seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Ich habe heute mal Audi­ble aus­pro­biert. Dazu gibt es ja schließ­lich das Pro­be­abo. Aller­dings war es wohl das letzte Mal das ich die­sen Dienst benutzt habe. Da Audi­ble zu Ama­zon gehört kann man sich mit sei­nen Ama­zon Zugangs­da­ten anmelden.

Danach nur noch das ent­spre­chende Buch kau­fen und her­un­ter­la­den. In der Theo­rie sollte es so sein. Wenn man das ganze auf dem Rech­ner hören möchte muss man den „Audi­ble­Ma­na­ger“ her­un­ter­la­den. Diese Anwen­dung beein­druckt schon durch ihre gräss­li­che Farbgebung.

Der AudibleManager

Der Down­load des gekauf­ten Buches klappt dann auch nicht wie gewünscht. Immer wie­der wies einen die Web­seite dar­auf hin, das man den „Audi­ble­Ma­na­ger“ her­un­ter­la­den und instal­lie­ren muss. Die­ses Hin­weis nutzt nur nichts wenn die Soft­ware bereits instal­liert. In der Soft­ware selbst gibt es keine Mög­lich­keit die gekauf­ten Bücher her­un­ter­zu­la­den. Nach einer Weile des Pro­bie­rens wurde dann ein­fach mal auf die Mac Hilfe von Audi­ble geschal­tet und schon bekam ich unter Win­dows die „*.adg“ Dateien her­un­ter­ge­la­den. Mit die­ser wird der Audi­ble Down­load­ma­na­ger gefüt­tert, wel­cher dann mit dem Down­load beginnt.

Dann hat man auf sei­nem Rech­ner „*.aa“ Dateien mit wel­chen man auf einem nor­ma­len MP3 Player nichts anfan­gen kann. Gedankt sei es dem DRM. Spä­tes­tens hier war der Punkt erreicht an dem ich das ganze wie­der kün­digte. Audi­ble ist zusam­men­fas­send ein durch und durch nut­zer­un­freund­li­ches System.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Audible

Die Homöo­pa­thie. Unend­li­che Ver­dün­nung in unend­li­chen Varia­tio­nen (so oder so ähn­lich hätte es Spock wahr­schein­lich gesagt). Wun­der­me­di­zin gegen alle erdenk­li­chen Lei­den und ziem­lich gefähr­li­cher Blöd­sinn. Unsere Kran­ken­kas­sen geben wohl jähr­lich 9 Mil­lio­nen Euro für Zucker­kü­gel­chen auch Glo­buli genannt aus. Nun gut soll doch jeder so viele Zucker­kü­gel­chen zu sich neh­men wie er möchte. Aber wenn dann Eltern auf die Idee kom­men ihre Kin­der eine rich­tige Behand­lung zu ver­weh­ren und sie statt­des­sen mit Zucker­kü­gel­chen füt­tern geht das zu weit.

Homöo­pa­thie sollte nicht von den Kran­ken­kas­sen bezahlt wer­den und Ärzte die so etwas ver­schrei­ben soll­ten sich nicht mehr so nen­nen dür­fen. Quack­sal­ber wäre doch ein schö­ner Name. Möchte sie Medi­zin oder darf es was homöo­pa­thi­sches sein?

Oder wie Sneet­witt­chen schrieb:

Glo­buli gegen Bla­sen­ent­zün­dung sind auch nicht das All­heil­mit­tel. Die Din­ger sau­gen ja kaum was auf.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34851/1.html

Google lie­fert nun für Android eine neue Mar­ket­ver­sion aus. Hucke­pack gibt es gleich eine Ände­rung der Erstat­tungs­richt­li­nien. Statt wie frü­her 24 Stun­den blei­ben dem Kun­den jetzt nur noch 15 Minu­ten um eine App zurück­zu­ge­ben. Meine Her­ren (die Damen natür­lich auch) bei Google: Was soll das? Ich kaufe eigent­lich gerne irgend­wel­che Apps, da ich mir bis vor kur­zem sicher sein konnte das ich jede App aus­führ­lich tes­ten konnte. Und nun soll ich die Katze im Sack kau­fen? Aber machen wir doch mal einen klei­nen Selbst­ver­such und instal­lie­ren X-Plane 9 (zirka 30 MB):

