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Seit eini­ger Zeit gibt es in Mine­craft eine Inte­gra­tion für den Strea­ming­dienst Twitch. Damit ist es mög­lich sein Spiel direkt zu strea­men. Möchte man das ganze unter Mac OS X nut­zen, sind einige Vor­ar­bei­ten erfor­der­lich. Im ers­ten Schritt muss Sound­Flower her­un­ter­ge­la­den und instal­liert wer­den. Mit­tels Sound­Flower ist es unter OS X mög­lich den Ton von einer Anwen­dung zu einer ande­ren Anwen­dung zu routen.

Nach dem Druck auf F6 muss das Broad­cas­ting noch bestä­tigt werden

Anschlie­ßend kann Mine­craft gestar­tet wer­den. Akti­viert wird das Broad­cas­ting mit­tels F6 (F7 dient zum pau­sie­ren). Bei der ers­ten Akti­vie­rung wird man auf­ge­for­dert sei­nen Minecraft-Account mit sei­nem Twitch-Account zu ver­lin­ken. Dafür folgt man ein­fach dem ent­spre­chen­den Link. Nach der Ver­lin­kung der bei­den Kon­ten kann die Broadcast-Funktionalität genutzt wer­den. Wer beim Strea­men Feh­ler wie:

TTV_EC__FRAME_QUEUE_TOO_LONG

bekommt, der sollte die Band­breite in den Ein­stel­lun­gen ver­rin­gern. Außer­dem ist es rat­sam, in den Broadcast-Einstellungen einen Ser­ver in sei­ner Nähe zu wählen.

Betreibt man einen Minecraft-Server auf einem Ubuntu basier­ten Ser­ver, so möchte man meist, das die­ser mit dem Ser­ver star­tet. Dafür benö­tigt man ein Init-Skript. Natür­lich kann man sich die­ses selbst schrei­ben und damit einige Minu­ten bis Stun­den ver­brin­gen. Mit Hilfe des in der Mine­craft Wiki ste­hen­den Skrip­tes geht das ganze aber wesent­lich schnel­ler. Auf der ent­spre­chen­den Seite der Wiki fin­det sich das Skript neben einer Instal­la­ti­ons­an­lei­tung. Wenn man das ganze auf sei­nem Ser­ver ein­ge­rich­tet hat, star­tet Mine­craft auto­ma­tisch und kann mit­tels des „service“-Kommandos kon­trol­liert werden.

Mine­craft ist mitt­ler­weile mil­lio­nen­fach ver­kauft wor­den. Wer von den Klotz­wel­ten nicht genug bekom­men kann, der sollte sich Scrum­ble­Ship anschauen. Dabei han­delt es sich um eine Raum­schiffs­si­mu­la­tion, wel­che aus­sieht als ob der Minecraft-Welt ent­sprun­gen wäre. Das Spiel wel­ches mitt­ler­weile erfolg­reich über Kick­star­ter finan­ziert wurde sam­melte dabei ins­ge­samt $12,093 ein.

Ein Schiff im All

Die offi­zi­elle Seite des Spie­les ist unter https://www.scrumbleship.com zu fin­den. Dort kann das Spiel in drei Edi­tio­nen her­un­ter­ge­la­den wer­den. Bei der ers­ten Edi­tion han­delt es sich um die Demo-Version wäh­rend es dane­ben noch die Voll– und die Deluxe-Version gibt. Sie unter­schei­den sich dabei durch einige Fea­tures. Allen Ver­sio­nen (bis auf die Demo) ist gemein, das der Quell­text mit­ge­lie­fert wird, was aller­dings nicht bedeu­tet, das es sich dabei um freie Soft­ware han­delt. Erhält­lich ist das Spiel dabei für Linux, Win­dows und Mac OS X, wobei die Mac OS X Ver­sion auf einem Maverick noch zu Pro­ble­men führt.

Ab der zukünf­ti­gen Ver­sion 1.7 von Mine­craft wird es für nor­male Spie­ler mög­lich sein Bücher zu kopie­ren. In der aktu­el­len Ver­sion ist dies lei­der nicht ohne wei­te­res mög­lich. Als „Ope­ra­tor“ auf dem Mine­craft Ser­ver kann man aller­dings Bücher kopieren.

Die Rah­men mit dem Buch wel­ches kopiert wer­den soll

Dazu wech­selt man in den „Crea­tive mode“ mittels:

/gamemode 1

und hängt einige Rah­men an die Wand. In die­sem Rah­men kommt das Buch wel­ches kopiert wer­den soll. Anschlie­ßend wech­selt man wie­der in den „Sur­vive mode“ und nimmt die Rah­men ab. Bei jedem Rah­men bekommt man somit eine Kopie des Buches. Alter­na­tiv kann man sich einen zwei­ten Spie­ler zu Hilfe holen wel­cher die Rah­men abnimmt, wäh­rend man sel­ber wie­der neue Rah­men befüllt.

