Es ist dunkel. Ich schaue aus dem Fenster und dort ist Sie. Die schwarze Nacht. Ich frage mich ob Sie wirklich so ist, so bedrohlich. Oder bin ich es? Alles ist so seltsam. Ich überlege einen Moment doch ich weiß es nicht mehr. Aber irgendwann musste es doch angefangen haben. Es kam schleichend. Als ich es merkte war es zu spät. Doch kann es zu spät sein? Oder gibt es immer eine zweite Chance? Bekomme ich eine zweite Chance?
Mich überkommt ein Lächeln und ich überlege wer den eine zweite Chance verteilt? So viele ungelöste Fragen und keine Antworten in Sicht. Doch sind es wirklich die Antworten nach denen wir uns sehnen? Oder ist es etwas anderes? Werfen Antworten nicht immer Fragen auf?
Oder ist es nicht so das wir eines Tagen übersättigt sind. Alles ist in diesen Momenten so sinnlos. Vielleicht sind wir in diesen Augenblicken einfach nicht wir selbst. Wenn ich es nur wüste. Aber wäre es dann wirklich anders. Gibt es einen Weg das herauszufinden? Und wohin führt mich dieser Weg? Vielleicht in das Wunderland, vielleicht aber in den tiefen Abgrund meiner Seele.
Die Seele, welch seltsames Konstrukt. Ob ich eine Seele besitze? Kann man so etwas denn überhaupt besitzen? Oder ist es nur ein Leihgabe, ein Geschenk für begrenzte Zeit? Doch wo ein Beschenkter da auch jemand der schenkt. Gott? Nein ausgeschlossen. Gott ist nur eine Wahnvorstellung der Gesellschaft.
Doch was sagt das alles über meinen Zustand aus? Bin ich am Ende? Ist meine Kraft erschöpft oder erhebe ich mich aus der Asche und stelle mich der Herausforderung? Doch was ist die Herausforderung? Das Leben? Nein bestimmt nicht, schließlich endet es für jeden gleich. Bei einer Herausforderung muss es am Ende eine Belohnung geben. Und der Tod ist sicherlich keine Belohnung. Für mich kommt er einfach nicht in Frage. Ist es das vielleicht, ist es die Herausforderung … den Tod zu überleben?
