Freier Decompiler von Avast

Wer kennt das nicht; man steht mitten im Nirgendwo und benötigt plötzlich einen Decompiler. Da passt es nur allzu gut, dass Avast vor einigen Tagen einen Decompiler veröffentlicht hat. Der Retargetable Decompiler war, laut Aussage von Avast knapp sieben Jahre in der Entwicklung, bevor er nun das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Mit Hilfe dieses Decompilers können Kompilate unterschiedlicher Architekturen (Intel x86, ARM, MIPS, PIC32 und PowerPC) decompiliert werden. Leider werden im Moment nur 32-Bit Binaries unterstützt. Auch die Liste der unterstützen Dateiformate für die zu decompilierende Datei reicht von ELF, PE, Mach-O, COFF, AR, Intel HEX bis zu reinem Maschinencode.

Die Online-Version des Decompilers

Als Plattformen für die Ausführung des Decompilers, werden offiziell Windows und Linux unterstützt. Unter macOS funktioniert die Ausführung ebenfalls, allerdings wird hier keine Garantie für die Funktionsfähigkeit gegeben. Daneben existiert eine Online-Version, mit welcher der Decompiler ausprobiert werden kann. Hierbei gilt eine Beschränkung von 10 MiB je Binary. Der Retargetable Decompiler unterstützt die statische Analyse der zu dekompilierenden Dateien, erkennt automatisch den verwendeten Compiler und Packer und ist in der Lange die Ausgabe in C und einer an Python angelehnten Syntax auszugeben. Der Quelltext des Decompilers ist auf GitHub zu finden. Das Projekt ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und damit freie Software. Der Download und weitere Informationen zum Retargetable Decompiler findet man auf der offiziellen Seite des Decompilers.

Der Raspberry Pi

Ein Minicomputer mit der Grundfläche einer Kreditkarte auf welchem Linux läuft und welcher über HDMI, USB und einen LAN Anschluss verfügt für 25 €? Gibt es und nennt sich Raspberry Pi und soll bald verfügbar sein.

In dem Rechner werkelt ein ARM mit 700 Mhz, sowie eine Broadcom GPU welche auch in der Lage sein soll H264 Material bis 1080p ruckelfrei zu dekodieren. Die Videoausgabe erfolgt über HDMI, die Tonausgabe über einen Klinkenstecker (oder wieder über HDMI). Den Raspberry Pi gibt es dabei in zwei Varianten, die teurere (25 €) verfügt noch üben einen Ethernetanschluss mit maximal 100 MBit/s.

An Linux Distribution laufen auf dem Rechner Debian, Fedora und ArchLinux. Ubuntu entgegen anders lautender Gerüchte allerdings nicht, was wohl der fehlenden ARM Unterstützung geschuldet sein soll. Alles in allem ist der Raspberry Pi ein sehr interessantes Gerät mit einer Fülle von Anwendungsmöglichkeiten (z.B. als Streaming Client). Bestellt werden kann er (sobald verfügbar) unter http://www.raspberrypi.org.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Raspberry_Pi_Foundation