seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Leise hörte ich mei­nen Wecker klin­geln. Es stand wie jeden Mor­gen die glei­che Ent­schei­dung an. Den Wecker igno­rie­ren und wei­ter­schla­fen oder auf­ste­hen. Ich ent­schied mich für ers­te­res und schlief noch ein paar Minu­ten. Nach­dem ich mich dann nach end­lo­sen Minu­ten dazu ent­schlos­sen hatte, end­lich auf­zu­ste­hen suchte ich mir etwas zum anzie­hen, zog mich an, und über­legte ob ich es heute tun wollte. Die Ant­wort in mei­nem Kopf lau­tete Ja. Dies­mal würde ich es tun. Ein­fach so. Was kann schon schief gehen, dachte ich mir. Ich machte mir noch etwas zu essen zog meine Schuhe an und machte mich auf den Weg.

Ich musste einige Minu­ten am Bus war­ten, bis er end­lich kam. Die Tür öff­nete sich und ich setze mich auf einen der lee­ren Plätze. Meine Gedan­ken schweif­ten einige Minu­ten in der Zukunft. Ich hatte Angst und ich war ner­vös. Hof­fent­lich geht nicht alles schief, dachte ich. Ande­rer­seits, was hatte ich zu ver­lie­ren. Nichts, außer das Gefühl es nicht getan zu haben. Ich war bereit die Chance zu ergrei­fen. Gedank­lich klappte alles so wie es sollte. Aber würde es in der Rea­li­tät auch so sein? Zwei­fel kamen wie­der, aber dies­mal sagte ich mir, nein heute nicht. Noch ein paar Minu­ten dann war es soweit. Ich ver­suchte auf andere Gedan­ken zu kom­men, aber es war schwie­rig, bei dem was ich vorhatte.

Urplötz­lich hielt der Bus. Eigent­lich hielt der Bus hier immer. Aber in die­sem Moment war es selt­sam. Es traf mich unvor­be­rei­tet. Völ­lig in Gedan­ken ver­sun­ken stand ich auf und ver­ließ den Bus. Nun war es soweit. Einige Meter spä­ter sah ich Sie wie­der. Lang­sam ging ich auf sie zu und setzte mich neben Sie. Sie schaute ein wenig ver­wirrt. Das war der Moment auf den ich gewar­tet hatte. Jetzt oder Nie das waren die Mög­lich­kei­ten. Es gab nur diese zwei Mög­lich­kei­ten. Würde ich es bereuen? Ja ich würde es bereuen es nicht zu tun. Ich sag Sie an und sagte »Hallo« zu ihr. Gebannt war­tete ich auf ihre Reak­tion. Ich hatte den ers­ten Schritt getan, mich über­wun­den und ließ nun den Din­gen ihren freien Lauf…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>