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OpenStreetMap ist als die freie Weltkarte bekannt — wer sich für dieses Thema interessiert, der kann heute ab 18:30 den Hackerspace in Neubrandenburg besuchen.

Das Wiekhaus des Vereines auf OpenStreetMap

Dort wird es einen längeren Vortrag zum Thema OpenStreetMap geben. Dabei soll es um eine allgemeine Einführung in OpenStreetMap, die Möglichkeiten des Mappens und um die Datenstrukturen im Hintergrund gehen. Abgeschlossen wird der Vortrag mit einer anschließenden Frage– und Diskussionsrunde.

An der freien Weltkarte OpenStreetMap kann jeder mitarbeiten. Dies führt allerdings zu kleineren und größeren Fehlern. Mit Qualitätssicherungstools wie Osmose kann man solche Fehler finden und beheben. Osmose weißt dabei auf Fehler unterschiedlicher Kategorien hin, wie z.B. falsche oder fehlende Tags, unterbrochene Straßen oder doppelte Geometrie.

Osmose am Beispiel Neubrandenburg

In Deutschland konnte man das Tool bis vor kurzem noch nicht nutzen, da dieser Bereich nicht abgedeckt war. Mittlerweile ist dies der Fall, so das man nun auf Fehlersuche gehen kann. Zu finden ist Osmose auf der offiziellen Seite unter osmose.openstreetmap.fr.

Bei der freien OpenStreetMap-Karte handelt es sich in erster Linie um einen Online-Dienst. Allerdings hat Papier im Kartenbereich noch nicht ausgedient und so gibt es immer Anwendungsfälle für eine gedruckte Karte.

Eine druckbare Karte wird erzeugt

Möchte man eine solche gedruckte Karte erzeugen, so kann man dies mit dem Dienst MapOSMatic bewerkstelligen. Bei MapOSMatic wählt man im ersten Schritt den gewünschten Bereich aus und arbeitet sich anschließend durch die gewünschten Darstellungsoptionen. Im letzten Schritt wird dann die Karte gerendert und in unterschiedlichen Formaten (PDF, SVGZ, PNG) zum Download angeboten. Weitere Dienste zum Drucken von OpenStreetMap-Karten, mit teilweise anderen Herangehensweisen, sind im OpenStreet Wiki zu finden.

OpenStreetMap enthält eine Menge Daten, wie z.B. Informationen über Restaurants und Gaststätten. Mit Hilfe dieser Information ist es möglich sich eigene personalisierte OpenStreetMap-Karte zu rendern.

Die Veggiekarte

Ein schönes Beispiel, für eine solche personalisierte Karte ist die Veggiekarte welche unter veggiekarte.de zu finden ist. Auf der Karte sind vegetarische und vegane Restaurant hervorgehoben, so das man solche in seiner Umgebung schnell findet. Der Quelltext zur Erzeugung der Karte ist auf GitHub zu finden.

Bei OpenStreetMap denken viele normale Anwender meist an die entsprechende Karte unter openstreetmap.org. Natürlich ist das nicht alles, denn das was OpenStreetMap unter anderem ausmacht, sind die Quelldaten aus denen diese Karte erzeugt wird. So ist die Darstellung je nach Anwendungsfall anpassbar.

Das Karten-Theme am Beispiel von Neubrandenburg

Bei Mapbox hat man sich nun daran gesetzt und ein besonderes Theme für OpenStreetMap-Karten geschaffen — das Theme Space Station Earth. Dabei handelt es sich um ein Theme welches von vielen Science Fiction Filmen und Spielen inspiriert worden ist. Das ganze wirkt dabei sehr futuristisch und es macht Spaß sich das ganze anzuschauen. Neben der Karte gibt es auch einen ausführlichen Artikel bei Mapbox.

Unter neu-sw.de/Haltestellenkarte betreiben die Neubrandenburger Stadtwerke eine Haltestellenkarte. Diese Karte basiert dabei auf OpenStreetMap-Inhalten und es ist schön zu sehen das die von der Community erstellte Karte angenommen wird. Allerdings gibt es ein Problem — die Stadtwerke geben keinen Hinweis auf die Lizenz an.

Die Karte ohne Lizenzhinweis

Auf der OpenstreetMap Seite gibt es zu diesem Punkt eine klare Ansage:

OpenStreetMap sind „Open Data“, die gemäß der Open Data Commons Open Database Lizenz (ODbL) verfügbar sind.

