Dateien ohne Zeilenumbruch am Ende finden

Für ein kleines Java-Projekt war ich auf der Suche nach einem schnellen Weg um Dateien darauf hin zu überprüfen, ob am Ende der Datei ein Zeilenumbruch zu finden ist. Fündig geworden bin ich beim Tool pcregrep. Nach der Installation unter Ubuntu mittels:

apt install pcregrep

kann das Ganze genutzt werden um Dateien ohne Zeilenumbruch am Ende zu finden. Dazu sollte in den gewünschten Ordner gewechselt und anschließend der Befehl:

pcregrep --include="java" -LMr '\n$' .

ausgeführt werden. In diesem Fall wird über die Option include sichergestellt das nur Dateien mit der Zeichenkette Java im Namen berücksichtigt werden.

Restic für Backups nutzen

Für Backups nutze ich seit vielen Jahren rsync-time-backup. Allerdings hörte ich in letzter Zeit viel gutes über die freie Software Restic. Restic selbst wird über GitHub entwickelt und ist unter der BSD-Lizenz in der Zweiklausel-Version lizenziert. Unter Linux und macOS kann Restic einfach über entsprechende Paketmanager installiert werden:

brew install restic

Restic arbeiten mit sogenannten Repositories. In einem Repository befindet sich das entsprechende Backup mit all seinen Versionen. Um ein solchen Repository anzugelegen wirde der Befehl:

restic init --repo ./

genutzt. Bei Restic ist jedes Backup automatisch verschlüsselt, sodass bereits beim Anlegen eines Backups ein entsprechendes Passwort vergeben werden muss. Die Daten werden mit AES, bei 256 Bit, verschlüsselt.

restic.net

Danach kann theoretisch mit dem ersten Backup begonnen werden:

restic -r /Volumes/Volume/ResticRepository backup /Users/User

In diesem Fall würde der Ordner /Users/User/ in das Restic-Repository gesichert. Bevor das Backup startet, muss das entsprechende Passwort des Repositorys eingegeben werden. Anschließend wird der Nutzer über den Fortschritt des Prozesses informiert:

repository 567f35fa opened successfully, password is correct
created new cache in /Users/User/Library/Caches/restic
[0:09] 10 files 4.296 MiB, total 451 files 224.551 MiB, 0 errors
/Users/User/System/btrfstune
/Users/User/System/busybox
...

Nach dem Abschluss des Backups erscheint eine entsprechende Meldung im Terminal:

Files:          25 new,     0 changed,     0 unmodified
Dirs:            2 new,     0 changed,     0 unmodified
Added to the repo: 616.694 KiB

processed 25 files, 615.493 KiB in 0:00
snapshot 6c0d7af6 saved

Nun verfügt der Nutzer über ein Backup Repository mit einem bzw. mehreren Snapshots. Die angelegten Snapshots können über dem Befehl:

restic -r /Volumes/Volume/ResticRepository snapshots

angezeigt werden. Der Nutzer erhält eine entsprechende Ausgabe im Terminal:

repository fd5947c7 opened successfully, password is correct
ID        Time                 Host        Tags        Paths
------------------------------------------------------------------------------
6c0d7af6  2020-01-05 10:09:15  Earth.local             /Users/User/System
31d3160f  2020-01-05 10:11:30  Earth.local             /Users/User/System
38d6cbca  2020-01-05 10:15:09  Earth.local             /Users/User/System
ea96fa22  2020-01-05 10:15:20  Earth.local             /Users/User/System
------------------------------------------------------------------------------
4 snapshots

Das beste Backup nutzt nichts, wenn es nicht wiederhergestellt werden kann. Dazu wird die Option restore genutzt:

restic -r /Volumes/Volume/ResticRepository restore 38d6cbca --target /Users/User/System

Anschließend wird der gewünschte Snapshop wieder hergestellt:

repository fd5947c7 opened successfully, password is correct
restoring  to /Users/User/System

Soll anstatt eines bestimmten Snapshot der letzte Snapshot wiederhergestellt werden so wird anstatt einer Snapshot-ID einfach latest als Wert angegeben. Soll nur eine einzelne Datei wiederhergestellt werden, ist das komplette zurückspielen eines Backup eher suboptimal. Für einen solchen Fall können die Snapshots im Dateisystem gemountet werden.

restic -r /Volumes/Volume/ResticRepository mount /Volumes/Volume/ResticRepositoryMounted

Anschließend wird das Repository im Dateisystem unter dem angegebenen Mountpoint eingebunden:

repository fd5947c7 opened successfully, password is correct
Now serving the repository at /Volumes/Volume/ResticRepositoryMounted
When finished, quit with Ctrl-c or umount the mountpoint.

