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In der Wikipedia kann man sich anonym an der Erstellung und Verbesserung von Artikeln beteiligen. Problematisch wird das ganze nur dann wenn bestimmte Interessengruppen versuchen, einen Artikel zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Der Bundesedit Twitter-Account

Für einen Fall dieses Problem gibt es mit Bundesedit eine Lösung. Dabei handelt es sich um einen Twitter-Bot welcher anonyme Änderungen aus der Wikipedia, welche aus dem Netz des Bundes geschehen sind, twittert und sie damit für die Öffentlichkeit nachvollziehbar macht. Neben dem Twitter-Account @bundesedit, gibt es mittlerweile auch @euroedit und @landesedit. Die offizielle Seite des Projektes ist unter anderem unter bundesedit.de zu finden.

Ich hatte vor einiger Zeit einen Status-Bot für Twitter geschrieben. Dieser Bot schaut ob eine Bedingung erfüllt ist und twittern dann einen Satz wie:

Die Tür ist offen.

Wenn die Bedingung sich wieder ändert, könnte der Bot:

Die Tür ist zu.

twittern. Allerdings gibt es da ein Problem. Twitter lässt doppelte Tweets innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (Gerüchten zu folge — eine Woche) nicht zu. Damit muss sich der Status-Bot etwas ausdenken wenn er die gleiche Nachricht öfters verschicken möchte. Wenn man dieses Verhalten von Twitter nicht kennt, wundert sich warum der Tweet nicht abgeschickt werden kann. Die einfachste Möglichkeit ist es hier einfach einen Zähler in den Tweet einzubauen. Alternativ kann man die gleiche Nachricht natürlich in unterschiedliche sprachliche Konstrukte packen.

Wenn man Tweetping das erste Mal öffnet, fühlt man sich an die Weltkarte aus einem Film erinnert in welchem jeden Moment die Welt untergeht.

Tweetping mit Weltkarte und Infofenster

Mittels Tweetping kann man Twitter in Echtzeit verfolgen. Es zeigt dabei für die einzelnen Kontinente die aktuellen Tweets an und blendet für jeden neuen Tweet einen weiteren Punkt auf der Weltkarte ein. Daneben gibt es noch Statistiken welche ebenfalls in Echtzeit aktualisiert werden. Zu finden ist Tweetping unter tweetping.net.

Bei Tweepy handelt es sich um eine freie unter der MIT-Lizenz lizenzierte Twitterbibliothek für Python, deren offizielle Webseite unter tweepy.org zu finden ist. Unter anderem wird diese Bibliothek für den Twitter Radiergummi genutzt. Im Gegensatz zu früher hat sich die Installation der Bibliothek etwas verändert. Hierfür sollte man jetzt pip nutzen. Dabei handelt es sich um ein Tool zur Paketverwaltung unter Python. Zur Installation gibt man im Terminal folgendes ein:

curl -O https://bootstrap.pypa.io/get-pip.py
sudo python get-pip.py

Damit ist pip installiert und kann genutzt werden:

sudo pip install tweepy

Pip installiert hiermit die Bibliothek Tweety und löst alle Abhängigkeiten auf, so das diese anschließend systemweit genutzt werden kann.

Twister klingt nicht nur wie Twitter, sondern sieht so aus. Bei Twister handelt es sich um eine dezentrale Plattform für Microblogging, ähnlich Twitter. Das ganze basiert dabei unter anderem auf dem Bitcoin-Protokoll und Distributed Hash Tables. Ziel ist es dabei eine Plattform aufzubauen, welche dezentral arbeitet und damit keine Abhängigkeiten zu einen einzelnen Anbieter hat.

Das Webinterface von Twister

Bei dem Protokoll und der Referenzimplementierung handelt es sich um freie Software, welche unter der BSD– und der MIT-Lizenz lizensiert ist. Die offizielle Seite ist auf twister.net.co zu finden. Der Quelltext der unterschiedlichen Implementationen befindet sich auf GitHub.

