Die Diskrepanz zwischen dem hier und jetzt

Gegenwart nimmt das menschliche Gehirn in Abschnitten von je drei Sekunden war. Danach wird das erlebte als Vergangenheit eingeordnet. Interessant wird das ganze in großen Skalen, wenn man sich z.B. das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße anschauen möchte.

Sagittarius A* im galaktischen Zentrum

So wird Sagittarius A* in knapp zwei Jahren eine große Gaswolke verschlingen. Da Licht sich allerdings nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, ist das ganze schon längst passiert. Und zwar bereits vor knapp 30.000 Jahren. Mittlerweile könnte im Zentrum der Milchstraße ein riesiges Einkaufszentrum stehen und wir wüsten nichts davon. Eine absurde Vorstellung.

Allerdings hat diese Abhängigkeit von der Position und der Lichtgeschwindigkeit durchaus Vorteile. So ist es uns möglich in die Vergangenheit des Universums zu schauen. Auch andere Effekte sind dadurch möglich. So wurde vor kurzem eine Supernova beobachtet welche vor ein paar Jahrhunderten (1572) bereits auf der Erde beobachtet wurde. Was war passiert? Das Licht des Ereignisses wurde durch ein Nebel von anderer Stelle nochmal auf die Erde reflektiert.

Ich glaube beim Universum sollte man sich an Douglas Adams halten, der im Buch “Das Restaurant am Ende des Universums” schrieb:

Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. – Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.

Ich fürchte er hatte recht ;)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sagittarius_A*
http://de.wikipedia.org/wiki/Galaktisches_Zentrum

Towel Day

Heute ist 42 ähm Towel Day, also packt eure Handtücher ein und dann lasst uns Douglas Adams gedenken. Und damit wir wissen warum ein Handtuch so wichtig ist hier ein Ausschnitt aus Per Anhalter durchs All:

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er autoniatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade “verloren” hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

Mehr Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day