15:01 Uhr -> Kauf der Appli­ka­tion
15:01 Uhr -> Beginn des Down­loads
15:08 Uhr -> Down­load been­det
15:08 Uhr -> Beginn der Instal­la­tion
15:09 Uhr -> Instal­la­tion beendet

So da blei­ben mir also genau 7 Minu­ten um den Flug­si­mu­la­tor aus­rei­chend zu tes­ten. Und diese 7 Minu­ten rei­chen bei wei­tem nicht. Und was ist mit dem Fall das der Down­load der App nicht gleich beginnt son­dern sich ver­zö­gert? Sol­che Pro­bleme hatte der Android Mar­ket ja schon des öfte­ren. Oder was ist wenn es nach der Instal­la­tion an der Tür klin­gelt oder das Mit­tag fer­tig ist? Laut Google wurde der Erstat­tungs­zeit­raum geän­dert, da die meis­ten Anwen­dun­gen in der ers­ten Minute zurück­ge­ge­ben wer­den. Es würde mich aber auch nicht wun­dern, wenn da auch noch Druck von außen dazu kam. So hat Spie­le­firma XY ihren Gewinn gleich in der Tasche, auch dann wenn der Spie­ler nach 20 Minu­ten merkt das die App stän­dig abstürzt oder ihm gar nicht gefällt.

Ent­we­der man macht es rich­tig oder gar nicht. Die 15 Minu­ten hät­tet ihr euch spa­ren können…

Update: Ich scheine nicht der ein­zige zu sein, siehe: http://www.golem.de/1012/80344.html

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://www.golem.de/1012/80296.html
http://www.golem.de/1012/80317.html

Nach­dem ich ja fest­stel­len dürfte, das bei uns in Neu­bran­den­burg Rad­wege nicht geräumt wer­den, blieb nur noch Plan B. Die Fahrt zur Arbeit auf der Bun­des­straße. Dabei wurde ich auch prompt von eini­gen Autos ange­hupt. Was soll das? Dazu doch mal fol­gen­des Zitat:

Wenn ein als benut­zungs­pflich­tig gekenn­zeich­ne­ter Rad­weg prak­tisch nicht benutz­bar oder unzu­mut­bar ist, z. B. durch par­kende Kraft­fahr­zeuge oder andere Hin­der­nisse, Bau­stel­len oder feh­lende Schnee­räu­mung, ent­fällt die Benut­zungs­pflicht (vgl. LG Olden­burg, 29. Juli 1952, VkBl. 53, 190). Auf den Geh­weg darf nicht aus­ge­wi­chen wer­den, da die­ser nur den Fuß­gän­gern vor­be­hal­ten ist. Ein Cel­ler OLG-Urteil sagt aus, dass auch eine Ver­let­zung des „Luft­raums“ des Geh­we­ges nur mit dem hin­ein­ra­gen­den Len­ker schon unzu­läs­sig sei.

Ergo bleibt nur noch die Fahr­bahn. Also bitte liebe Auto­fah­rer, ein biss­chen mehr §1. Danke.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Ende_der_Benutzungspflicht
http://www.adfc.de/Verkehr–Recht/Recht/Regeln-fuer-Radfahrer/Rennrad-und-Radweg/Rennrad-und-Radwegebenutzungspflicht

Einige Lan­des­par­la­mente haben ihn schon durch gewun­ken. Den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag kurz JMStV. Das Pro­blem an die­sen, er stürzt viele Blog­ger in eine Bre­douille. Sie müs­sen Inhalte nach Alter­stu­fen kenn­zeich­nen oder Sen­de­zei­ten ein­füh­ren. Aus die­sem Grund sind auch schon einige Blogs dabei ihre Schlie­ßung vor­zu­be­rei­ten oder sind bereits dabei. Einige Beispiele:

