Direkte Formatierungen in LibreOffice entfernen

In LibreOffice, im speziellen im Writer-Modul können Dinge wie Absätze, Überschriften oder der Fließtext formatiert werden. Dabei muss zwischen der direkten Formatierung und der Formatierung über Formatvorlagen unterschieden werden. Bei der Formatierung über Formatvorlagen erhält z.B. eine Überschrift die Textgröße und Schriftart die in der Formatvorlage festgelegt wurde. Bei der direkten Formatierung hingegen wird ein Textabschnitt markiert und die Eigenschaften des Abschnittes werden direkt gesetzt.

Über das Format-Menü kann die direkte Formatierung entfernt werden

Wenn nun hauptsächlich mit Formatvorlagen gearbeitet wird, kann es manchmal notwendig sein, direkte Formatierungen zu entfernen. In früheren Versionen von LibreOffice wurde dazu der Text markiert und mit der rechten Maustaste das Kontextmenü aufgerufen und dort der Punkt zum Entfernen der direkten Formatierung ausgewählt. In den neuen Versionen findet sich diese Option leider nicht mehr im Kontextmenü. Stattdessen muss das Menü Format aufgerufen werden. Dort befindet sich der Menüpunkt Direkte Formatierung löschen, welcher die direkten Formatierungen der aktiven Markierung entfernt.

Videos vom Bildschirm unter macOS Mojave aufnehmen

In macOS Mojave wurde die integrierte Funktionalität für die Aufnahme von Screenshots erweitert. Neben den bekannten Kombinationen Shift + Command + 3 (Screenshot des kompletten Bildschirmes) und Shift + Command + 4 (Aufnahme einer Auswahl oder eines Fensters) ist unter Mojave die Kombination Shift + Command + 5 hinzugekommen.

Die neue UI für die Bildschirmaufnahme unter macOS Mojave

Bei dieser Kombination öffnet sich ein Interface, in welchem ausgewählt werden kann ob ein Screenshot oder ein Video aufgenommen werden soll. Videos werden in einem MOV-Container, unter Nutzung des Codec H264, aufgenommen. Dabei wird nicht nur der sichtbare Inhalt, sondern auch der Ton mit aufgezeichnet. Viele Anwendungsfälle, für die früher der QuickTime-Player oder Spezialsoftware benötigt wurde, dürfte diese neue Funktionalität damit abdecken.

ANDROID_HOME unter macOS setzen

Beim Kompilieren eines Android-Projektes kann es zu folgender Meldung kommen:

Caused by: java.lang.RuntimeException: SDK location not found. Define location with sdk.dir in the local.properties file or with an ANDROID_HOME environment variable.

Diese Meldung besagt dass das SDK nicht gefunden werden kann, da die Eigenschaft sdk.dir bzw. die Umgebungsvariable ANDROID_HOME nicht gesetzt ist. Unter macOS befinden sich die Android-SDKs im Library-Pfad des angemeldeten Nutzers:

/Users/seeseekey/Library/Android/sdk/sources

Der Nutzername, in diesem Beispiel seeseekey, muss natürlich durch den eigenen Nutzernamen ersetzt werden. Um diesen Pfad als Umgebungsvariable einzutragen muss das Terminal geöffnet werden und mittels cd in das Nutzerverzeichnis gewechselt werden. Anschließend wird die Datei .bash_profile angelegt bzw. geöffnet:

cd
nano .bash_profile

In diese Datei wird nun folgende Zeile eingetragen:

export ANDROID_HOME=/Users/seeseekey/Library/Android/sdk

Damit wird die Umgebungsvariable ANDROID_HOME automatisch bei der Anmeldung gesetzt und kann anschließend auch vom betreffenden Android-Projekt genutzt werden.

Probleme mit dem Update von Android Studio unter macOS

Bei einem Updateversuch von Android Studio erhielt ich unter macOS den Fehler:

Studio does not have write access to /private/… Please run it by a privileged user to update.

Den gleichen Fehler zeigte auch IntelliJ IDEA, was nicht weiter verwunderlich ist, immerhin basiert Android Studio auf IntelliJ IDEA.

Die Fehlermeldung beim Updateversuch

Die Ursache für das Problem liegt an einem macOS High Sierra eingeführten Feature namens App Translocation. In diesem Fall führte das dazu das die betreffende App in einem zufälligen Pfad gestartet wurde. Bei mir wurde das Problem dadurch verursacht, das ich nach einer Neuinstallation die Applikationen vom Backup händisch (ohne Finder) in den Ordner /Application schob. Nachdem ich die Anwendung mit dem Finder erneut in den Applications bzw. Programme-Ordner kopiert hatte, funktionierte die Update-Funktionalität wieder ohne Probleme.

Case-sensitives Startvolume unter macOS

Vor einigen Tagen schrieb ich darüber das Steam unter macOS nicht mit einem Dateisystem funktioniert, wenn dieses case-sensitiv ist. Dass bedeutet das die Dateien test.txt und Test.txt zwei unterschiedliche Dateien aus Sicht des Betriebssystems sind. Bei case-insensitiven Systemen hingegen, wären dies die gleichen Dateien. Wird die case-sensitive Variante als Startvolume unter macOS betrieben so führt dies mittelfristig nur zu Problemen.

Das Startvolume unter macOS sollte im case-insensitiven Modus formatiert werden

Hintergrund ist das besagte Apps wie Steam oder die Adobe Suite mit einem case-sensitiven Dateisystem nicht zurechtkommen. Dies führt im einfachsten Fall dazu das die Applikation nicht startet, kann aber wie z.B. bei Nextcloud zu seltsamen Abstürzen führen. Als Lösung für dieses Problem bietet sich leider nur die Neuinstallation mit der case-insensitiven Variante von APFS an.