Im Gegensatz zu den Befehlen zur Wiederherstellung des Backups muss beim Mounten keine Snapshot-ID angegeben werden. In der gemounteten Struktur werden stattdessen alle Snapshots angezeigt. Die gewünschte Datei zur Wiederherstellung kann somit gesucht und wiederhergestellt werden.

Beim Backup sollen in vielen Fällen bestimmte Dateien nicht gesichert werden. Dies können z.B. temporäre Dateien oder Caches sein. Um diese Datei vom Backup auszuschließen, kann ein sogenanntes Exclude File genutzt werden:

restic -r /Volumes/Volume/ResticRepository backup /Users/User/System --exclude-file="/Users/User/excludes.txt"

Eine solche Datei könnte z.B. wie folgt aussehen:

+ /etc/
+ /home/
+ /root/
+ /srv/
+ /usr/local/
+ /var/

- /*
- /var/cache/*
- /var/lib/lxcfs/*
- /var/log/*
- /var/tmp/*

Neben diesen Basisfunktionalitäten, verfügt Restic über weitere Funktionen, so z.B. zum Löschen alter Snapshots nach bestimmten Regeln. Alles in allem wirkt Restic für mich wie eine durchdachte Backup-Lösung, deren Nutzung durchaus ins Auge gefasst werden kann.

Einfacher HTTP-Server unter Python 3

Wer auf die Schnelle eine Webserver benötigt, kann hierfür unter anderem Python nutzen. Dazu muss aus der Python 3-Installation das entsprechende Modul gestartet werden:

python -m http.server

Damit wird ein lokaler HTTP-Server gestartet, welcher auf dem Port 8000 horcht. Soll stattdessen ein anderer Port genutzt werden, so kann der gewünschte Port einfach am Ende angehangen werden:

python -m http.server 7000

In diesem Fall würde der Server auf dem Port 7000 erreichbar sein. Natürlich sollte diese schnelle Lösung nicht für den produktiven Betrieb genutzt werden.

Medien unter WordPress bei Größenänderung neu berechnen

Wenn die Einstellungen für Medien unter WordPress geändert werden, so werden bestehende Bilder nicht angefasst. In bestimmten Konstellationen kann dies allerdings zu Problemen führen, z.B. bei Vorschaubildern. Deshalb ist es empfehlenswert die Bilder nach einer Änderung der Standardbildgrößen in den Einstellungen von WordPress neu zu berechnen. Hierfür existiert das Plugin Regenerate Thumbnails.

Regenerate Thumbnails
Preis: Kostenlos

Mithilfe des Plugins ist es mögliche alle Bilder in den entsprechend eingestellten Größen neu zu berechnen. Je nach Größe der Medienbibliothek kann dieser Vorgang einige Minuten bis Stunden einnehmen.

Das Plugin Regenerate Thumbnails

Der Quelltext des Plugins ist auf GitHub zu finden. Er ist unter der GPL in Version 2 lizenziert und damit freie Software.

Thunderbird mit dem Profilmanager starten

Die Mail-Anwendung Thunderbird lagert ihre Daten in sogenannten Profilen. Von diesen Profilen können mehrere gespeichert und genutzt werden. In einem Profil sind sämtliche Daten wie Mails und ähnliches hinterlegt. Unter Umständen kann es vorkommen, dass ein anderes Profil genutzt werden soll. In einem solchen Fall kann der Profilmanager aufgerufen werden.

Der Profilemanager von Thunderbird

Dazu muss Thunderbird mittels des Parameters -P gestartet werden:

thunderbird -P

Sollte das gewünschte Profil nicht auftauchen, so kann das gewünschte Profil auch direkt in der Konfiguration gesetzt werden. Je nach System befindet sich der Ordner mit den entsprechenden Profilen an unterschiedlichen Stellen:

Linux: ~/.thunderbird/xxx.default
macOS: ~/Library/Thunderbird/Profiles//
Windows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\%Benutzername%\Anwendungsdaten\Thunderbird\Profiles\xxx.default
Windows Vista/7/10; C:\User\%Nutzername%\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\xxx.default

In diesem Ordner findet sich eine Datei mit dem Namen profiles.ini:

[General]
StartWithLastProfile=1

[Profile0]
Name=default
IsRelative=1
Path=Profiles/n7m00lts.default
Default=1

Dort kann unter Path das gewünschte Profil gesetzt werden und anschließend Thunderbird mit diesem gestartet werden.