Konfigurationsdatei wie folgt aussehen:

output_dir = /home minecraft/map
background_color = #000000

[marker:teleporter]
name = Teleporter
prefix = Hauptteleporter
icon = beacon.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[marker:signs]
name = Signs
icon = sign.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[world:world]
input_dir = world
world_name = Example

[global:map]
image_format = png
png_indexed = true
rotations = top-left
texture_size = 16

[map:day_isometric]
name = Day (isometric)
render_view = isometric
render_mode = daylight
world = world

Nachdem die Konfigurationsdatei angelegt wurde, kann die Karte testweise mittels des Befehls:

/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4

erzeugt werden. Damit die Aktualisierung später automatisch geschieht, werden die Befehle zur Aktualisierung der Skripte in eine Skript-Datei geschrieben:

nano updateMap.sh

Diese Datei wird mit folgendem Inhalt befüllt:

#!/bin/bash
/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4
/usr/local/bin/mapcrafter_markers -v -c example.conf

Anschließend soll ein Cronjob eingerichtet werden. Dazu wird der Crontab-Editor geöffnet:

crontab -e

In der sich öffnende Datei muss nun folgende Zeile hinzugefügt werden:

0    1    * * *   (. ~/.profile; /usr/bin/screen -dmS mapcrafter /home/minecraft/updateMap.sh)

Danach kann die Datei geschlossen werden. Der Cronjob startet nun um 1 Uhr die tägliche Aktualisierung der Karte.

Minecraft Server aufsetzen

Das Spielprinzip von Minecraft, welches mittlerweile von Microsoft aufgekauft wurde, lässt sich am besten als LEGO für Erwachsene beschreiben. In einer Welt, die nur aus Blöcken besteht, kann sich der Spieler ausleben und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Vor einigen Jahren schrieb ich einen Artikel, wie ein Minecraft-Server unter Ubuntu aufgesetzt wird. Da der Artikel mittlerweile etwas veraltet ist, wird die Anleitung mit diesem Artikel aktualisiert.

Um einen Minecraft-Server aufzusetzen, muss im ersten Schritt Java mittels:

apt install openjdk-11-jre

installiert werden. Nun kann die Version des installierten Javas mittels des Befehls:

java --version

bestimmt werden. Für die Ausführung von Minecraft wird hierbei Java 7 oder höher benötigt. In der Ausgabe des Befehls finden sich die notwendigen Informationen:

openjdk 11.0.3 2019-04-16
OpenJDK Runtime Environment (build 11.0.3+7-Ubuntu-1ubuntu218.04.1)
OpenJDK 64-Bit Server VM (build 11.0.3+7-Ubuntu-1ubuntu218.04.1, mixed mode, sharing)

Nachdem damit die Grundvoraussetzungen erfüllt sind, wird mittels:

adduser --disabled-login --gecos "" minecraft
su minecraft

ein Nutzer für den Server angelegt und in diesen Nutzer gewechselt. Im Kontext des Nutzer muss nun der Server heruntergeladen werden. Die aktuelle URL des Server ist über die Minecraft-Webseite in Erfahrung zu bringen:

wget https://launcher.mojang.com/v1/objects/d0d0fe2b1dc6ab4c65554cb734270872b72dadd6/server.jar

Nachdem der Server heruntergeladen wurde, kann er für einen ersten Tests gestartet werden:

java -Xmx1024M -Xms1024M -jar server.jar nogui

Beim ersten Start wird folgende Meldung erscheinen:

[13:36:13] [main/ERROR]: Failed to load properties from file: server.properties
[13:36:14] [main/WARN]: Failed to load eula.txt
[13:36:14] [main/INFO]: You need to agree to the EULA in order to run the server. Go to eula.txt for more info.

Im Home-Verzeichnis des Nutzers findet sich nun eine Datei mit dem Namen eula.txt. Diese Datei muss bearbeitet werden:

nano eula.txt

Der Wert:

eula=false

muss hierbei auf den Wert true gesetzt werden. Anschließend kann die Datei gespeichert werden und der Editor verlassen werden. Nach dem abermaligen Start des Servers mittels:

java -Xmx1024M -Xms1024M -jar server.jar nogui

sollte derselbe nun hochfahren. Nachdem der Server erfolgreich hochgefahren wurde, sollte er wieder beendet werden. Damit der Service automatisch hochfährt, muss eine sogenannte systemd-Unit angelegt werden. Dazu wird der Nutzer minecraft verlassen und die systemd-Unit angelegt:

exit
nano /etc/systemd/system/minecraft.service

Die neu angelegte Datei wird nun mit folgendem Inhalt befüllt:

[Unit]
Description=Minecraft Server
After=network.target

[Service]
Type=simple
WorkingDirectory=/home/minecraft
User=minecraft
Group=minecraft

Restart=always

ExecStart=/usr/bin/screen -DmS minecraft-server java -Xmx4096M -Xms2048M -jar server.jar nogui

ExecStop=/usr/bin/screen -p 0 -S minecraft-server -X eval 'stuff "save-all"15'
ExecStop=/usr/bin/screen -p 0 -S minecraft-server -X eval 'stuff "stop"15'
ExecStop=/bin/sleep 2

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Nachdem die Datei gespeichert wurde, kann die systemd-Unit aktiviert werden:

systemctl enable minecraft
systemctl start minecraft

Damit ist der Minecraft-Server eingerichtet und startet automatisch und läuft anschließend im Hintergrund.

