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Wenn man von einem Mac zu einem anderen Mac umzieht, kann es vorkommen das bestimmte Passwörter sich noch in der Keychain des alten Mac befinden. Möchte man diese Passwörter übernehmen, so muss man die alte Keychain mit Hilfe der Schlüsselbundverwaltung einbinden.

Die Schlüsselbundverwaltung unter Mac OS X

Die Keychain befindet sich dabei im Pfad /Users/username/Library/Keychains/. Dort ist unter anderem eine Datei mit dem Namen login.keychain zu finden. In der Schlüsselbundverwaltung kann man diese keychain–Datei über den Menüpunkt Schlüsselbund hinzufügen laden. Die gewünschten Passwörter können nun in den Standardschlüsselbund des neuen Macs überführt werden. Zu berücksichtigen ist hierbei, das für jeden Datensatz das Passwort der eingebundenen Keychain eingegeben werden.

Der freie Norton Commander Clone Midnight Commander wird wie sein Vorbild mit der F10-Taste beendet. Bei einem frisch installierten Mac OS X führt diese Taste leider zu Problemen, da das Programmfenster nur verkleinert wird.

Die Mission Control Einstellungen

Grund hierfür sind die Mission Control–Einstellungen. Hier ist die Taste F10 für die Eigenschaft Programmfenster vorgesehen. Wenn man diesen Tastenkombination anderes belegt oder deaktiviert, kann man F10 im Midnight Commander wieder ohne Probleme nutzen. Alternativ kann die Escape-Taste und anschließend die Taste 0 gedrückt werden — dies hat die gleiche Wirkung wie die F10-Taste.

Bei Adium handelt es sich um einen freien Multi-Protokoll-Messenger für Mac OS X. Möchte man die Konfiguration von Adium zu einem anderem Mac übernehmen, so muss das Verzeichnis:

/Users/username/Library/Application Support/Adium 2.0

auf den anderen Mac übertragen werden. Anschließend kann Adium auf dem anderen Mac gestartet werden. Passwörter müssen allerdings neu eingegeben werden — auch Zertifikatswarnungen müssen neu bestätigt werden. Adium selbst kann über die offizielle Seite bezogen werden.

Nach dem Mac OS X ab Lion ohne Datenträger vertrieben wird, hat sich auch die Neuinstallation bzw. die Reperatur etwas verändert. Diese erfolgt nun über das Rettungssystem von Mac OS X. Um dieses System zu starten muss während des Starts des Macs die Tastenkombination:

Command + R

gedrückt werden. Damit wird beim Start automatisch das Rettungssystem geladen. Wird ein Mac mit einer leeren oder neuen Festplatte gestartet so wird das Rettungssystem automatisch aus dem Internet heruntergeladen und anschließend gestartet. Im Rettungssystem kann nun unter anderem die Neuinstallation angestossen werden.

Bei KeePassX und 1Password handelt es sich um Passwortmanager mit welchem man die unterschiedlichsten Passwörter sinnvoll verwalten kann. KeePassX ist dabei eine Mac Variante des freien Passwortmanagers KeePass. Möchte man die Daten von KeePassX zu 1Password importieren, steht man vor dem Problem das die aktuelle Version 2 keine Exportfunktionen unterstützt.

1Password unter Mac OS X

Als Abhilfe kann man KeePass 2 nutzen und die Daten mit diesem in das KeePass XML Format exportieren. Der nächste Schritt besteht darin die entsprechende Konverterapplikation herunterzuladen. Diesen Konverter muss nach dem Download mit der exportieren XML-Datei gefüttert werden:

/usr/bin/perl5.16 convert_to_1p4.pl keepass2 -v /Users/seeseekey/Desktop/passwords.xml

Der Konverter erzeugt im gleichen Ordner eine 1P4_import.1pif–Datei als Ergebnis. Diese wiederum kann in 1Password importiert werden. Der direkte Aufruf der systemeigenen Perl-Installation verhindert das es zu Fehlern wie diesem kommt:

Can't locate Date/Calc.pm in @INC (@INC contains: /opt/local/lib/perl5/site_perl/5.16.3/darwin-thread-multi-2level /opt/local/lib/perl5/site_perl/5.16.3 /opt/local/lib/perl5/vendor_perl/5.16.3/darwin-thread-multi-2level /opt/local/lib/perl5/vendor_perl/5.16.3 /opt/local/lib/perl5/5.16.3/darwin-thread-multi-2level /opt/local/lib/perl5/5.16.3 /opt/local/lib/perl5/site_perl /opt/local/lib/perl5/vendor_perl .) at Utils/PIF.pm line 18.