Es steht dir frei unsere Daten zu kopieren, weiterzugeben, zu übermitteln sowie anzupassen, sofern du OpenStreetMap und die Mitwirkenden als Quelle angibst. Für den Fall, dass du auf Basis unserer Daten Anpassungen vornimmst, oder sie als Grundlage für weitere Bearbeitungen verwendest, kannst du das Ergebnis auch nur gemäß der selben Lizenz weitergeben. Der vollständige Lizenztext ist unter Lizenz einsehbar und erläutert deine Rechte und Pflichten.

Die Kartografie in unseren Kartenkacheln und unsere Dokumentation sind unter der “Creative-Commons“-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ 2.0 (CC BY-SA) verfügbar.

Auch die Form der Namensnennung ist auf der Seite definiert:

Wir verlangen die Verwendung des Hinweises „© OpenStreetMap-Mitwirkende“.

Du musst auch klarstellen, dass die Daten unter der Open-Database-Lizenz verfügbar sind, und sofern du unsere Kartenkacheln verwendest, dass die Kartografie gemäß CC BY-SA lizenziert ist. Du kannst dies tun, indem du auf www.openstretmap.org/copyright verlinkst. Ersatzweise, und als Erfordernis, falls du OSM in Datenform weitergibst, kannst du die Lizenz(en) direkt verlinken und benennen. In Medien, in denen keine Links möglich sind (z. B. gedruckten Werken), empfehlen wir dir, deine Leser direkt auf openstreetmap.org zu verweisen (möglicherweise mit dem Erweitern von „OpenStreetMap“ zur vollen Adresse), auf opendatacommons.org, und, sofern zutreffend, auf creativecommons.org.

Die Stadtwerke wurden von diesem Problem am Donnerstag dem 18.09.2014 von der Community informiert, haben aber bisher nicht reagiert. Und so erfreuen wir uns weiterhin an der Haltestellenkarte ohne korrekte Lizenzierung.

Wer sich einmal anschauen möchte, wie viel er zu OpenStreetMap beigetragen hat, sollte die Webseite hdyc.neis-one.org besuchen.

Die Auswertung für den Nutzer „seeseekey“

Dort kann man seinen OpenStreetMap-Nutzernamen eingeben und bekommt anschließend eine Auswertung, der bearbeiteten Fläche und anderer Daten. Aufgewertet wird das ganze durch einige hübsche Diagramme am Ende der Seite.

Das unter http://www.openstreetmap.org/ das OpenStreetMap Projekt, mit der entsprechenden Karte zu finden ist, sollte den meisten bekannt sein. Daneben gibt es einige weitere Projekte welche die OSM Karte nutzen, aber die Kartendaten anders darstellen wie die OpenSeaMap oder die OpenCycleMap. Die Skobbler GmbH bietet seit einiger Zeit ein eigenes Frontend für OpenStreetMap unter http://maps.skobbler.de an.

Das Skobbler Frontend

Neben der normalen Anzeigefunktion für die Karten enthält das Frontend auch einen Routingfunktionalität, sowie die Möglichkeit Fehler zu melden. Auch kann man mittels des „Edit“ Button auch einen Kartenabschnitt bearbeiten, wobei man dafür zur originären OpenStreetMap Seite weitergeleitet wird. Auch der Kartenstil hebt sich von Standard OSM Stil angenehm ab. Man könnte das Frontend von Skobbler ein wenig für das Google Maps für OpenStreetMap halten, ohne deren Probleme wie die unfreie Lizenz der Daten.

OpenStreetMap goes art“ — so könnte man den Dienst „OpenStreetPosters“ bezeichnen. Die Benutzung ist dabei ganz einfach. Stadtnamen eingeben und schon wird das Poster als PNG und PDF generiert.

OpenStreetPosters in Aktion

Wie der Name schon andeutet, wird das ganze aus OpenStreetMap Daten erzeugt. Zu finden ist OpenStreetPosters unter http://labs.polzunov.com/openstreetposters/.

Es scheint Webapplikationen für so ziemlich jedes denkbare wie undenkbare Problem zu geben. Eine der interessanteren Applikationen ist sicherlich „Field Papers“ welcher unter http://fieldpapers.org zu finden ist.

Ein Atlas wird erstellt

Der Dienst ist dafür gedacht, für bestimmte Gebiete Karten auszudrucken, welche wahlweise mit einem Notizbereich ausgestattet sind. Diesen kann man dann dazu nutzen um z.B. beim Mapping für OpenStreetMap neue Informationen anzutragen. Neben dem Open Street Map Material benutzt der Dienst auch die Bing Luft– und Satellitenbilder, welche in unterschiedlichster Weise für die zu entstehende Karte kombiniert werden können.