seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Dank dem europäischen Gerichtshof haben wir seit einiger Zeit das Recht auf Vergessen bei Google und Co. — was bedeutet das Suchmaschinen bestimmte Ergebnisse nicht mehr anzeigen dürfen, wenn jemand dieses beanstandet. Dies betrifft auch Seiten wie die Wikipedia.

Die Liste der vergessenen Seiten

Glücklicherweise informiert Google die entsprechende Seite über solche Löschungen aus dem Index, so das viele Nachrichtenportale und auch die Wikipedia Listen mit gelöschten Seiten führt. Für die Wikipedia kann man diese Liste dabei direkt bei Wikimedia einsehen.

Von Zeit zu Zeit präsentiert Google neue mehr oder minder interessante Dienste. Einer der Dienste welche in die Kategorie Interessant fällt ist dabei Ins Grüne mit Google.

Ins Grüne

Um den Dienst zu nutzen ruft man die Webseite insgruene.withgoogle.com auf und klickt auf den Button Jetzt ins Grüne. Anschließend sucht Google nach Plätzen und Orten, welche man besuchen könnte. Dabei versucht der Dienst Orte zu wählen, welche höchstwahrscheinlich nicht überfüllt sind. So soll die Gefahr gebannt werden das sich plötzlich 100 Menschen am gleichen Ort befinden, der eigentlich als Geheimtipp gedacht war.

Wenn man in seiner WordPress-Installation eine Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen möchte, so geschieht dies am einfachsten mit dem Plugin „Google Authenticator for WordPress“ welches über Pluginsuche im WordPress Backend installiert werden kann.

Die Einstellungen des „Google Authenticator for WordPress“

Nach der Installation muss das Plugin in den Einstellungen aktiviert werden. Hier kann auch eingestellt werden ob alle Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen müssen. In der jeweiligen Benutzerseite kann anschließend das Token und der Barcode für die Authentifizierung erstellt werden. Das Plugin ist dabei unter der GPL3 lizenziert — der Quelltext ist auf GitHub zu finden. Den passenden Authentifikator gibt es im jeweiligen Appstore für die gewünschte Plattform.

Google Authenticator
Preis: Kostenlos
Google Authenticator
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Wer das ganze nicht mit einer App, sondern in Form einer HTML5 Anwendung nutzen möchte, kann den Quelltext dafür ebenfalls auf GitHub beziehen.

Die Funktionsweise der robots.txt Datei welche im Robots Exclusion Standard festgehalten ist. Mit Hilfe diese Datei kann man Webcrawler anweisen bestimmte Bereiche der Webseite nicht zu indizieren. Neben der robots.txt verfügt Google mittlerweile auch über eine killer-robots.txt:

User-Agent: T-1000
User-Agent: T-800
Disallow: /+LarryPage
Disallow: /+SergeyBrin

Im Zuge der Übername von Boston Dynamics ist eine solche Datei natürlich als Sicherheitsmaßnahme zu verstehen ;)

In meiner Serie über nützliche WordPress Plugins geht es heute um ein Plugin zu Erstellung von XML Sitemaps. Diese werden unter anderem von Google und Yahoo zur besseren Indizierung genutzt. Damit wird man im Idealfall besser gefunden und die Suchmaschine weiß wie oft sie welche Seiten abgrasen muss.

Ein Auszug aus der sitemap.xml von seeseekey.net

Besagtes Plugin trägt dabei den Namen „Google XML Sitemaps“ und ist auf der offiziellen Seite oder über die WordPress Pluginverwaltung zu finden. Wenn man es nutzt und eine „robots.txt“-Datei in der WordPress-Installation vorhanden ist, so kann man die Sitemap dort mittels:

Sitemap: http://example.org/sitemap.xml

bekannt geben. Dadurch erfährt die Suchmaschine, wo es eine entsprechende Sitemap findet. Ist keine „robots.txt“-Datei vorhanden, trägt das Plugin sie in die virtuelle „robots.txt“-Datei von WordPress ein, womit sie auch bekanntgegeben wird.

Google scheint eine kritische Masse erreicht zu haben. Anders kann man sich das Verhalten in letzter Zeit nicht erklären. Während Larry Page sich auf der Keynote zur Google I/O noch bitterlich beschwerte, das den Nutzern von „Outlook.com“ die Möglichkeit eröffnet wurde mit Google Chat zu kommunizieren, aber dies umgekehrt nicht Fall sei und gleich danach beteuerte wie wichtig Interoperabilität ist.

Das Problem ist, das diese Aussage ziemlich zwiespältig wirkt. So wurde kurze Zeit später bei der Zusammenführung der hauseigenen Messenger einfach die XMPP Kommunikation zu anderen Servern gekappt. Somit ist es Nutzer dieser Messenger nicht mehr möglich mit Jabber Nutzern zu reden welche ihre Accounts bei anderen Diensten betreiben. Stattdessen soll man den haus­ei­gen Client nutzen, welcher nur mit Google Kontakten funktioniert.

Das ist beileibe nicht die einzige Abwertung eines offenen Standards durch Google. Vor einigen Monaten traf es den Google Reader (und damit RSS), welcher in diesem Monat seine letzte Schonfrist genießt. Auch die offene Kalender API über iCal wird zum September 2013 eingestellt. Dann erfolgt der Zugriff auf diese Daten nur noch über die proprietäre „Calendar API“ von Google.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage warum Google sich so verhält. Ein Grund könnte die Nutzerbindung sein, mit welcher die Googlenutzer im Google Datensilo gefangen bleiben, wenn es keine offenen Austauschschnittstellen mehr gibt. Ein anderer Grund könnte sein, das Google mehr Geld verdienen möchte. So ist z.B. die „Calendar API“ auf 10000 Abfragen pro Tag begrenzt, wer mehr benötigt darf eine Erhöhung des Quota bei Google erbetteln. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis wir auch für diesen Dienst löhnen dürfen.