- http://koehntopp.de/
http://www.vzlog.de/2010/11/in-eigener-sache-wir-schliesen-am-31-dezember-2010/
http://nextgennetworks.de/index.php?/archives/1060-Ob-ich-dicht-machen-sollte.html

Momen­tan gehen die Hoff­nun­gen nach NRW das dort die Grü­nen dage­gen stim­men, aber dort gab es fol­gen­des Zitat (über den Twit­ter­ac­count der Grü­nen in NRW):

Wir sind wei­ter­hin gegen den JMStV, die Frak­tion hat sich auf­grund par­la­men­ta­ri­scher Zwänge anders entschlossen.

Und ich dachte immer jeder Abge­ord­nete ist nur sei­nem Gewis­sen ver­pflich­tet. Nun gut haken wir die Grü­nen von unse­rem Wahl­zet­tel ab. Unwählbar.

In Frank­reich oder Grie­chen­land hät­ten die Bür­ger bei sol­chen Din­gen sicher­lich schon das Par­la­ment abge­fa­ckelt, aber der deut­sche Bür­ger lässt alles über sich erge­hen… Es wird Zeit das wir den ent­spre­chen­den Par­teien end­lich mal zei­gen das es so nicht wei­ter­geht und das Kreuz an einer ande­ren Stelle machen. Hof­fent­lich an der richtigen…

Update:
– Udo Vet­ter beru­higt etwas — http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/
– Pan­tof­fel­punk bleibt — http://blog.pantoffelpunk.de/brechmittel/jmstv-am-arsc
– C Juris­ten — http://blog.beck.de/2010/11/30/jugendmedienstaatsvertrag-und-altersfreigabe-im-internet
RA Stad­ler infor­miert uns auch — http://www.internet-law.de/2010/12/mein-blog-bleibt-online.html
AK Vor­rat — http://www.pottblog.de/2010/12/02/warum-udo-vetter-und-robert-basic-sich-in-sachen-jugendmedienschutz-staatsvertrag-jmstv-und-die-auswirkungen-auf-blogs-irren/

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://www.fsm.de/de/jmstv-2011
http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/
http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33758/1.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,732060,00.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blog-macht-wegen-neuem-Jugendschutzgesetz-dicht-Updates-1144566.html

Der E-Postbrief, von Post beju­belt, vom Volk geliebt. Doch ist wirk­lich alles Friede Freude Eier­ku­chen? Zwei inter­es­sante Bei­träge dar­über sind unter http://gutjahr.biz/blog/2010/07/die-gelbe-gefahr/ und unter http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kritik-am-E-Postbrief-waechst-1044814.html zu fin­den. Dort wird beschrie­ben wel­che bös­ar­ti­gen (das muss man lei­der schon so nen­nen) Fall­stri­cke in die AGBs ein­ge­baut wurde, von nicht vor­han­de­ner Ende zu Ende Ver­schlüs­se­lung mal ganz zu schweigen…

Wie man bei Heise lesen konnte bringt Sea­gate in Kürze eine drei Tera­byte Fest­platte auf den Markt. Das die Fest­platte dabei als externe Fest­platte aus­ge­lie­fert wird hat sei­nen guten Grund. Win­dows XP kann nicht mit Fest­plat­ten über 2 Tera­byte umge­hen. Dies liegt daran das die Sek­to­ren­fel­der im Mas­ter Boot Record nur 32 Bit lang sind.

Die Indus­trie ent­wi­ckelt immer wie­der Stan­dards die wie­der hin­fäl­lig wer­den. Genau so die SDXC Kar­ten. Auf diese Kar­ten pas­sen maxi­mal 2 Tera­byte. Natür­lich klingt das im ers­ten Moment viel, aber wie sieht es in 5 Jah­ren aus? Stan­dards soll­ten doch so gebaut wer­den das sie auf abseh­bare und län­gere Zeit auch gül­tig blei­ben… Oder wie hieß es so schön: Stan­dards sind etwas tol­les, für jedes Pro­blem gibt es min­des­tens drei.