Volume Group auf eine zweite Festplatte erweitern

Wer unter Linux den Logical Volume Manager, kurz LVM nutzt, gewinnt an Flexibilität was die Nutzung von Festplatten und die entsprechende Aufteilung von Partionen und Ähnlichem angeht. So kann zum Beispiel eine Partion einfach auf eine zweite Festplatte erweitert werden. Dazu muss im ersten Schritt ein neues Physical Volume erstellt werden:

pvcreate /dev/sdb

Tritt dabei eine Fehlermeldung auf:

WARNING: Device for PV KT64tM-fAuf-zWoj-WuGQ-c5na-Z4x1-5NNwHq not found or rejected by a filter.
Can’t initialize physical volume “/dev/sdb” of volume group “vgubuntu” without -ff
/dev/sdb: physical volume not initialized.

muss die entsprechende Festplatte vorher mittels des wipefs-Kommandos bereinigt werden:

wipefs -a /dev/sdb

Anschließend kann das Physical Volume erstellt werden. Im nächsten Schritt muss die entsprechende Volume Group um das neue Physical Volume erweitert werden:

vgextend elementary-vg /dev/sdb

Ist die Volume Group nicht bekannt, so können die vorhandenen Volume Groups über das Kommando:

vgs

eingesehen werden. Nachdem dies geschehen ist, solle der Speicherplatz der entsprechenden Partion zugewiesen und das Dateisystem erweitert werden:

lvm lvextend -l +100%FREE /dev/elementary-vg/root
resize2fs -p /dev/mapper/elementary--vg-root

Damit wurde die zweite Festplatte erfolgreich eingebunden und das Dateisystem entsprechend erweitert.

elementary OS

Linux-Distributionen gibt es förmlich wie Sand am Meer. Eine Distribution, welche ein wenig hervorsticht ist dabei “elementary OS”. Wenn man auf der Webseite umschaut, wird man feststellen, das die Oberfläche etwas an Mac OS X erinnert. elementary OS konzentriert sich dabei darauf, dem Nutzer eine konsistente Oberfläche und ein entsprechendes Nutzererlebnis zu liefern.

elementary1

Das führt dazu, das es unter elementary OS im Standardumfang nur Anwendungen gibt, welche GTK+ als Toolkit nutzen. Alle Standardanwendungen nutzen somit das gleiche Toolkit, was dem Look & Feel zu gute kommt. Wer hier einen Firefox sucht, wird enttäuscht werden.

Technisch basiert elementary OS auf Ubuntu 12.04, ist allerdings im Gegensatz zu diesem nur für die Plattformen x86 und x86-64 verfügbar. Eine Portierung auf ARM Prozessoren wäre wünschenswert. Durch die Deaktivierung unnötiger Dienste, fühlt sich das ganze in der Bedienung sehr flott an. Die offizielle Seite von elementary OS ist unter http://elementaryos.org/ zu finden.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elementary_%28Software%29#elementary_OS