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Bei Enigmail handelt es sich um ein Add-On für den freien Mailclient Mozilla Thunderbird. Mit Hilfe dieses Add-Ons ist es möglich verschlüsselte Mails über GPG zu versenden. Unter Umständen kann es bei Enigmail passieren, das man mit folgender Fehlermeldung begrüßt wird.

Enigmail bekommt Probleme

Das Problem liegt daran das Enigmail die GPG-Installation (im Falle von Mac OS X, die GPG Tools) nicht finden kann. Dies scheint ein bekanntes Problem mit Enigmail zu sein. Abhilfe schafft hier unter Mac OS X ein sehr simpler Vorgang — der Neustart des Systems. Danach sollte Enigmail die GPG Tools wieder ohne Probleme erkennen.

Wenn man länger mit Mozilla Thunderbird gearbeitet hat und auch Lotus Notes nutzt, so wünscht man sich bei diesem unter Umständen eine Archivierungsfunktion. Im Thunderbird führt diese dazu das eine Mail auf Wunsch in einer Archiv-Ordnerstruktur landet.

Die Definition des Buttons

Mit ein paar Umwegen erreicht man so etwas auch unter Lotus Notes. Dazu geht man im ersten Schritt in die Einstellungen („File“ -> „Preferences“) und wählt dort den Punkt „Toolbar“ -> „Customize“ aus. In diesem Fenster wird nun ein neuer Button angelegt und mit folgendem Kommando befüllt:

@AddToFolder("Archiv";"($Inbox)")

Dadurch wird die markierte Mail in der Inbox in den Ordner „Archiv“ verschoben. Den Ordner „Archiv“ sollte man dabei vorher anlegen. Nun muss nur noch die passende Symbolleiste in der Lotus Notes Oberfläche aktiviert werden und schon kann man seine einfache Archivierungsfunktion nutzen.

Möchte man alte Termine unter Lightning löschen, so lässt sich dies auch ohne Add-On realisieren. Dazu wird die Terminsuche im Menü unter „Termine und Aufgaben“ -> „Termine suchen“ aufgerufen. Dort werden dann alle Termine nach Datum sortiert und können anschließend gelöscht werden.

Die sortierten Termine unter Lightning

Problematisch ist das Verfahren allerdings mit wiederkehrenden Ereignissen, die in der Vergangenheit definiert wurden. Diese verschwinden bei diesem Verfahren. Abhilfe schafft hierbei das Add-On Purge Events Plus. Daneben ist mit diesem auch eine automatische Entfernung von Terminen älter X Tage möglich. Dies kann dabei für jeden Kalender extra definiert werden.

Bei einem Thunderbird mit installierten Lightning für die Kalenderfunktionen, wird rechts oben in der Anwendung ein Button für die Mails, den Kalender und die Aufgaben angeboten. Jede dieser Komponenten öffnet sich in einem extra Tab innerhalb Thunderbirds. Allerdings trifft das auf eine wichtige Komponente von Thunderbird nicht zu. Das Adressbuch ist immer noch in ein extra Fenster eingebettet.

Das Adressbuch befindet sich nun auch in einem Tab

Abhilfe schafft hier das Add-On „AddressBookTab“, welches auch über die interne Add-On Verwaltung bezogen werden kann. In den Einstellungen dieses Add-Ons findet man neben der Tabdarstellung die Möglichkeit einen entsprechenden Button für das Adressbuch in die obere Leiste zu integrieren.

Die Synchronisation des ownCloud Kalenders mit Thunderbird (in Verbindung mit Lightning) ist eine relativ einfache Angelegenheit. Schwieriger wird das Ganze wenn man die Kontakte auch mit Thunderbird synchronisieren möchte. Von Haus aus funktioniert die Synchronisation nicht, so das man auf ein Add-On angewiesen ist. In diesem Fall wird der SOGo Connector benötigt.

Der „Remote-Adressbuch“ Dialog

Dieser muss manuell über die Add-On Verwaltung installiert werden. Nach der Installation findet man im Adressbuch den Menüpunkt „Datei“ -> „Neu“ -> „Remote-Adressbuch“. Über diesen Punkt kann das CardDAV Adressbuch hinzugefügt werden. Nach dem Hinzufügen kann das Ganze dann benutzt werden.

Wenn man Thunderbird benutzt, hat man die Möglichkeit den eingebauten Spamfilter zu benutzen. Dieser verschiebt die entsprechenden Mails nach der Erkennung in einen Ordner mit dem Namen „Junk“. Problematisch wird es aber, wenn man selber Mails als Spam markiert. Diese werden dann nicht verschoben.

Die entsprechende Option in den Einstellungen

In den Konteneinstellungen findet man dazu keinen Punkt der zu dem Problem passt. Die einzige Möglichkeit, die man dort vorfindet, ist die Einstellung in welchen Ordner der Spam verschoben wird. Für den Nutzer sieht es damit so aus, als ob Thunderbird an dieser Stelle fehlerhaft arbeitet. Wenn man genauer nachschaut entdeckt man die Einstellung, die sich dieses Problemes annimmt in den Einstellungen von Thunderbird. Dort gibt es den Tab „Sicherheit“ und in diesem den Untertab „Junk“. Wird der entsprechende Haken bei „Wenn Nachricht manuell als Junk markiert werden“ gesetzt, funktioniert die automatische Verschiebung für von Hand klassifizierten Mails.

