Es war Nacht. Das schale Mondlicht bildete mit Wald eine schaurige Kulisse. Leise hörte Amy den Wind, wie er sich durch die Landschaft bewegte. Sie stand wie angewurzelt angelehnt an einem Baum. Sie vernahm das Rascheln der Blätter im Wind, ihr angespanntes Atmen und wieder hörte Sie dieses seltsame und urplötzlich auftauchende Geräusch.
Sie hatte Angst. Nur wovor wusste Sie nicht. Es war eine alles vereinnahmende Angst. Die Angst umklammerte Sie. Amy wollte laufen, nur weg von dem Ort an dem sie sich befand. Sie wollte es doch ihre Beine gehorchten ihr nicht. Wieder und wieder vernahm Sie das Geräusch. Sie versuche die Richtung des Geräusches festzustellen, aber alles was Sie vernahm war ein dumpfes Schnaufen.
Es gab noch etwas was Sie quälte. Die Frage was Sie in diesem Wald zu suchen hatte. Sie wusste es nicht. Wie in Gottes Namen kam Sie in diesen Wald. Das letzte an das sie sich erinnern konnte, war wie Sie in ihrem Bett lag und versuchte einzuschlafen. War das die Lösung? War dies alles nur ein Traum? Aber warum wirkte alles so real? Was wenn es kein Traum war?
Ein Schauer überzog Sie. Ein Gefühl der absoluten Hilflosigkeit überfiel Sie. Sie war verwirrt und ängstlich. Das Geräusch wurde lauter. Es kam näher. Viel zu nahe. Amy fasste eine Entscheidung. Sie begann von einem auf den anderen Moment zu rennen. Sie drang immer tiefer in das Herz des Waldes vor. Amy war das egal. Für Sie zählte nur noch das Sie rannte. Das Ziel war irrelevant. Es war ein großer Wald, ein sehr großer Wald. Einige Bäume in diesem Wald mochten sicherlich ihre Tausend Jahre überstanden haben. Und mitten in diesem Wald irrte ein Mädchen durch die Dunkelheit, Amy. Mittlerweile war Sie erschöpft. Einige Kilometer in Angst und Schrecken lagen hinter ihr. Aber nun war es still. Amy konnte diese ungeheure Stille spüren. Sie war umschlossen von ihr. Eingehüllt in diese Stille begann Sie sie sich für einen kurzen Moment zu entspannen.
Amy stand mitten im Wald. Über ihm schloss ein dichtes Blätterdach Amy von der Außenwelt ab. Sie war alleine in einem Wald der mehr an ein Friedhof erinnerte, als an einen lichtdurchfluteten freundlichen Ort. Amy hatte nur noch einen Gedanken. Aufwachen. Es konnte nicht real sein. Sie war sicher das das alles nur eine krude Phantasie in ihrem Kopf war.
Es kam. Leise bahnte auch es sich einen Weg immer tiefer in den Wald. Sie hatte Angst. Sie wusste das es an Ihr lag was nun geschah, aber konnte Sie es wirklich steuern? Wovor rannte Sie weg? Und wenn Sie träumte, was will ihr dieser Traum sagen. Warum nur? Doch dann sah Sie es. Ihre Angst wich einem blanken Entsetzen. Denn sie schaute in ihr Ebenbild. In den schwarzen Abgrund ihrer Seele…