Einen Server auf seine SSL-Fähigkeiten zu überprüfen ist für den Laien nicht ohne weiteres möglich. Durch das Bash-Skript testssl.sh sieht dies nun anders aus.

testssl.sh in Aktion

Das freie, unter der GPL2 lizenzierte Skript, dient dazu die Sicherheit der SSL-Implementation eines entfernten Servers zu testen. Die Syntax für den Test ist dabei einfach gehalten:

./testssl.sh example.com

Daneben verfügt „testssl.sh“ über weitere Optionen, wie man der Dokumentation entnehmen kann. Dem Autor des Skriptes kann auf Twitter gefolgt werden.

Möchte man in einer .NET respektive Monosprache einen Anwendung schreiben welche mit der Twitter API interagiert, so sollte man hierfür eine Bibliothek nutzen um den Aufwand in Grenzen zu halten.

tweetinvi.codeplex.com

Eine empfehlenswerte Biblitothek in diesem Bereich ist dabei Tweetinvi welche auf CodePlex zu finden ist. Tweetinvi ist dabei unter der Microsoft Public License lizensiert und somit freie Software. Die Bibliothek ist dabei problemlos in der Lage mehrere Millionen Tweets zu verarbeiten und befindet sich in aktiver Entwicklung. Ein einfaches Beispiel um einen Tweet abzusetzen könnte dabei so aussehen:

IToken token=new Token(twitterAccessToken, twitterAccessTokenSecret, twitterConsumerKey, twitterConsumerSecret);
ITweet tweet=new Tweet(tweetText, token);
bool success=tweet.Publish();

Damit hätte man den ersten Tweet mit dieser Bibliothek abgesendet.

Mit der Twitter-API und einer Datenquelle kann man einiges anstellen. Und da man es bekanntlich nicht nur bei der grauen Theorie belassen sollte, habe ich das ganze in die Praxis umgesetzt.

Nekrologium auf Twitter

Herausgekommen ist dabei der Twitter-Account Nekrologium welcher automatisch twittert, wenn eine bekannte Person verstorben ist. Als Datenquelle dient dabei der Nekrolog der Wikipedia, welcher ausgewertet und auf neue Todesfälle untersucht wird. Wenn dies der Fall ist, wird ein Tweet abgesetzt.

Es ist immer wieder interessant auf welches Verhalten man bei einigen Webdiensten gestoßen wird. So auch bei Twitter. Ich benutze ein Skript welches Tweets und Direktnachrichten nach einer gewissen Zeit wieder löscht. Das ist soweit nicht ungewöhnlich.

Die Direktnachrichten sind nicht nur beim Empfänger verschwunden

Allerdings führt das dazu, das man ein interessantes Verhalten entdecken kann. Wenn Person A der Person B eine Direktnachricht schickt und Person B darauf antwortet:

Person A: Hallo hast du heute Abend Zeit?

Person B: Ja klar.

Nun hat löscht Person B die Direktnachricht. Dabei kann es auch die Direktnachricht von Person A löschen. Soweit ist das kein Problem, allerdings wird die Direktnachricht auch bei Person A gelöscht. Somit bereinigt man nicht nur seinen eigenen Posteingang, sondern auch den des Absenders. Ob dies so gewollt ist? Seltsam ist es allemal.

Ein Tweet ist schnell geschrieben und veröffentlicht. Unter Umständen schreibt man dabei Sachen die man eigentlich lieber lassen sollte. Bei einem unbekannten Nutzer stört dies im Normalfall niemanden. Interessant wird es wenn solche Aussagen von Politikern kommen.

politwoops.de

Genau das kann man sich auf der Webseite http://www.politwoops.de/ anschauen. Dort werden die gelöschten Tweets von Politikern archiviert, mit der Angabe nach wie vielen Stunden, Minuten oder auch Sekunden der entsprechende Tweet gelöscht wurde. Das ist an einigen Stellen durchaus erhellend.