Minecraft Server aufsetzen

Das Spielprinzip von Minecraft, welches mittlerweile von Microsoft aufgekauft wurde, lässt sich am besten als LEGO für Erwachsene beschreiben. In einer Welt, die nur aus Blöcken besteht, kann sich der Spieler ausleben und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Vor einigen Jahren schrieb ich einen Artikel, wie ein Minecraft-Server unter Ubuntu aufgesetzt wird. Da der Artikel mittlerweile etwas veraltet ist, wird die Anleitung mit diesem Artikel aktualisiert.

Um einen Minecraft-Server aufzusetzen, muss im ersten Schritt Java mittels:

apt install openjdk-11-jre

installiert werden. Nun kann die Version des installierten Javas mittels des Befehls:

java --version

bestimmt werden. Für die Ausführung von Minecraft wird hierbei Java 7 oder höher benötigt. In der Ausgabe des Befehls finden sich die notwendigen Informationen:

openjdk 11.0.3 2019-04-16
OpenJDK Runtime Environment (build 11.0.3+7-Ubuntu-1ubuntu218.04.1)
OpenJDK 64-Bit Server VM (build 11.0.3+7-Ubuntu-1ubuntu218.04.1, mixed mode, sharing)

Nachdem damit die Grundvoraussetzungen erfüllt sind, wird mittels:

adduser --disabled-login --gecos "" minecraft
su minecraft

ein Nutzer für den Server angelegt und in diesen Nutzer gewechselt. Im Kontext des Nutzer muss nun der Server heruntergeladen werden. Die aktuelle URL des Server ist über die Minecraft-Webseite in Erfahrung zu bringen:

wget https://launcher.mojang.com/v1/objects/d0d0fe2b1dc6ab4c65554cb734270872b72dadd6/server.jar

Nachdem der Server heruntergeladen wurde, kann er für einen ersten Tests gestartet werden:

java -Xmx1024M -Xms1024M -jar server.jar nogui

Beim ersten Start wird folgende Meldung erscheinen:

[13:36:13] [main/ERROR]: Failed to load properties from file: server.properties
[13:36:14] [main/WARN]: Failed to load eula.txt
[13:36:14] [main/INFO]: You need to agree to the EULA in order to run the server. Go to eula.txt for more info.

Im Home-Verzeichnis des Nutzers findet sich nun eine Datei mit dem Namen eula.txt. Diese Datei muss bearbeitet werden:

nano eula.txt

Der Wert:

eula=false

muss hierbei auf den Wert true gesetzt werden. Anschließend kann die Datei gespeichert werden und der Editor verlassen werden. Nach dem abermaligen Start des Servers mittels:

java -Xmx1024M -Xms1024M -jar server.jar nogui

sollte derselbe nun hochfahren. Nachdem der Server erfolgreich hochgefahren wurde, sollte er wieder beendet werden. Damit der Service automatisch hochfährt, muss eine sogenannte systemd-Unit angelegt werden. Dazu wird der Nutzer minecraft verlassen und die systemd-Unit angelegt:

exit
nano /etc/systemd/system/minecraft.service

Die neu angelegte Datei wird nun mit folgendem Inhalt befüllt:

[Unit]
Description=Minecraft Server
After=network.target

[Service]
Type=simple
WorkingDirectory=/home/minecraft
User=minecraft
Group=minecraft

Restart=always

ExecStart=/usr/bin/screen -DmS minecraft-server java -Xmx4096M -Xms2048M -jar server.jar nogui

ExecStop=/usr/bin/screen -p 0 -S minecraft-server -X eval 'stuff "save-all"15'
ExecStop=/usr/bin/screen -p 0 -S minecraft-server -X eval 'stuff "stop"15'
ExecStop=/bin/sleep 2

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Nachdem die Datei gespeichert wurde, kann die systemd-Unit aktiviert werden:

systemctl enable minecraft
systemctl start minecraft

Damit ist der Minecraft-Server eingerichtet und startet automatisch und läuft anschließend im Hintergrund.

Im Home-Verzeichnis des Nutzers minecraft finden sich einige Dateien, welche der Konfiguration des Servers dienen. In der Datei ops.json werden die Operatoren für den Server hinterlegt. Die Datei server.properties enthält die grundlegenden Einstellungen des Servers. Wurde die Option white-list auf den Wert true gesetzt, so können die berechtigten Nutzer in der Datei whitelist.json hinterlegt werden.

LEGO und MacBook in Symbiose

Es gibt Dinge die benötigt man nicht. Dann wiederum gibt es Dinge, von denen man nicht wusste, das man sie benötigt, geschweige denn das Sie existieren. In diese Kategorie fällt das Brik Case welches vom Jolt Team entwickelt wurde.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=8Tax9z75CBI

Dabei handelt es sich um eine Schutzhülle für das Mac welche als Basisplatte für LEGO-kompatible Steine dient. Das ganze kann dabei auf der offiziellen Seite in verschiedenen Farben und für unterschiedliche MacBook-Typen vorbestellt werden.

QUIX vs. LEGO

Seit einigen Jahren gibt es einen italienischen Hersteller, welcher Steckbausteine kompatibel zum LEGO-System herstellt und anbietet. Diese Bausteine hören dabei auf den Namen QUIX bzw. früher auch KLIX. Bei QUIX gibt es auf den ersten Blick zwei Vorteile. Der erste Vorteil ist, das QUIX knapp ein Drittel günstiger ist als vergleichbare LEGO-Produkte. Der andere Vorteil ist das man QUIX-Steine sortenrein in großen Mengen kaufen kann. Aus dem Grund erwarb ich eine Probepackung der QUIX Steine. Auf den ersten Blick fallen keine größeren Unterschiede auf. Das Material unterscheidet sich nicht, allerdings sind die QUIX-Steine minimal leichter (zirka ein halbes Gramm bei einem 4×2 Block). Die Ecken der Steine sind bei Lego leicht abgerundet, während sie bei den QUIX Steinen relativ scharfkantig sind – was sich negativ auf Handhabung der Steine auswirkt.

Links: QUIX - Rechts: LEGO

Links: QUIX – Rechts: LEGO

Beim Bauen von Modellen werden die Unterschiede zwischen den Steinen noch deutlicher. Während neue Legosteine problemlos aufeinander gesteckt werden können, wird bei den QUIX Steinen teilweise mehr Kraft benötigt, da bestimmte Steine sich nicht einfach aufeinanderstecken lassen. Beim Auseinanderbauen ist dieses Problem auch zu finden. Während bei LEGO Steinen geringe Scherkräfte reichen um z.B. eine Mauer in ihre Einzelteile zu zerlegen, bricht man sich bei den QUIX-Steinen fast die Finger. Zusammenfassend kann man sagen das die QUIX-Steine sehr nah an das Original herankommen (im Gegensatz zu anderen Nachahmerprodukten), aber ihm trotzdem nicht das Wasser reichen können.