Apollo Guidance Computer zum ausprobieren

Vor ein paar Tagen schrieb ich einen Artikel über den Quelltext des Apollo 11 Guidance Computer. Wer den Computer ausprobieren möchte, kann dies mit dem Simulator Moonjs tun. Bei diesem handelt es sich um eine Portierung des Virtual AGC von C nach JavaScript.

Der Simulator des Apollo Guidance Computer

Technisch betrachtet werden zwei Dinge simuliert, einmal das Bedienteil DSKY und der eigentliche Apollo Guidance Computer. Zu finden ist der Simulator unter svtsim.com. Der Quelltext des Simulator kann über GitHub bezogen werden. Er ist unter der GPL2 lizenziert und somit freie Software.

Mapcrafter unter Ubuntu aufsetzen

Eine Welt in Minecraft hat die Angewohnheit, mit der Zeit immer größer zu werden. In einem solchen Fall ist eine Karte natürlich sehr praktisch. Mithilfe des Tools Mapcrafter kann eine solche Karte erstellt werden. Der Mapcrafter erzeugt neben den Kartenkacheln auch eine JavaScript-Anwendung, mit der diese betrachtet werden können.

Eine Mapcrafter-Karte

Im ers­ten Schritt muss das Mapcrafter-Repository mittels:

git clone https://github.com/mapcrafter/mapcrafter.git

auf den Ser­ver geholt werden. Mit dem Befehl wird das Git-Repository, in welchem sich der Quelltext befindet, auf den Server geklont. Im Git-Kontext bedeutet dies, dass das gesamte Repository heruntergeladen wird. Falls Git nicht installiert ist, muss das entsprechende Paket mittels:

apt install git

installiert werden. Die aktuelle Entwicklung findet im Branch world113 statt, so das in diesen gewechselt werden muss:

cd mapcrafter
git checkout world113

Bevor die Software kompiliert werden kann, müssen einige Abhängigkeiten installiert werden:

apt install build-essential cmake libboost-all-dev libjpeg-dev libpng-dev

Anschließen kann die Software kompiliert und installiert werden:

cmake .
make 
make install
ldconfig

Nach der Installation könnte Mapcrafter über den Befehl:

/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4

ausgeführt werden. Allerdings muss vor dem ersten Start noch eine Konfigurationsdatei erstellt werden. In dieser Konfigurationsdatei ist definiert, wie die Karte gerendert werden soll. Die Datei und die Skripte zur Aktualisierung werden im Kontext des Nutzers minecraft angelegt:

su minecraft
cd
mkdir map
nano example.conf

Exemplarisch könnte die Konfigurationsdatei wie folgt aussehen:

output_dir = /home minecraft/map
background_color = #000000

[marker:teleporter]
name = Teleporter
prefix = Hauptteleporter
icon = beacon.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[marker:signs]
name = Signs
icon = sign.png
icon_size = [32, 32]
show_default = false
title_format = %(textp)

[world:world]
input_dir = world
world_name = Example

[global:map]
image_format = png
png_indexed = true
rotations = top-left
texture_size = 16

[map:day_isometric]
name = Day (isometric)
render_view = isometric
render_mode = daylight
world = world

Nachdem die Konfigurationsdatei angelegt wurde, kann die Karte testweise mittels des Befehls:

/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4

erzeugt werden. Damit die Aktualisierung später automatisch geschieht, werden die Befehle zur Aktualisierung der Skripte in eine Skript-Datei geschrieben:

nano updateMap.sh

Diese Datei wird mit folgendem Inhalt befüllt:

#!/bin/bash
/usr/local/bin/mapcrafter -c example.conf -b -j 4
/usr/local/bin/mapcrafter_markers -v -c example.conf

Anschließend soll ein Cronjob eingerichtet werden. Dazu wird der Crontab-Editor geöffnet:

crontab -e

In der sich öffnende Datei muss nun folgende Zeile hinzugefügt werden:

0    1    * * *   (. ~/.profile; /usr/bin/screen -dmS mapcrafter /home/minecraft/updateMap.sh)

Danach kann die Datei geschlossen werden. Der Cronjob startet nun um 1 Uhr die tägliche Aktualisierung der Karte.

