Maps mittels GSON deserialisieren

GSON ist eine von Google entwickelte Java-Bibliothek, welche ursprünglich für den internen Gebrauch bei Google gedacht war. Mit dieser ist, neben vielen anderen Dingen, unter anderem die Serialisierung von Java-Objekten in JSON möglich. Gegeben sei für ein kleines Beispiel die Klasse FooObject:

public class FooObject {

    private int id;
    private String key;
    private String value;

    public FooObject(int id, String key, String value) {
        this.id = id;
        this.key = key;
        this.value = value;
    }

    public int getId() {
        return id;
    }

    public String getKey() {
        return key;
    }

    public String getValue() {
        return value;
    }
}

Die Klasse besteht aus drei internen Variablen, welche eine Id, einen Key und einen Value halten. Daneben existieren ein Konstruktor und drei Getter-Methoden für die Rückgabe der internen Variablen. Mithilfe von GSON kann eine Instanz der Klasse einfach zu JSON serialisiert werden:

Gson gson = new Gson();
FooObject fooObject = new FooObject(1, "keyA", "valueA");
String jsonFooObject = gson.toJson(fooObject);

Heraus kommt bei dieser Serialisierung folgendes JSON-Objekt:

{
   "id":1,
   "key":"keyA",
   "value":"valueA"
}

Auch die Deserialisierung des Objektes mittels GSON ist kein Problem:

fooObject = gson.fromJson(jsonFooObject, FooObject.class);

Interessanter und komplizierter wird es, wenn Maps mittels GSON serialisiert werden sollen:

Map values = new HashMap<>();
values.put("A", new FooObject(1, "keyA", "valueA"));
values.put("B", new FooObject(2, "keyB", "valueB"));
values.put("C", new FooObject(3, "keyC", "valueC"));

Die Serialisierung gestaltet sich noch einfach:

String json = gson.toJson(values);

Bei der Deserialisierung mittels:

Map map = gson.fromJson(json, Map.class);

erhält der Nutzer allerdings eine LinkedTreeMap. Auf die Werte der Map kann durchaus zugegriffen werden:

String value = map.get("A").get("key");

Allerdings schlägt die Umwandlung in ein Objekt vom Typ FooObject fehl:

FooObject fooObjectB = map.get("A");

Stattdessen erhält der Nutzer eine ClassCastException:

Exception in thread "main" java.lang.ClassCastException: com.google.gson.internal.LinkedTreeMap cannot be cast to org.example.console.FooObject

Damit der Cast gelingt muss bei der Deserialisierung der Map anders gearbeitet werden:

import com.google.gson.Gson;
import com.google.gson.reflect.TypeToken;

import java.lang.reflect.Type;

...

Type type = new TypeToken>(){}.getType();
Map map = gson.fromJson(json, type);

Damit kann die Map mit dem FooObject normal genutzt werden. Mithilfe des TypeTokens kann ein generischer Typ repräsentiert und somit für die Deserialisierung mittels GSON eingesetzt werden.

Example gefällig?

Immer wieder sieht man es dass man Mails von der Adresse “noreply@noreply.com” bekommt oder in irgendwelchen Dokumentationen Adressen nach dem Schema “irgendwer@irgendwo.com” oder “keine@vorhanden.de” aufgeführt sind. Das Problem an solchen Angaben ist, das sie sehr schlechte Beispiele sind. Wenn ich z.B. als Firma meine Bestellbestätigungen mit “noreply@noreply.com” als Absender abschicke und der Kunde doch antworten sollte, so hat der Eigentümer der Domain “noreply.com” plötzlich ein paar sehr interessante Informationen bekommen.

Gegen Dinge wie “noreply@seeseekey.net” ist nicht einzuwenden, so lange man Eigentümer der Domain ist. Wenn man das ganze nur als Beispiel oder zur Veranschaulichung dient so sollte man eine dieser Domains benutzen:

  • example.com
  • example.net
  • example.org
  • example.edu

Diese Domains sind durch die RFC 2606 als Beispieldomains reservieren und man kann sich auch darauf verlassen, das dies auch in der Zukunft so bleibt.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Example.com