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In den meisten Minecraft-Welten sind eine Menge architektonischer Wunderwerke zu bewundern. Nun wäre es ja schade diese in Form von eingestaubten Daten auf der Festplatte zu belassen.

In vielen Minecraft-Welten gibt es eine Menge Bauwerke, welche als 3D-Druck eine gute Figur machen

Mittels des Tool Mineways kann man seine Minecraft-Welt für den 3D-Druck aufbereiten und dann mit Hilfe eines entsprechenden 3D-Dienstleisters (z.B. Shapeways) in eine reale Form gießen. Mineways ist dabei für Windows und Mac OS X verfügbar. Unter Linux soll es mittels WINE auch laufen.

Seit einiger Zeit gibt es in Minecraft eine Integration für den Streamingdienst Twitch. Damit ist es möglich sein Spiel direkt zu streamen. Möchte man das ganze unter Mac OS X nutzen, sind einige Vorarbeiten erforderlich. Im ersten Schritt muss SoundFlower heruntergeladen und installiert werden. Mittels SoundFlower ist es unter OS X möglich den Ton von einer Anwendung zu einer anderen Anwendung zu routen.

Nach dem Druck auf F6 muss das Broadcasting noch bestätigt werden

Anschließend kann Minecraft gestartet werden. Aktiviert wird das Broadcasting mittels F6 (F7 dient zum pausieren). Bei der ersten Aktivierung wird man aufgefordert seinen Minecraft-Account mit seinem Twitch-Account zu verlinken. Dafür folgt man einfach dem entsprechenden Link. Nach der Verlinkung der beiden Konten kann die Broadcast-Funktionalität genutzt werden. Wer beim Streamen Fehler wie:

TTV_EC__FRAME_QUEUE_TOO_LONG

bekommt, der sollte die Bandbreite in den Einstellungen verringern. Außerdem ist es ratsam, in den Broadcast-Einstellungen einen Server in seiner Nähe zu wählen.

Betreibt man einen Minecraft-Server auf einem Ubuntu basierten Server, so möchte man meist, das dieser mit dem Server startet. Dafür benötigt man ein Init-Skript. Natürlich kann man sich dieses selbst schreiben und damit einige Minuten bis Stunden verbringen. Mit Hilfe des in der Minecraft Wiki stehenden Skriptes geht das ganze aber wesentlich schneller. Auf der entsprechenden Seite der Wiki findet sich das Skript neben einer Installationsanleitung. Wenn man das ganze auf seinem Server eingerichtet hat, startet Minecraft automatisch und kann mittels des „service“-Kommandos kontrolliert werden.

Minecraft ist mittlerweile millionenfach verkauft worden. Wer von den Klotzwelten nicht genug bekommen kann, der sollte sich ScrumbleShip anschauen. Dabei handelt es sich um eine Raumschiffssimulation, welche aussieht als ob der Minecraft-Welt entsprungen wäre. Das Spiel welches mittlerweile erfolgreich über Kickstarter finanziert wurde sammelte dabei insgesamt $12,093 ein.

Ein Schiff im All

Die offizielle Seite des Spieles ist unter https://www.scrumbleship.com zu finden. Dort kann das Spiel in drei Editionen heruntergeladen werden. Bei der ersten Edition handelt es sich um die Demo-Version während es daneben noch die Voll– und die Deluxe-Version gibt. Sie unterscheiden sich dabei durch einige Features. Allen Versionen (bis auf die Demo) ist gemein, das der Quelltext mitgeliefert wird, was allerdings nicht bedeutet, das es sich dabei um freie Software handelt. Erhältlich ist das Spiel dabei für Linux, Windows und Mac OS X, wobei die Mac OS X Version auf einem Maverick noch zu Problemen führt.

Ab der zukünftigen Version 1.7 von Minecraft wird es für normale Spieler möglich sein Bücher zu kopieren. In der aktuellen Version ist dies leider nicht ohne weiteres möglich. Als „Operator“ auf dem Minecraft Server kann man allerdings Bücher kopieren.

Die Rahmen mit dem Buch welches kopiert werden soll

Dazu wechselt man in den „Creative mode“ mittels:

/gamemode 1

und hängt einige Rahmen an die Wand. In diesem Rahmen kommt das Buch welches kopiert werden soll. Anschließend wechselt man wieder in den „Survive mode“ und nimmt die Rahmen ab. Bei jedem Rahmen bekommt man somit eine Kopie des Buches. Alternativ kann man sich einen zweiten Spieler zu Hilfe holen welcher die Rahmen abnimmt, während man selber wieder neue Rahmen befüllt.

Rund um das Spiel Minecraft hat sich mittlerweile eine riesige Community gebildet. Das schlägt sich auch in den Werkzeugen und Anwendungen nieder, welche in irgendeiner Art mit Minecraft verbandelt sind. Eines dieser Werkzeuge ist der „JavaScript Redstone Simulator“ von Mordritch.

Der Redstone Simulator in Aktion

Dabei handelt es sich um eine Webapplikation mit welcher komplexe Redstoneschaltkreise simuliert werden können. Redstone ist dabei in etwa das Pedant zur Elektronik in der realen Welt. Die verschiedenen Elemente können auf einem Raster gesteckt werden und dann einer Simulation unterzogen werden. Auch ein Export des Ganzen ist möglich. Zu finden ist der Simulator unter http://mordritch.com/mc_rss/.

Da möchte man nichtsahnend Minecraft starten und bekommt nur folgende Fehlermeldung an den Kopf geworfen:

Exception in thread "main" java.awt.HeadlessException
        at java.awt.GraphicsEnvironment.checkHeadless(GraphicsEnvironment.java:173)
        at java.awt.Window.(Window.java:546)
        at java.awt.Frame.(Frame.java:419)
        at net.minecraft.LauncherFrame.(LauncherFrame.java:20)
        at net.minecraft.LauncherFrame.main(LauncherFrame.java:167)
        at net.minecraft.MinecraftLauncher.main(MinecraftLauncher.java:13)

In diesem Fall hilft ein beherztes:

apt-get install openjdk-6-jdk

auf der Konsole. Nach der Installation sollte Minecraft ohne weitere Probleme starten.

Für Minecraft gibt es sogenannte „Texture packs“ welche hierzulande Texturpakete genannt werden. Diese lassen sich dabei ganz einfach installieren. Man packt das heruntergeladene Paket einfach in den Ordner „texturepacks“. Hier wird die Sache dann je nach System schwieriger:

Linux: ~/.minecraft/texturepacks
Mac OS X: ~/Library/Application Support/minecraft/texturepacks
Win­dows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\%Benutzername%\Anwendungsdaten\.minecraft\texturepacks
Win­dows Vista/7; C:\User\%Nutzername%\AppData\Roaming\.minecraft\texturepacks

Nachdem sie in diesem Ordner gelandet sind, werden sie beim nächsten Start von Minecraft angezeigt.