Internationalisierung mittels JavaScript

Für mein neues Projekt Wryte war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit die Anwendung zu lokalisieren. Das genutzte Framework 7 unterstützt leider keine Lokalisierung von Haus aus, so das diese nachgerüstet werden musste. Zum Tragen kam hierbei die JavaScript-Bibliothek i18next. Nach dem Download und der Einbindung der Bibliothek kann diese initialisiert werden:

i18next
  .use(window.i18nextBrowserLanguageDetector)
  .init({
    debug: false,
    resources: {
      en: {
        translation: {
          "about": "About"
        }
      },
      de: {
        translation: {
          "about": "Über"
        }
      }
    }
  });

In diesem Fall wird zusätzlich der i18nextBrowserLanguageDetector eingebunden, damit die Sprache des Nutzers automatisch erkannt wird. Anschließend kann die Übersetzung abgerufen werden:

$('#tab-author').html(i18next.t('author'));

Nach diesem Schema lässt sich anschließend die gesamte Anwendung übersetzen. Die offizielle Projektseite von i18next ist unter i18next.com zu finden. Die Quelltexte der einzelnen Projektbestandteile sind auf GitHub zu finden. Lizenziert ist i18next unter der MIT-Lizenz und damit freie Software.

Browserify unter Windows benutzen

Browserify ist ein unter der MIT-Lizenz stehendes Projekt, mit welchem Bundles aus modularen JavaScript-Projekten erstellt werden können. Auf der Projektseite wird die Nutzung von Browserify erklärt. Im ersten Schritt muss Browserify über den Paketmanager npm global installiert werden:

npm install -g browserify

Anschließend kann das Kommando genutzt werden:

browserify main.js -o bundle.js

Das Problem daran ist, dass das Kommando browserify nicht bekannt ist.

browserify.org

Stattdessen erhält der Nutzer folgende Fehlermeldung:

Der Befehl “browserify” ist entweder falsch geschrieben oder konnte nicht gefunden werden.

Damit Browserify genutzt werden kann, muss es direkt über das installierte Modul mittels Node.js aufgerufen werden:

node C:\Users\username\AppData\Roaming\npm\node_modules\browserify\bin\cmd.js src\index.js -o bundle.js

Alternativ kann Browserify direkt im Projekt installiert werden:

npm install
npm install browserify

Anschließend kann es von dort genutzt werden:

node node_modules\browserify\bin\cmd.js src\index.js -o bundle.js

Quellcode-Formatierung unter WordPress

Wenn Quelltext in einem WordPress-Beitrag untergebracht wird, so ist dieser in einem pre-Block meist relativ unansehnlich. Im Plugin-Verzeichnis existieren für dieses Problem eine Reihe von Plugins, welche sich der Codeformatierung annehmen.

Mithilfe einer modifizierten Version der Google-Bibliothek code-prettify wird der Quelltext eingefärbt

Problematisch an diesen Plugins ist allerdings, dass der Nutzer in meisten Fällen alle Beiträge entsprechend anpassen muss. Bei einigen Beiträgen mag dies noch funktionieren, aber bei einigen tausenden Beiträgen ist dies relativ unpraktisch. Abhilfe schafft hier das Plugin Code Prettify von Kaspars Dambis.

Code Prettify
Preis: Kostenlos

Mithilfe einer modifizierten Version der Google-Bibliothek code-prettify wird der Quelltext eingefärbt. Alle pre-Blöcke werden entsprechend behandelt und dies führt zu einem ansehnlicheren Quelltext:

public int doFooBar() {
    int prime = generatePrime();
    return prime * 3.14;
}

Die Entwicklung des Plugins findet auf GitHub statt. Lizenziert ist Code Prettify unter der Apache License in der Version 2 und damit freie Software.