Update-Skript für elementaryOS

Unter elementaryOS nutze ich neben der integrierten Paketverwaltung unter anderem auch Snappy und Flatpak. Es ist zwar unschön das sich die zentrale Paketverwaltung dadurch etwas zersplittert, aber leider existieren nicht alle benötigen Pakete in der Paketverwaltung. Bedingt dadurch fand ich den Update-Prozess allerdings etwas umständlich, sodass ich das Ganze in ein kleines Skript gegossen habe:

#!/bin/bash
apt autoremove -y && apt autoclean -y && apt update -y && apt dist-upgrade -y && apt autoremove -y && apt autoclean -y
flatpak update -y
snap refresh 
checkrestart

Mit dem Skript wird die zentrale Paketverwaltung aktualisiert, anschließend Snappy und dann Flatpak. Für die Nutzung des Kommandos checkrestart muss das Paket debian-goodies installiert werden.

Elasticsearch unter Ubuntu installieren

Elasticsearch ist eine Suchmaschine, welche in vielen Lösungen zum Einsatz kommt. Seit der Lizenzänderung vor ein paar Wochen ist Elasticsearch keine freie Software mehr, wird aber trotzdem in vielen Lösungen genutzt, welche noch nicht auf eventuelle freie Forks ausgewichen sind. Soll Elasticsearch unter Ubuntu installiert werden, so kann dies über den Paketmanager installiert werden. Im ersten Schritt muss das Paket apt-transport-https nachinstalliert werden:

apt install apt-transport-https

Anschließend kann die Fremdpaketquelle hinzugefügt werden:

echo "deb https://artifacts.elastic.co/packages/7.x/apt stable main" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/elastic-7.x.list

Diese wird benötigt, da Elasticsearch nicht in den offiziellen Paketquellen von Ubuntu enthalten ist. Damit die Installation über das Paket funktioniert, sollte der entsprechende Schlüssel hinzugefügt werden:

wget -qO - https://artifacts.elastic.co/GPG-KEY-elasticsearch | apt-key add -

Sollte beim Aufruf des Kommandos die Meldung:

E: gnupg, gnupg2 and gnupg1 do not seem to be installed, but one of them is required for this operation

erscheinen, muss das entsprechende Paket nachinstalliert werden:

apt install gnupg2

Anschließend kann Elasticsearch installiert werden:

apt-get update && sudo apt-get install elasticsearch

Standardmäßig ist Elasticsearch nach der Installation nur über den Localhost am Port 9200 erreichbar. Um dies zu ändern, muss die Konfiguration angepasst werden. Diese befindet sich im Ordner /etc/elasticsearch/ – sollen hier Änderungen vorgenommen werden, sollte die entsprechende Dokumentation zurate gezogen werden.

dig mit speziellem DNS-Server nutzen

Zum Abfragen von DNS-Servern kann unter Linux und macOS das Werkzeug dig genutzt werden. Unter Umständen muss dig unter Ubuntu erst installiert werden:

apt install dnsutils

Um mittels dig eine Domain aufzulösen, wird diese einfach als Parameter genutzt:

dig example.com

Anschließend wird die entsprechende Antwort geliefert:

; <<>> DiG 9.16.1-Ubuntu <<>> example.com
;; global options: +cmd
;; Got answer:
;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 48815
;; flags: qr rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 1, AUTHORITY: 0, ADDITIONAL: 1

;; OPT PSEUDOSECTION:
; EDNS: version: 0, flags:; udp: 65494
;; QUESTION SECTION:
;example.com.			IN	A

;; ANSWER SECTION:
example.com.		23658	IN	A	93.184.216.34

;; Query time: 0 msec
;; SERVER: 127.0.0.53#53(127.0.0.53)
;; WHEN: Tue Jan 26 09:07:13 CET 2021
;; MSG SIZE  rcvd: 56

Soll ein bestimmter DNS-Server abgefragt werden, so kann dies durch einen zusätzlichen Parameter mit einem vorangestellten At-Zeichen erledigt werden:

example.com @hydrogen.ns.hetzner.com.

Damit wird der entsprechende DNS-Server abgerufen:

; <<>> DiG 9.16.1-Ubuntu <<>> example.com @hydrogen.ns.hetzner.com.
;; global options: +cmd
;; Got answer:
;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 20394
;; flags: qr aa rd; QUERY: 1, ANSWER: 1, AUTHORITY: 3, ADDITIONAL: 1
;; WARNING: recursion requested but not available

;; OPT PSEUDOSECTION:
; EDNS: version: 0, flags:; udp: 4096
;; QUESTION SECTION:
;example.com.			IN	A

;; ANSWER SECTION:
example.com.		7200	IN	A	88.198.220.192

;; AUTHORITY SECTION:
example.com.		7200	IN	NS	ns3.second-ns.de.
example.com.		7200	IN	NS	ns.second-ns.com.
example.com.		7200	IN	NS	ns1.your-server.de.

;; Query time: 3 msec
;; SERVER: 2a01:4f8:0:1::add:1098#53(2a01:4f8:0:1::add:1098)
;; WHEN: Tue Jan 26 09:08:38 CET 2021
;; MSG SIZE  rcvd: 143

Dateien ohne Zeilenumbruch am Ende finden

Für ein kleines Java-Projekt war ich auf der Suche nach einem schnellen Weg um Dateien darauf hin zu überprüfen, ob am Ende der Datei ein Zeilenumbruch zu finden ist. Fündig geworden bin ich beim Tool pcregrep. Nach der Installation unter Ubuntu mittels:

apt install pcregrep

kann das Ganze genutzt werden um Dateien ohne Zeilenumbruch am Ende zu finden. Dazu sollte in den gewünschten Ordner gewechselt und anschließend der Befehl:

pcregrep --include="java" -LMr '\n$' .

ausgeführt werden. In diesem Fall wird über die Option include sichergestellt das nur Dateien mit der Zeichenkette Java im Namen berücksichtigt werden.

apt vs. apt-get

Wurde früher unter Debian oder Ubuntu ein Paket installiert, so wurde das Kommando apt-get dazu genutzt:

apt-get install mc

Seit Ubuntu 14.04 gibt es neben den Kommandos rund um apt-get, das Kommando apt. Ab Ubuntu 16.04 wurde offiziell empfohlen apt anstatt von apt-get und apt-cache zu nutzen. Da stellt sich natürlich die Frage wie sich die Kommandos voneinander unterscheiden? Bei den alten Kommandos musste für die Paketverwaltung mit apt-get und apt-cache gearbeitet werden, je nachdem welche Operation benötigt wurde. Die Installation wurde mit apt-get install vorgenommen. Für eine Suche über die Pakete wurde stattdessen apt-cache benötigt:

apt-cache search mc

Mit dem damals neu eingeführten Kommando apt gibt es nun ein einheitliches Interface für die Paketverwaltung:

apt install mc
apt search mc

Neben der Vereinheitlichung, bietet apt einige weitere Vorteile, so kann unter anderem der Fortschritt einer Operation angezeigt werden.

apt zeigt unter anderem den Fortschritt der Operation an

Im Grunde ist apt eine Zusammenführung der am häufigsten genutzten Kommandos zur Paketverwaltung unter einem Kommando. Bestimmte obskure Low-Level-Operationen, welche bei apt-get und apt-cache noch zu finden waren, wurden bei apt zugunsten der Benutzbarkeit weggelassen. Zusätzlich dazu sind die Standardeinstellungen von apt sinnvoller gesetzt.