Die letzten Tage und Wochen haben gezeigt wie wichtig es ist verschlüsselt zu kommunizieren. Mit der freien Software Thunderbird ist dies ohne größere Probleme möglich. Nach der Installation von Thunderbird muss noch GPG installiert werden. Dabei handelt es sich um ein freies Kryptografiesystem mit dem vollen Namen „GNU Privacy Guard“. Diese kann unter http://www.gnupg.org/download/ heruntergeladen werden.

Der AddOn Manager im Thunderbird

Nach der Installation von „GNU Privacy Guard“ für das jeweilige Betriebssystem kann Thunderbird gestartet werden. Dort wird über den AddOn Manager das AddOn „EnigMail“ installiert. Anschließend muss Thunderbird neugestartet werden. Danach befindet sich im Thunderbird ein neuer Menüpunkt mit dem Namen „OpenPGP“. Dort wird der Untermenüpunkt „OpenPGP-Assistent“ ausgewählt.

Der OpenPGP Assistent

Die vorgeschlagenen Einstellungen können so akzeptiert werden, bis man zu dem Punkt kommt, an welchem man vom Assistenten darauf hingewiesen wird, das der GnuPG Pfad eingestellt werden muss. Unter Windows 7 befindet ist der Pfad der folgende:

C:\Program Files (x86)\GNU\GnuPG\gpg2.exe

Nachdem der Pfad angegeben wurde, muss ein Schlüsselpaar erzeugt werden. Dazu wird auch ein Passwort vergeben. Anschließend startet die Erzeugung des Schlüsselpaars. Nach der Erzeugung kann ein sogenanntes Widerrufszertifikat erzeugt werden. Dieses dient dazu einen gestohlenen oder verlorenen privaten Schlüssel für ungültig zu erklären. Danach ist der Assistent mit seiner Aufgabe fertig.

Nun werden beim Senden die Mails signiert und beim Empfangen die Mails auf ihren korrekten Empfänger überprüft. Damit sind die Mails allerdings noch nicht verschlüsselt. Beim Verfassen einer Mail findet man oben einen „OpenPGP“ Button, mit welchem auch die Verschlüsselung aktiviert werden kann. Um dem Empfänger eine verschlüsselte Mail zukommen zu lassen benötigt man dessen öffentlichen Schlüssel.

Damit andere verschlüsselte Mails senden können sollte der öffentliche Schlüssel auf einen Schlüsselserver hochgeladen werden. Dazu wählt man im OpenPGP Menü den Punkt „Schlüssel verwalten“ aus. Nun klickt man mit der rechten Maustaste auf seine Mailadresse und wählt dort den Punkt „Auf Schlüssel-Server hochladen…“ aus. Nach der Bestätigung des entsprechenden Schlüsselservers befindet sich der eigene öffentliche Schlüssel auf diesem Server.

Wenn man nun eine Mail an jemanden sendet, dessen Schlüssel lokal nicht verfügbar ist, so fordert OpenPGP den Nutzer auf einen Schlüssel auszuwählen. In diesem Fenster kann klickt man auf den Button „Fehlende Schlüssel herunterladen“. Damit wird versucht den Schlüssel von einem Schlüsselserver zu bekommen. Natürlich ist es auch möglich manuell Schlüssel hinzuzufügen. Ist man im Besitz des öffenlichen Empfängerschlüssels kann die Mail verschlüsselt versendet werden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mozilla_Thunderbird
http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_Privacy_Guard

Die neue Version 17 des Thunderbirds hat einige Verbesserungen mit sich gebracht. Allerdings gibt es auch einige Dinge welche eher in die Kategorie Verschlechterungen fallen, so z.B. die neue Titelleiste welche nun das Menü und die berühmtem „3-Buttons“ miteinander kombiniert.

Die neue Titelleiste des Thunderbirds

Wer dies rückgängig machen will, der geht am besten in die „Einstellungen“ und dort unter den Punkt „Erweitert“ -> „Allgemein“ und dann auf den Button „Konfiguration bearbeiten“. Danach sucht man dort nach dem Punkt „mail.tabs.drawInTitlebar“ und stellt den Wert wieder auf „false“. Danach ist die Titelleiste im Thunderbird wieder die alte.

Da ich GMail auch per IMAP nutze, war ich recht verwundert, das der Ordner „Chats“ nicht auftauchte. Nachdem ich ausgeschlossen hatte, das Thunderbird das Problem ist, blieb nur noch Gmail übrig. In den Einstellungen unter „Labels“ fand sich dann der Übeltäter.

Dort muss der Haken bei „In IMAP anzeigen“ ausgewählt sein. Danach klappt es auch mit dem IMAP im Thunderbird.

Seit einiger Zeit ist im Thunderbird eine Funktionalität eingebaut, welche Instant Messaging erlaubt. Ab Thunderbird 15 ist diese auch standardmäßig aktiviert. Wer nicht warten kann und es schon in der aktuellen Version ausprobieren will muss dazu einfach in den Einstellungen auf den Button „Konfiguration bearbeiten…“ klicken.

Der Weg zur erweiterten Konfiguration im Thunderbird

Dort sucht man dann dann nach dem String „mail.chat.enabled“ und setzt den entsprechenden Wert auf „true“. Anschließend ist noch ein Neustart der Anwendung notwendig und schon ist das neue Feature aktiv. Über das Menü bzw. auf einen Druck des Buttons Chat können nun neue Kontakte angelegt werden.

Einen neuen Kontakt anlegen

Im Moment lassen sich dabei Facebook, Google Talk, IRC und Twitter einrichten, wobei das ganze sicherlich mit der Zeit (Thunderbird 15) noch erweitert wird.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://wiki.mozilla.org/Features/Thunderbird/Instant_messaging_in_Thunderbird