Rund um das Spiel Mine­craft hat sich mitt­ler­weile eine rie­sige Com­mu­nity gebil­det. Das schlägt sich auch in den Werk­zeu­gen und Anwen­dun­gen nie­der, wel­che in irgend­ei­ner Art mit Mine­craft ver­ban­delt sind. Eines die­ser Werk­zeuge ist der „Java­Script Reds­tone Simu­la­tor“ von Mordritch.

Der Reds­tone Simu­la­tor in Aktion

Dabei han­delt es sich um eine Webap­pli­ka­tion mit wel­cher kom­plexe Reds­to­ne­schalt­kreise simu­liert wer­den kön­nen. Reds­tone ist dabei in etwa das Pedant zur Elek­tro­nik in der rea­len Welt. Die ver­schie­de­nen Ele­mente kön­nen auf einem Ras­ter gesteckt wer­den und dann einer Simu­la­tion unter­zo­gen wer­den. Auch ein Export des Gan­zen ist mög­lich. Zu fin­den ist der Simu­la­tor unter http://mordritch.com/mc_rss/.

Da möchte man nichts­ah­nend Mine­craft star­ten und bekommt nur fol­gende Feh­ler­mel­dung an den Kopf geworfen:

Exception in thread "main" java.awt.HeadlessException
        at java.awt.GraphicsEnvironment.checkHeadless(GraphicsEnvironment.java:173)
        at java.awt.Window.(Window.java:546)
        at java.awt.Frame.(Frame.java:419)
        at net.minecraft.LauncherFrame.(LauncherFrame.java:20)
        at net.minecraft.LauncherFrame.main(LauncherFrame.java:167)
        at net.minecraft.MinecraftLauncher.main(MinecraftLauncher.java:13)

In die­sem Fall hilft ein beherztes:

apt-get install openjdk-6-jdk

auf der Kon­sole. Nach der Instal­la­tion sollte Mine­craft ohne wei­tere Pro­bleme starten.

Für Mine­craft gibt es soge­nannte „Tex­ture packs“ wel­che hier­zu­lande Tex­t­ur­pa­kete genannt wer­den. Diese las­sen sich dabei ganz ein­fach instal­lie­ren. Man packt das her­un­ter­ge­la­dene Paket ein­fach in den Ord­ner „tex­tu­re­packs“. Hier wird die Sache dann je nach Sys­tem schwieriger:

Linux: ~/.minecraft/texturepacks
Mac OS X: ~/Library/Application Support/minecraft/texturepacks
Win­dows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\%Benutzername%\Anwendungsdaten\.minecraft\texturepacks
Win­dows Vista/7; C:\User\%Nutzername%\AppData\Roaming\.minecraft\texturepacks

Nach­dem sie in die­sem Ord­ner gelan­det sind, wer­den sie beim nächs­ten Start von Mine­craft angezeigt.

Für Mine­craft gibt es ja zwei Ser­ver, den offi­zi­el­len und den Craft­Buk­kit Ser­ver wel­cher unter http://bukkit.org/ her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Der Craft­Buk­kit Ser­ver hat dabei den Vor­teil das er mit Plugins aus­ge­stat­tet wer­den kann, wel­che die Funk­tio­na­li­tät des Spie­les erhöhen.

Um den Ser­ver auf einem Ubun­tu­sys­tem auf­zu­set­zen muss im ers­ten Schritt Java instal­liert werden:

apt-get install openjdk-6-jre-headless

Danach legt man sich den pas­sen­den Nut­zer für Mine­craft an und wech­selt in des­sen Kontext:

adduser minecraft
su minecraft
cd /home/minecraft/

Dort lädt man nun mit­tels „wget“ die neuste Craft­Buk­kit Ver­sion herunter:

wget "http://dl.bukkit.org/downloads/craftbukkit/get/01119_1.2.5-R3.0/craftbukkit.jar" -O "craftbukkit.jar"

Das Bashskript „start-server.sh“ soll den Ser­ver dann starten:

#!/bin/sh
screen java -Xmx2048M -Xms2048M -jar craftbukkit.jar

Nach­dem der Ser­ver mit­tels „screen“ gestar­tet wurde, drückt man „Strg + A“ und anschlie­ßend „Strg + D“ um ihn in den Hin­ter­grund zu legen. Beim ers­ten Start sollte der Ser­ver einen Ord­ner „plugins“ anle­gen. In die­sen kann man dann eigene Plugins legen. Für den Anfang sollte man es mit fol­gen­den Plugins versuchen:

Diese kön­nen auch ohne Rech­te­plu­gin genutzt wer­den, da die Befehle nur den Ser­ver­ope­ra­to­ren zu Ver­fü­gung stehen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://seeseekey.net/blog/4276