Im Home-Verzeichnis des Nutzers minecraft finden sich einige Dateien, welche der Konfiguration des Servers dienen. In der Datei ops.json werden die Operatoren für den Server hinterlegt. Die Datei server.properties enthält die grundlegenden Einstellungen des Servers. Wurde die Option white-list auf den Wert true gesetzt, so können die berechtigten Nutzer in der Datei whitelist.json hinterlegt werden.

Mapcrafter für Minecraft 1.14 nutzbar

Minecraft 1.14 ist bereits seit einigen Tagen veröffentlicht und nun wurde die freie Software Mapcrafter soweit nachgezogen, das sie mit der Minecraft-Version 1.14 genutzt werden kann. Mapcrafter dient der Erzeugung einer interaktiven Karte einer Minecraft-Welt. Unter Ubuntu kann das Projekt aus dem Repository geklont werden und anschließend kompiliert und installiert werden:

git clone https://github.com/mapcrafter/mapcrafter.git
cd mapcrafter
git checkout world113
cmake .
make 
make install

Anschließend kann Mapcrafter ausgeführt werden:

/usr/local/bin/mapcrafter -c akaria.conf -b -j 4

Die Konfiguration (in diesem Fall: akaria.conf) legt fest, welche Ebenen und Dimensionen wie gerendert werden sollen. Beispielhaft könnte die Konfiguration wie folgt aussehen:

output_dir = /var/www/map
background_color = #000000

[marker:teleporter]
name = Teleporter
prefix = Hauptteleporter
icon = beacon.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[marker:signs]
name = Signs
icon = sign.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[world:akaria]
input_dir = akaria
world_name = Akaria

[world:akaria_without_liquid]
input_dir = akaria
block_mask = !8 !9 !10 !11
world_name = Akaria

[global:map]
image_format = png
png_indexed = true
rotations = top-left
texture_size = 16

[map:day_isometric]
name = Day (isometric)
render_view = isometric
render_mode = daylight
world = akaria

[map:day_withoutliquid_isometric]
name = Day (without liquid, isometric)
render_view = isometric
render_mode = daylight
world = akaria_without_liquid

[map:day_spawn_isometric]
name = Day (spawn, isometric)
render_view = isometric
render_mode = daylight
overlay = spawnday
world = akaria

...

Im Zuge der Umstellung von Mapcrafter auf Minecraft 1.13 und jetzt 1.14, kam es bei Mapcrafter zu größeren Umbauten, welche leider noch nicht abgeschlossen sind. So fehlt im Moment noch die Möglichkeit der Blockfilter und auch beim Rendering von Schildern scheint es Probleme zu geben. Es bleibt zu hoffen, dass das Release in nächster Zeit fertiggestellt wird. Der aktuelle Status kann in dem entsprechenden Pull-Request eingesehen werden.

Blöcke welche mit 1.14 eingeführt wurden, werden nun ebenfalls gerendert

Die offizielle Seite des Projektes ist unter mapcrafter.org zu finden. Der Quelltext kann über GitHub bezogen werden. Lizenziert ist das Projekt unter der GPL3-Lizenz und damit freie Software. Wer eine Mapcrafter-Karte in Aktion sehen möchte, kann dies unter map.akaria.q1z.net tun.

Minecraft Classic im Browser

Morgen wird Minecraft sein zehnjähriges Jubiläum feiern. Anlässlich dieses Jubiläum kann nun die frühe Version 0.0.23a_01 (alias Minecraft Classic) im Browser gespielt werden. Die Version verfügt, wie damals, nur über den Kreativmodus. Mit insgesamt 32 Blöcken kann die Welt gestaltet werden. Auch die alten Bugs wurde unverändert übernommen. Das Spiel kann mit bis zu zehn Spielern gespielt werden.

Das ursprüngliche Minecraft im Browser

Allerdings sollte die Version als Demo, denn als vollständiges Spiel betrachtet werden. Es dient eher zur Auffrischung der Nostalgie und zur Feier von zehn Jahren Minecraft. Zu finden ist die Browser-Version unter classic.minecraft.net.

Wiki für prozedural generierte Inhalte

In einem gewöhnlichen Spiel, falls sowas überhaupt existiert, ist der entsprechende Inhalt im Spiel hinterlegt. Allerdings existieren auch Spiele welche den Inhalt erst beim Spielen des Spieles generieren. In den meisten Fällen kommen prozedurale Verfahren zum Einsatz. Beispiele für solche Spiele sind Elite, No Man’s Sky und auch Minecraft.

Die Procedural Content Generation Wiki

Wer als Entwickler solche Inhalte in ein Spiel integrieren möchte, der muss nicht bei Null anfangen, sondern kann sich im Procedural Content Generation Wiki mit entsprechenden Informationen versorgen. Dort finden sich Informationen zu Spielen, Algorithmen und vielem mehr rund um die prozedurale Generierung von Inhalten. Zu finden ist die Wiki unter pcg.wikidot.com.