bsnes; neu aufgelegt

Im Oktober 2004 erblickte der Emulator bsnes das Licht der Welt. Im Gegensatz zu anderen Emulatoren für das Super Nintendo Entertainment System hatte bsnes einen Vorteil: er emulierte die Spiele akkurat. Erreicht wurde dies dadurch das der Emulator das SNES ohne irgendwelche Hacks und Abkürzungen emulierte. Stattdessen wurden die einzelnen Chips, wie der SPC 700 oder der Super FX Chip, taktgenau emuliert. Das wiederum wirkte sich auf die Systemvorraumsetzungen aus, so das bsnes entsprechend CPU lastig war. Dieser Aufwand bei der Emulation führte dazu das bsnes der einzige SNES-Emulator war, welcher alle kommerziell erhältlichen Spiele des SNES fehlerfrei emulieren konnte.

Die aktuelle Version des Emulators bsnes

Im Laufe der Jahre wurde aus bsnes der Emulator higan. Dieser emulierte nicht nur das SNES, sondern auch andere Systeme wie das Nintendo Entertainment System, die Game Boy-Familie und das Sega Master System. In der Community kamen Versionen wie bsnes-classic auf, welche versuchten die ursprüngliche Version weiterzuentwickeln. Mitte Mai verkündete byuu die Wiederaufnahme des bsnes-Projektes.

Neben der Auskopplung als Standalone SNES Emulator, welcher den Kern von higan nutzt, soll das ganze aufgrund eines auf mehrere Thread aufgeteilten Rendering entsprechend performant aber auch akkurat emuliert werden. Im Gegensatz zum ursprünglichen bsnes, soll ein verstärkter Fokus auf eine einfache Handhabung gelegt werden. Dies umfasst unter anderem das direkte Laden von ROMs, das automatische Mapping von Gamepads und die Unterstützung für Soft-Patching. Kurz zusammengefasst hat es byuu in der entsprechenden Ankündigung:

The goal is to provide all of the recent higan SNES emulation improvements and the SNES preservation project work to a wider audience.

Bezogen werden kann die aktuelle Version von bsnes über die Projektseite. Aktuell stehen nur Binaries für Windows zur Verfügung; Linux und macOS sollten allerdings folgen. Der dazugehörige Quellcode (bzw. der von higan) befindet sich auf GitLab und ist unter der GPL in Version 3 lizenziert. Damit ist higan und das wieder aufgelegte bsnes freie Software.

ESP8266 als Apple I Emulator

Mit dem ESP8266 wurde schon eine Vielzahl von interessanten Projekten entwickelt. Eines der Projekte welches aus der Menge heraussticht, ist ein Emulator für den Apple I. Besonders ist dabei nicht der Emulator als solches, sondern die Art wie er an den Bildschirm angeschlossen wird. Über einen Draht wird das Bild als PAL Signal ausgestrahlt und kann somit von jedem Fernseher empfangen werden.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=rCqbB1UmW8o

Das System wird fast komplett kabellos betrieben, denn die Eingabe über die Tastatur erfolgt ebenfalls kabellos mittels Telnet. Um Software auf den Rechner zu bringen, ist ein TFTP-Server implementiert.

Das NodeMCU-Board in Version 3, mit einem verbauten ESP8266

Der Emulator emuliert die MOS 6502 CPU in ihrer Originalgeschwindigkeit von einem Megahertz und stellt 20 Kilobyte an RAM zur Verfügung. Das Projekt ist auf GitHub zu finden. Es ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Commodore 64 Emulator für macOS

Für macOS war ich auf der Suche nach einem Commodore 64 Emulator welcher nicht den Namen VICE trägt. Fündig wurde ich bei VirtualC64; einem Emulator geschrieben von Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann, welcher an der Hochschule Karlsruhe lehrt.

VirtualC64 mit dem ikonischen Begrüßungsschirm

Im Gegensatz zu vielen anderen Emulatoren benötigt der Emulator einige ROMs um zu funktionieren. Damit gemeint sind das Kernal-ROM, das Basic-ROM, das Character-ROM und das VC1541-ROM. Diese müssen für die Emulation von entsprechender Seite bezogen werden.

Bei der Entwicklung des Emulators gab es drei Ziele. Das erste Ziel war die genaue taktgenaue Emulation und die damit verbundene große Kompatibilität. Daneben sollte der Emulator einfach zu bedienen und der Quellcode gut dokumentiert und einfach zu verstehen sein. Der Emulator ist freie Software und unter der GPL lizenziert. Auf GitHub ist der dazugehörige Quelltext zu finden. VirtualC64 kann über die Seite des Autors bezogen werden.

1001 MS-DOS Spiele

Das Internet Archiv (archive.org) hat vor einigen Tagen knapp 2400 MS-DOS Spiele aus den 80er und 90er Jahren auf seinen Seiten zur Verfügung gestellt. Nach der Veröffentlichung von einigen hundert Arcadespielen, ist dies nun die zweite größere Veröffentlichung in diesem Bereich.

Commander Keen auf archive.org

Commander Keen auf archive.org

Die Spiele stehen dabei auf der entsprechenden Unterseite zur Verfügung. Sie stehen dabei als Stream zur Verfügung, was bedeutet das man die Spiele mittels des MESS-Emulators im Browser spielen kann. Das Internet Archive verfügt über eine Ausnahmegenehmigung vom DMCA, welche es dem Archiv erlaubt, die Spiele zum Zwecke der Langzeitarchivierung zu erhalten und der Öffentlichkeit bereitzustellen.

Javascript mächtig es ist

In den ersten Jahren nach seiner Erfindung war Javascript nicht mehr als ein Spielzeug. Mittlerweile hat sich die Sprache allerdings emanzipiert. Dinge welche früher unmöglich erschienen sind nun problemlos möglich. Ein eindrucksvolles Beispiel für diese Aussage ist Javascript PC Emulator von Fabrice Bellard.

Der Emulator bootet ein Linux

Der Emulator bootet ein Linux

Der Emulator simuliert einen x86-PC komplett im Browser. Im einzelnen simuliert er dabei unter anderem eine 32-Bit CPU, einen Interrupt Controller und Timer sowie ein IDE Interface mit einer entsprechenden Festplatte. Der Autor führt die technischen Details auf seiner Webseite weiter aus. Der Emulator selbst ist unter bellard.org/jslinux/ zu finden.