Allerdings revidiert Google auch ab und an eine Entscheidung, wie bei der Calender API welche nun über CalDAV wieder für alle zugreifbar sein soll. Auch sollen die Kontakte mittels der CardDAV API abgefragt werden können. Wobei sich hier für den Beobachter ein hin und her ergibt, welches man von einem verlässlichen Partner nicht erwartet. So hilft es wohl nur das Datensilo zu verlassen und die private Cloud auf eigenem Webspace zu betreiben. Oder wie Goethe sagte: „Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.golem.de/news/larry-page-microsoft-will-uns-ausnutzen-1305–99298.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Kalender-API-bleibt-offen-fuer-alle-1883394.html
https://netzpolitik.org/2013/google-verabschiedet-sich-grostenteils-von-offenen-standards-fur-instant-messaging/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Chat-Client-kappt-Jabber-Kompatibilitaet-1866059.html

Google Reader wird zum ersten Juli 2013 eingestellt. Nun stellt sich für viele Leute die Frage, wie geht es weiter? Meist wird Google Reader nicht nur zum Lesen und Verwalten der Feeds benutzt, sondern auch zur Synchronisation der Feeds respektive der Artikel (gelesen, ungelesen et cetera) zwischen den Clients verwendet. So kann man seine Artikel auf mehreren Geräten lesen und hat keine Probleme mit doppelten Artikeln.

Zwar gibt es eine Petition welche sich gegen die Schließung ausspricht, aber ob daraus etwas wird steht in den Sternen. Wenden wir uns stattdessen lieber Plan B zu. Im ersten Schritt kann man seine Feeds mittels Google Takeout auf der lokalen Festplatte sichern. Sicher ist bekanntlich sicher.

Als Alternative zu Google Reader legen wir uns einen Account bei feedly an. Dazu laden wir uns eine der Feedly Apps für das entsprechende und gewünschte System herunter. Eine Weboberfläche (ohne installierte Erweiterung) gibt es im Moment leider noch nicht. Allerdings soll später ein Google Reader API Klon nachgereicht werden, so das auch Clients welche auf diesem aufsetzten, später wieder ohne größere Änderungen funktionieren sollten.

feedly erfordert eine Bestätigung

In der App wird dann der Login betätigt und anschließend die Verknüpfung mit dem Google Konto hergestellt. So lange Google Reader noch aktiv ist, geht das ganze problemlos. Im Hintergrund wird bei feedly im Moment an einer eigenen RSS Engine gearbeitet, so das dass ganze ab Juli auch ohne Google Reader funktioniert.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://blog.feedly.com/2013/03/14/google-reader/
http://www.golem.de/news/feed-reader-google-reader-wird-komplett-eingestellt-1303–98176.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-macht-den-RSS-Dienst-Reader-dicht-1822669.html

OpenStreetMap ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Spätestens seit dem Google für bestimmte Anwender (welche festgelegte Volumina überschreiten) nicht unerhebliche Gebühren verlangt, ist OpenStreetMap auch für kommerzielle Anbieter interessant geworden. Möchte man nun auch auf OpenStreetMap umsteigen, so gibt es natürlich einige Stolpersteine welche man berücksichtigen muss. Für einen solchen Fall bietet die Webseite http://switch2osm.org dem geneigten Nutzer Informationen rund um den Wechsel zu OpenStreetMap. Das fängt bei den Gründen an aus welchen man wechseln sollte, über die Grundlagen bis hin zur Bereitstellung von eigenen Tileservern und bietet so einen fundierten Einstieg in die Welt von OpenStreetMap.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Openstreetmap

Wer ein Spiel für ein Mobilgerät schreiben möchte hat das Problem das es eine ganze Menge dieser Systeme gibt. Die bekannteren sind sicherlich Android und iOS. Möchte man für diese Systeme ein Spiel schreiben, so wäre eine Abstraktionsschicht eine feine Sache. Eine solche bietet Google mit „PlayN“ unter der Apache Lizenz an. Mit diesem Framework wurde unter anderem die Google Chrome Version von Angry Birds geschrieben. Aktuell werden folgende Plattformen unterstützt:

  • Java
  • HTML5
  • Android
  • iOS

Auch Flash wird unterstützt, wobei das Backend dafür im Moment einen Maintainer sucht und deshalb in dieser Liste nicht auftaucht. Herunterladen kann man sich PlayN unter http://code.google.com/p/playn/.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://code.google.com/p/playn/wiki/PlatformStatus
http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/03/12/playn/

Vor einiger Zeit brachte Google Labs ein Modell des menschlichen Körpers namens Google Body heraus. Damals funktionierte das ganze nicht so wirklich im Firefox (mangels ausreichender WebGL Unterstützung), also habe ich es erstmal ad acta (Achtung, aktuelles Wortspiel ;)) gelegt. Nachdem ich es mir nun nochmal anschauen wollte musste ich feststellen, das das ganze nach der Schließung von Google Labs nicht mehr so hieß. Nach kurzer Suche wurde ich dann aber fündig. Das ganze heißt nun „Zygote Body“ und ist dementsprechend unter http://zygotebody.com/ zu finden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://en.wikipedia.org/wiki/Google_Body