WinBox unter macOS nutzen

WinBox ist ein Werkzeug zur Verwaltung und Konfiguration von MikroTik-Routern. Neben den gewöhnlichen Werkzeugen zur Verwaltung eines MikroTik-Routers, ist es mittels WinBox möglich, sich über die MAC-Adresse mit dem Router zu verbinden. Dies ist immer dann relevant und praktisch, wenn der entsprechende Router über keinerlei IP-Konfiguration verfügt.

WinBox unter macOS

Verfügbar ist WinBox leider nur für Windows. Allerdings kann WinBox durchaus unter macOS genutzt werden. Im Netz gibt es dafür eine Reihe von Anleitungen, um WinBox mittels Wine unter macOS auszuführen. Wesentlich praktischer ist es beim Projekt WinBox-Mac vorbeizuschauen, welches auf GitHub entwickelt wird. WinBox-Mac ist ein Paket, welches Wine und andere benötigte Komponenten bereits enthält. Installiert werden kann WinBox-Mac über den Paketmanager Homebrew:

brew cask install nrlquaker-winbox

Nach der Installation kann WinBox-Mac wie eine gewöhnliche macOS-Applikation gestartet und genutzt werden. Der Wrapper selbst ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Partitionierung auf dem Terminal unter macOS

Für macOS war ich auf der Suche nach einem Tool für die Partitionierung von Datenträgern, welches sich für die Nutzung im Terminal eignete. Am liebsten wäre mir eine Variante von cfdisk gewesen, welches durch die einfache Bedienung glänzt. fdisk auf dem Terminal ist in vielen Fällen doch etwas zu spartanisch. Fündig geworden bin ich schlussendlich bei gptfdisk, welches über den Paketmanager Homebrew installiert werden kann:

brew install gptfdisk

Mit diesem Paket werden drei Anwendungen installiert: gdisk, sgdisk und cgdisk. Während die ersten beiden Anwendungen reine Kommandozeilentools sind, verfügt cgdisk über eine interaktive Oberfläche.

cgdisk ist ein Clone von cfdisk

Nach dem Aufruf der Anwendung mit dem passenden Laufwerk:

sudo cgdisk /dev/disk4

können die entsprechenden Operationen und Aktion über das Menü vorgenommen werden. Nach dem Abschluss der Operationen kann der Nutzer die Änderungen über das Write-Kommando auf die Festplatte schreiben und anschließend das Programm beenden.

Nginx unter macOS mittels Homebrew installieren und nutzen

Nginx wird für gewöhnlich unter Linux genutzt. Für Entwicklungszwecke kann es interessant sein Nginx unter macOS zu betreiben. Zur Installation von Nginx wird Homebrew benötigt. Homebrew ist ein Paketmanager für macOS, mit welchem viele Open-Source-Projekte unter macOS installiert werden können. Ist Homebrew installiert kann Nginx auf dem Terminal mittels:

brew install nginx

installiert werden. Standardmäßig läuft Nginx bei der Installation über Homebrew auf dem Port 8080. Hintergrund ist das der Webserver somit ohne root-Rechte bzw. ohne sudo genutzt werden kann. Wird der Port auf 80 oder generell auf einen Port kleiner 1024 gestellt, werden wieder entsprechende administrative Rechte benötigt. Soll der verwendete Port geändert werden, muss die Konfigurationsdatei angepasst werden:

nano /usr/local/etc/nginx/nginx.conf

In dieser findet sich folgender Block:

server {
  listen       8080;
  server_name  localhost;

Dort kann anschließend der Port geändert werden. Neben dem Port kann dort die Default-Location geändert werden. Dazu wird der server-Block bzw. dessen Unterblock, der location-Block angepasst:

location / {
  root /Users/seeseekey/Web;
  autoindex on;

Die root-Direktive gibt den Pfad an, welcher über den Webserver ausgeliefert wird. Die Option autoindex sorgt für das entsprechende Directory-Listing, was für Entwicklungszwecke nützlich sein kann. Gestartet und gestoppt werden kann der Service mittels:

brew services start nginx

bzw.

brew services stop nginx

Natürlich kann dies mittels restart in einem Rutsch erledigt werden:

brew services restart nginx

Anschließend kann Nginx mit der veränderten Konfiguration genutzt werden.

Plugins in der Custom Firmware der PSP installieren

Sobald auf einer Playstation Portable eine Custom Firmware installiert wurde, kann diese mit Hilfe von Plugins erweitert werden. Es existiert eine Fülle von Plugins für die Playstation Portable. Die meisten Plugins sind für die Version 6.60 der Firmware entwickelt worden. Allerdings laufen Sie meist ohne Probleme mit der letzten Version 6.61. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man sich mit einem Plugin behelfen. Dieses sorgt dafür das für die Version 6.60 entwickelte Plugins auch unter der Version 6.61 laufen. Ich persönlich nutze zwei Plugins:

