WordPress CLI installieren und nutzen

Für das Content-Management-System WordPress existiert neben dem eigentlichen System auch eine separate Kommandozeile. Die hört auf den Namen WP-CLI und muss im ersten Schritt installiert werden:

curl -O https://raw.githubusercontent.com/wp-cli/builds/gh-pages/phar/wp-cli.phar
chmod +x wp-cli.phar
mv wp-cli.phar /usr/local/bin/wp

Damit ist die WP-CLI installiert und kann über das Kommando:

wp --info

getestet werden. Um WP-CLI aktuell zu halten, kann das Kommando:

wp cli update

genutzt werden.

Grundsätzlich sollten die Befehle der WP-CLI im Kontext des Webserver-Nutzers ausgeführt werden. In den meisten Fällen ist dies www-data. Eine Ausnahme bilden die Befehle zur Installation und zur Aktualisierung. Wird versucht ein WP-CLI-Befehl unter dem root-Nutzer auszuführen, so erhält der Nutzer folgende Meldung:

Error: YIKES! It looks like you’re running this as root. You probably meant to run this as the user that your WordPress installation exists under.

If you REALLY mean to run this as root, we won’t stop you, but just bear in mind that any code on this site will then have full control of your server, making it quite DANGEROUS.

If you’d like to continue as root, please run this again, adding this flag: –allow-root

If you’d like to run it as the user that this site is under, you can run the following to become the respective user:

sudo -u USER -i — wp

Per sudo mit dem korrekten Nutzer ausgeführt funktioniert das Ganze:

sudo -u www-data wp transient delete --all
Success: 163 transients deleted from the database.

Mittels der WP-CLI lassen sich eine Reihe von Aufgaben bewerkstelligen. So verfügt die CLI über Methoden, um Kommentare zu erzeugen und zu verwalten. Mit dem Befehl:

wp comment delete $(wp comment list --status=spam --format=ids)

können z.B. alle Spam-Kommentare gelöscht werden. Über den core-Namespace können unter anderem WordPress-Updates vorgenommen werden:

wp core update

Vor allem im Zusammenhang mit einer Automation spielt WP-CLI seine Stärken aus. So können neue WordPress-Installationen angelegt werden und entsprechende Plugins automatisch installiert werden. In der Entwickler-Dokumentation von WordPress findet sich eine Referenz der Befehle der WP-CLI.

Entwickelt wird WP-CLI auf Github. Lizenziert ist das CLI unter der MIT-Lizenz und damit freie Software. Die offizielle Seite des Projektes ist unter wp-cli.org zu finden.

Software unter Windows über die Kommandozeile installieren

Linux hat seinen Paketmanager, macOS hat Homebrew – unter Windows sieht es etwas mau aus, was die Installation von Applikationen auf der Kommandozeile angeht. Mittels des Werkzeuges Scoop kann dies allerdings geändert werden. Nach der einmaligen Installation von Scoop können über dieses Werkzeug Applikationen über die Kommandozeile installiert werden:

scoop install curl

Die Applikationen werden im Benutzerverzeichnis des angemeldeten Nutzers installiert, sodass keine administrative Berechtigungen für die Installationen benötigt werden.

scoop.sh

Die offizielle Seite des Projektes ist unter scoop.sh zu finden. Der Quelltext von Scoop ist auf GitHub zu finden und Freie Software. Er ist unter der The Unlicense-Lizenz lizenziert.

Aktuelle Prozesse einer MariaDB-Installation anzeigen

Manchmal ist es interessant in einer MariaDB-Installation hinter die Fassade zu schauen. So kann ermittelt werden, welche Prozesse und Queries aktuell abgearbeitet werden. Um diese Liste einzusehen, sollte die Kommandozeile der MariaDB-Installation geöffnet werden:

mariadb

Anschließend kann der Befehl show processlist eingegeben werden:

MariaDB [(none)]> show processlist;

Die Ausgabe enthält die entsprechenden Nutzer und die aktuell ausgeführten Queries:

+--------+-------------+-----------+------+---------+------+--------------------------+------------------+----------+
| Id     | User        | Host      | db   | Command | Time | State                    | Info             | Progress |
+--------+-------------+-----------+------+---------+------+--------------------------+------------------+----------+
|      1 | system user |           | NULL | Daemon  | NULL | InnoDB purge coordinator | NULL             |    0.000 |
|      2 | system user |           | NULL | Daemon  | NULL | InnoDB purge worker      | NULL             |    0.000 |
|      3 | system user |           | NULL | Daemon  | NULL | InnoDB purge worker      | NULL             |    0.000 |
|      4 | system user |           | NULL | Daemon  | NULL | InnoDB purge worker      | NULL             |    0.000 |
|      5 | system user |           | NULL | Daemon  | NULL | InnoDB shutdown handler  | NULL             |    0.000 |
| 179949 | root        | localhost | NULL | Query   |    0 | Init                     | show processlist |    0.000 |
+--------+-------------+-----------+------+---------+------+--------------------------+------------------+----------+

Probleme bei der Testausführung unter IntelliJ IDEA

Bei der Ausführung bestimmer Testfälle mittels JUnit kann es unter IntelliJ IDEA zu folgender Fehlermeldung kommen:

Error running ‚ConverterTest‘: Command line is too long. Shorten command line for ConverterTestor also for JUnit default configuration.

Hintergrund für diesen Fehler ist das Problem, das die Kommandozeile zur Ausführung des Tests zu lang wird. Dies kann durch Beschränkungen des Betriebssystems passiere. IntelliJ IDEA versucht nun die Kommandozeile zu kürzen, um eine Ausführung zu ermöglichen.

Über die Konfiguration kann der Fehler behoben werden

Behoben werden kann das Problem über die Konfiguration des Testes. Dazu sollte der Run/Debug Configuration-Dialog geöffnet werden. Dort sollte im Tab Configuration unter dem Punkt Shorten command line der Punkt JAR manifest ausgewählt werden. Anschließend sollte der Test ohne Probleme durchgeführt werden können.

Windows Build-Version unter Windows 10 ermitteln

Wer nach der Version des Windows-Betriebssystems gefragt wird, kann seit einigen Jahren mit Windows 10 antworten. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit. Mittlerweile ist nicht nur die Hauptversion wichtig, sondern ebenfalls die konkrete Version. Unter Windows 10 gibt es einen einfachen Weg diesen zu ermitteln. Dazu muss in der Kommandozeile oder über das Ausführen-Fenster, welcher mittels Windows + R geöffnet werden kann der Befehl:

winver

eingegeben werden. Anschließend öffnet sich ein Fenster mit den verschiedenen Informationen zur Windows-Version.

Der sich öffnende Dialog mit den Versionsinformationen

Neben der Hauptversion, ist dort die eigentliche Version und die Buildnummer zu finden. Daneben findet sich in dem Dialog die Information, wer die Kopie von Windows lizenziert hat.