Case-sensitives Startvolume unter macOS

Vor einigen Tagen schrieb ich darüber das Steam unter macOS nicht mit einem Dateisystem funktioniert, wenn dieses case-sensitiv ist. Dass bedeutet das die Dateien test.txt und Test.txt zwei unterschiedliche Dateien aus Sicht des Betriebssystems sind. Bei case-insensitiven Systemen hingegen, wären dies die gleichen Dateien. Wird die case-sensitive Variante als Startvolume unter macOS betrieben so führt dies mittelfristig nur zu Problemen.

Das Startvolume unter macOS sollte im case-insensitiven Modus formatiert werden

Hintergrund ist das besagte Apps wie Steam oder die Adobe Suite mit einem case-sensitiven Dateisystem nicht zurechtkommen. Dies führt im einfachsten Fall dazu das die Applikation nicht startet, kann aber wie z.B. bei Nextcloud zu seltsamen Abstürzen führen. Als Lösung für dieses Problem bietet sich leider nur die Neuinstallation mit der case-insensitiven Variante von APFS an.

Mac OS X installieren oder reparieren

Nach dem Mac OS X ab Lion ohne Datenträger vertrieben wird, hat sich auch die Neuinstallation bzw. die Reperatur etwas verändert. Diese erfolgt nun über das Rettungssystem von Mac OS X. Um dieses System zu starten muss während des Starts des Macs die Tastenkombination:

Command + R

gedrückt werden. Damit wird beim Start automatisch das Rettungssystem geladen. Wird ein Mac mit einer leeren oder neuen Festplatte gestartet so wird das Rettungssystem automatisch aus dem Internet heruntergeladen und anschließend gestartet. Im Rettungssystem kann nun unter anderem die Neuinstallation angestossen werden.

Ubuntu Server auf einem Linutop 2 installieren

Bei Linutop handelt es sich um eine Reihe von Kleinstrechnern. Der Linutop 2 ist dabei Baujahr 2008, besitzt einen AMD Geode LX800, welcher mit 800 Mhz getaktet ist. Daneben befindet sich in dem Gerät 512 MiB Arbeitsspeicher. Auf einem solchen Gerät wollte ich nun Ubuntu in der Servervariante installieren. Als Version kommt dabei nur die 12.04 LTS, welche bis April 2017 unterstützt wird, in Frage.

Der Grund hierfür ist das der AMD Geode LX800 kein PAE unterstützt, neue Ubuntu-Versionen dieses aber zwingend voraussetzen. Im ersten Schritt muss die Netboot-Variante (non-pae) heruntergeladen werden. Die mini.iso kann dann mit Tools wie UNetbootin auf einem USB Stick gespielt werden.

Ein Linutop 2

Ein Linutop 2

In diesem Fall wird das System von und auf diesem USB-Stick installiert. Der Grund dafür ist der 1 Gigabyte große Flashspeicher welcher nicht ausreicht um das System zu installieren. In der Standardkonfiguration weist Ubuntu der Systempartionen 512 MB und der Swap-Partion ebenfalls 512 MB zu. Wenn man der Systempartion die gesamten 1000 Megabyte zuweist, sollte sich der Ubuntu Server auch auf dem internen Flashspeicher installieren lassen, allerdings verfügt man dann nur noch über knapp 100 Megabyte freien Speicher.

Wenn man bei der Installation stattdessen das ganze auf einem angeschlossenen USB Stick installiert, sollte auch genug Platz für andere Aufgaben da sein. Die 1 Gigabyte große Flashdisk, kann dabei als Swapspeicher genutzt werden. Für die Installation muss der Linotop ans Netz angeschlossen sein. Nachdem man die grundlegenden Einstellungen vorgenommen hat, dauert die Installation zirka 60 bis 90 Minuten. Anschließend kann das System genutzt werden.

Fully Automatic Installation

Wenn man eine Menge Rechner mit einem Linux bespielen möchte, so kann das je nach Distribution eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Einfacher wird es mit der freien Software Fully Automatic Installation kurz FAI. Das Projekt entstand, als der Autor von FAI, einen Linux-Cluster mit einem Server und 16 Rechnern im Jahre 1999 installieren musste. Da er automatische Installationen unter Solaris gewöhnt war, wollte er ein ähnliches System für Linux.

Eine vollautomatische Installation in Aktion

Eine vollautomatische Installation in Aktion

Mit Hilfe von FAI ist es möglich hunderte Server in wenigen Minuten zu installieren. Das verringert die Fehler, welche bei der Installation gemacht werden können, da jede Installation nach dem gleichen Prozess und vollautomatisch abläuft. Seit kurzen unterstützt FAI dabei auch das neue Dateisystem btrfs. Zu finden ist FAI unter fai-project.org. Lizenziert ist die Software unter der GPL in der Version 2 – der Quelltext ist auf GitHub zu finden.

Homebrew deinstallieren

Bei Homebrew handelt es sich neben MacPorts um einen Paketmanager für Mac OS X. Möchte man Homebrew wieder loswerden empfiehlt die offizielle FAQ folgendes Skript:

#!/bin/sh
# Just copy and paste the lines below (all at once, it won't work line by line!)
# MAKE SURE YOU ARE HAPPY WITH WHAT IT DOES FIRST! THERE IS NO WARRANTY!

function abort {
echo "$1"
exit 1
}

set -e

/usr/bin/which -s git || abort "brew install git first!"
test -d /usr/local/.git || abort "brew update first!"

cd `brew --prefix`
git checkout master
git ls-files -z | pbcopy
rm -rf Cellar
bin/brew prune
pbpaste | xargs -0 rm
rm -r Library/Homebrew Library/Aliases Library/Formula Library/Contributions
test -d Library/LinkedKegs && rm -r Library/LinkedKegs
rmdir -p bin Library share/man/man1 2> /dev/null
rm -rf .git
rm -rf ~/Library/Caches/Homebrew
rm -rf ~/Library/Logs/Homebrew
rm -rf /Library/Caches/Homebrew

Nach dem erfolgreichen Durchlauf des Skriptes, sollte Homebrew Geschichte sein. Dabei ist zu beachten, das dass Skript nur funktioniert, wenn Homebrew unter /usr/local installiert wurde, was allerdings der Normalfall sein sollte.