  • PRXShot
  • Game Categories Lite

Das erste Plugin dient dazu Screenshots auf der Playstation Portable zu machen, während das zweite Plugin eine Möglichkeit bietet die installierten Anwendungen zu kategorisieren. Nachdem man ein solches Plugin heruntergeladen hat, stellt sich allerdings die Frage wie dieses installiert wird. Die Plugins selber bestehen meist aus einer PRX-Datei oder einem Ordner mit einer solchen Datei und zusätzlichen Daten. Diese Datei bzw. der Ordner muss in das Verzeichnis SEPLUGINS auf der PSP bzw. dem Memory Stick kopiert werden. Anschließend muss festgelegt werden in welche Kontext das Plugins aktiv sein soll. Die Playstation Portable kennt dabei folgende Kontexte:

  • GAME
  • GAME150
  • POPS
  • VSH

Bei GAME wird das Plugin aktiviert, sobald ein PSP-Spiel gestartet wurde. GAME150 ist der Kontext für Homebrew-Software. Der POPS-Kontext kommt zum tragen wenn ein Playstation 1 gestartet wird. Der letzte Kontext mit dem Namen VSH dürften den meisten Leuten unter dem Namen XMB bekannt sein. Es handelt sich um das Menü der Playstation Portable. Um zu definieren in welchem Kontext das Plugin laufen soll, müssen im SEPLUGINS-Verzeichnis eine Reihe von Dateien angelegt werden:

GAME.TXT
GAME150.TXT
POPS.TXT
VSH.TXT

Soll nun ein Plugin in entsprechenden Kontext aktiv sein, so muss dieses in der dazugehörigen Datei aktiviert werden. Für das Plugin PRXShot würde dies z.B. so aussehen:

ms0:/seplugins/prxshot/prxshot.prx 1

Jedes Plugin kann in mehreren Kontexten aktiviert werden, allerdings ist darauf zu achten, das nicht jedes Plugin in jedem Kontext läuft. Meist ist dies aber in der Dokumentation des entsprechenden Plugins beschrieben. Sobald das Plugin aktiviert ist, kann es in allen Kontexten, für die es aktiviert wurde, genutzt werden.

PlayStation Portable 1000 jailbreaken

Die PlayStation Portable ist ein zwischen 2004 und 2014 hergestellter Handheld von Sony. Auch heute kann sich die Anschaffung einer PSP noch lohnen. Dank Homebrew eignet sich die PSP als perfektes Gerät zur Emulation alter Konsolen. Dazu muss allerdings erst ein Jailbreak vorgenommen werden. Durch diesen wird es möglich eigene Software auf der PSP auszuführen. Dazu muss eine sogenannte Custom Firmware kurz CFW (im Gegensatz zur Official Firmware kurz OFW) auf der PlayStation Portable aufgespielt werden. Je nach Modell unterscheidet sich das Prozedere ein wenig. In diesem Artikel soll es nur um die erste Generation der PSP, die PSP 1000 bzw. die PSP 1004 in Europa gehen.

Eine PSP der ersten Generation

Im ersten Schritt sollte die Firmware der PlayStation Portable auf die aktuelle Version 6.61 gebracht werden. Dazu kann das passende Image von der offiziellen Seite bei Sony heruntergeladen werden. Der Download des Firmware-Updates erfolgt in Form einer EBOOT.PBP-Datei. Diese Datei muss auf dem Memory Stick der PSP abgelegt werden. Dazu wird diese per USB mit dem Computer verbunden. Dadurch wird der Memory Stick als USB-Laufwerk eingebunden. Die Datei wird nun im Ordner:

PSP/GAME/UPDATE/

abgelegt. Der Ordner UPDATE muss dabei meist noch erstellt werden. Anschließend wird das USB-Gerät ausgeworfen und im XMB-Menü der PSP der Memory Stick ausgewählt. Dort findet sich nun das Update, welches gestartet werden sollte. Nachdem die Firmware aktualisiert wurde, kann im zweiten Schritt die Custom Firmware aufgespielt werden.

Die Aktualisierung der Firmware wird über das Menü gestartet

Im nächsten Schritt muss die PRO-C-Firmware heruntergeladen werden und ebenfalls im GAME-Ordner des Memory Stick hinterlegt werden. Dabei handelt es sich um folgende Ordner:

CIPL_Flasher	
FastRecovery	
PROUPDATE

welche ebenfalls in den GAME-Ordner kopiert werden müssen. Die für das Gerät passende Firmware kann über den PlayStationGuide bezogen werden. Nachdem die Dateien auf den Memory Stick kopiert wurden, wird im ersten Schritt die PRO-C-Firmware installiert.

Mit dem CPIL Flasher wird die Änderung der Firmware permanent gemacht

Anschließend muss die Änderung mittels des CPIL Flashers permanent hinterlegt werden. Ansonsten müsste die Firmware jedes mal nach dem Start mittels der FastRecovery-Anwendung geladen werden. Dies ist z.B. bei den neuen Versionen der PSP 2000 und der 3000er Serie der Fall. Dort ist keine permanente Installation einer Custom Firmware möglich. Nachdem die Firmware nun installiert wurde können die Firmware-Dateien komplett aus dem GAME-Verzeichnis entfernt und Homebrew-Anwendungen im GAME-Verzeichnis hinterlegt werden. Informationen rund um Homebrew auf der PSP finden sich im entsprechenden Wikibook.