In einem solchen Fall nutzt das System bei Eingabe des Kommandos perl eine alternative Version wie sie z.B. von MacPorts bereitgestellt wird.

Kreativität treibt manchmal seltsame Blüten. So auch bei der App Screentendo, welche einen Screenshoot vom aktuellen Fenster in ein Level für Mario, den wohl berühmtesten Klempner der Welt, verwandelt. Die Techdemo läuft unter Mac OS X und ist recht eindrucksvoll.

In einem Blogbeitrag erlärt Aaron Randall die Technik hinter der Applikation. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden, allerdings handelt es nicht um freie Software, da er unter keiner freien Lizenz lizenziert wurde.

MYO

Vor einigen Wochen traf ein MYO bei mir ein. Dabei handelt es sich um ein Armband zur Gestensteuerung welches von Thalmic entwickelt wurde. Befestigt wird das MYO am Unterarm. Dort ließt es die elektrischen Ströme aus, welche von den Muskeln erzeugt werden. Daneben erkennt das MYO seine Position im Raum.

Das MYO im ausgepackten Zustand

Das MYO erkennt dabei eine Reihe von fest definierten Gesten (z.B. Faust oder Spreizen) und nutzt dieser zur Steuerung. Zur MYO-App gibt es sogenannte Konnektoren, mit welchen die Funktionsvielfalt erhöht werden kann. Solche Konnektoren gibt es unter anderem für Keynote, Youtube, verschiedene Browser viele mehr. Zu finden sind die Konnektoren auf dem Myo Market. Durch die Erkennung der Bewegung im Raum eignet sich das Armband auch zur Steuerung von Spielen wie Minecraft, oder zum Fliegen von Drohnen. Die Erkennung funktioniert nach dem Warm-Up überraschend gut, allerdings fehlt mir persönlich noch die Killerapplikation für das MYO.

Mit Hilfe der systemeneigenen Suche Spotlight, kann man unter Mac OS X eine Menge anstellen. So ist es möglich mit Spotlight zu rechnen, Dokumente auf dem System zu suchen oder Anwendungen zu starten. Wem diese Funktionen nicht reichen, der kann Spotlight mittels Plugins erweitern. Mit Hilfe von Flashlight gibt es eine Plattform für solche Plugins.

Die Konfigurationsapp von Flashlight

Um diese nutzen zu können muss die Flashlight–App heruntergeladen und installiert werden. Nach dem Start von Flashlight werden einige empfohlene Plugins installiert. Weitere Plugins und Funktionalitäten können anschließend über die Flashlight–App nachinstalliert werden. Der Großteil der Plugins ist unter der MIT-Lizenz lizenziert, nur einige wenige Plugins und die Flashlight–Applikation als solche ist unter der GPL lizenziert. Damit ist das Gesamtpaket freie Software. Bezogen werden kann Flashlight auf der offiziellen Seite — der Quelltext ist auf GitHub zu finden.

Unter Mac OS X ist ein Backup schnell eingerichtet — Time Machine, die dafür zuständige Applikation wird bei Inbetriebnahme des Mac eingerichtet und verrichtet ihren Dienst anschließend im Hintergrund. Backups werden nun regelmäßig auf ein entsprechendes Medium geschrieben.

Time Machine sichert die Daten

Interessant ist nun, welche Dateien Time Machine sichert — so wird nicht das gesamte Systeme gesichert, sondern nur bestimmte Dinge wie die Programme und Anwendungen des Nutzers. Cache-, Logdateien, der Papierkorb und das eigentliche Betriebsystem werden nicht gesichert. Bei einer vollständigen Wiederherstellung wird stattdessen das System neu installiert und anschließend das Time Machine-Backup wieder eingespielt. Das führt unter anderem dazu das installierte MacPorts, nach dem Rückspielen des Dateisystems nicht mehr vorhanden sind.