Adresse anhand einer Koordinate ermitteln

Im Umfeld von OpenStreetMap existieren eine Reihe von Diensten und APIs. Einer dieser Dienste ist Nominatim. Dabei handelt es sich um einen Geocoding-Dienst auf Basis der OpenStreetMap-Daten. Mithilfe der API kann anhand einer Koordinate in Form von Latitude und Longitude, eine Adresse ermittelt werden. Ein Beispielaufruf könnte wie folgt aussehen:

GET https://nominatim.openstreetmap.org/reverse?lat=53.49567958129127&lon=13.302898406982424&format=json

Gewöhnungsbedürftig an diesem Aufruf ist der Parameter format, über welchen das Format des Response definiert wird. Im Sinne einer sinnvollen REST-API, hätte dies besser über den Header-Parameter Accept gelöst werden sollen. Als Ergebnis erhält der Response die ermittelte Adresse:

{
    "place_id": 239463758,
    "licence": "Data © OpenStreetMap contributors, ODbL 1.0. https://osm.org/copyright",
    "osm_type": "way",
    "osm_id": 626862936,
    "lat": "53.4957878878448",
    "lon": "13.3026220240811",
    "display_name": "Weinbergsweg, Burg Stargard, Stargarder Land, Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern, 17094, Deutschland",
    "address": {
        "road": "Weinbergsweg",
        "town": "Burg Stargard",
        "county": "Stargarder Land",
        "state": "Mecklenburg-Vorpommern",
        "postcode": "17094",
        "country": "Deutschland",
        "country_code": "de"
    },
    "boundingbox": [
        "53.4949976",
        "53.4960744",
        "13.3023076",
        "13.3027343"
    ]
}

Neben der Geocoding-Funktionalität enthält der Dienst eine Reihe weiterer Funktionen, welche ihn zu einer Art Suchmaschine für OpenStreetMap-Daten machen. Die offizielle Projektseite des Dienstes ist unter nominatim.org zu finden. Der Quelltext des Dienstes ist auf GitHub zu finden. Das Projekt ist unter der GPL2 lizenziert und damit freie Software.

JavaScript-Animationen in 140 Zeichen

Damals, als die Welt noch in Ordnung war, erlaubte Twitter 140 Zeichen pro Tweet. Diese Grenze haben die Menschen hinter dem Projekt Dwitter genommen und in eine Herausforderung umgewandelt. Bei Dwitter geht es darum in maximal 140 Zeichen eine JavaScript-Animation zu erstellen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen; mittlerweile befinden sich etliche solcher Animationen auf der Seite und zeigen was in 140 Zeichen alles möglich ist.

In 140 Zeichen zu einer JavaScript-Animation

Zu finden ist das Projekt unter dwitter.net. Die Webseite, ein in Python geschriebenes Projekt, ist freie Software und unter Apache License in der Version 2 lizenziert. Der Quelltext kann über GitHub bezogen werden.

Daten unter Java in ein Byte-Array umwandeln

Für ein Projekt wollte ich eine Liste von long-Werten unter Java in ein einzelnes Byte-Array umwandeln. Dafür kann unter Java die Klasse ByteBuffer genutzt werden. In diesem Beispiel wird eine Liste namens dataStream definiert:

List dataStream = new ArrayList<>();

In dieser Liste befinden sich eine unbestimmte Anzahl von Werten. Mit der Klasse ByteBuffer kann diese Liste bzw. die Werte in der Liste in ein Byte-Array überführt werden:

ByteBuffer byteBuffer = ByteBuffer.allocate(dataStream.size() * 8);

for(long value: dataStream) {
	byteBuffer.putLong(value);
}

byte[] array = byteBuffer.array();

Im ersten Schritt wird der ByteBuffer mit einer Kapazität angelegt, welcher der Größe der long-Werte in Byte entspricht. Anschließend werden die long-Werte in den ByteBuffer geschrieben. Ist dies geschehen kann ein Byte-Array aus dem ByteBuffer erstellt werden. Damit ist die Umwandlung abgeschlossen.

curl zur Abfrage von REST-APIs benutzen

Die Aufgabe des freien Kommandozeilentools curl ist einfach beschrieben: Datentransfer. So unterstützt curl unterschiedlichste Protokolle wie FTP, HTTP, HTTPS, IMAP, SCP, SMB und viele mehr. Ein einfacher Download einer Datei über HTTP bzw. HTTPS würde mit curl wie folgt aussehen:

curl -O https://example.com/file.zip

Auch ein Transfer z.B. per FTP ist kein Problem:

ftp://example.com/file.zip

Allerdings beherrscht curl wesentlich mehr Operationen als nur das Herunterladen von Dateien. So kann curl genutzt werden, um REST-APIs zu benutzen. Diese APIs arbeiten nicht nur mit dem HTTP-Verb GET, sondern auch mit anderen Verben wie POST und PUT. Ein einfacher GET-Request wurde mittels curl wie folgt aussehen:

curl -X GET https://example.com/

Ein POST-Request wird auf die gleiche Art durchgeführt:

curl -X POST https://example.com/

Sollen zusätzlich Daten übertragen werden, so geschieht dies mit dem Parameter -d:

curl -X POST https://example.com/  -d '{
	field: "data",
	field2: "data",
	field3: "data"
}'

Damit werden die Daten im Body des Requests mitgesendet. Auch die Übergabe von Headern ist mittels curl möglich:

curl -X POST https://example.com/ 
 -H 'HeaderField: headerValue'
 -d '{
	field: "data",
	field2: "data",
	field3: "data"
}'

Manche APIs und andere Services blockieren Abrufe über curl manchmal. Dabei wird der Useragent von curl ausgesperrt. Allerdings kann dieser einfach geändert werden:

curl -A "Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64; rv:66.0) Gecko/20100101 Firefox/66.0" -X GET https://example.com/

Damit können solche fragwürdigen Maßnahmen, welche zum Ausschluss von curl führen, umgangen werden. Daneben verfügt curl über viele weitere Operationen bzw. Optionen. So kann z.B. mittels des Parameters -I nur der Header des Response bezogen werden:

curl -I -X GET https://example.com

Somit bietet curl die entsprechende Funktionalität um REST-APIs für Tests und ähnliches flexibel abzufragen.

Tomb Raider in Open Source

Das 1996 erschienene Tomb Raider, mit Lara Croft in der Rolle der taffen Archäologin, galt und gilt als Meilenstein des Action-Aventure. Seitdem sind etliche weitere Teile entstanden. Auch die alten Teile sind bei vielen Fans immer noch sehr beliebt.

Die Projektseite von Open Tomb

So existieren einige Open Source-Projekte rund um Tomb Raider. Eines dieser Projekte ist Open Tomb, welches unter opentomb.github.io zu finden ist. Das Ziel des Projektes ist eine Reimplementation der Engine welche für Tomb Raider 1 – 5 genutzt wurde. Lizenziert ist das Projekt unter der LGPL3 und damit freie Software.  

Neben dem OpenTomb-Projekt existieren weitere Projekte, wie das OpenLara-Projekt, welches die Engine im Browser nachbaut. Eine spielbare Demo existiert auf der Projektseite; der Quelltext ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist OpenLara unter der BSD-Lizenz, in der Zwei-Klausel-Version.