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Die Add-Ons im Fire­fox las­sen sich ohne Pro­bleme dein­stal­lie­ren. Schwie­ri­ger wird dies bei den Plugins. Diese set­zen sich ein­fach fest und haben nur einen „Deaktivieren“-Button. Um die Plugins den­noch zu ent­fer­nen, öff­net man die erwei­terte Kon­fi­gu­ra­tion wel­che man über die Adress­leiste erreicht, indem man „about:config“ ein­gibt. Dort ändert man dann den Wert der Ein­stel­lung „plugin.expose_full_path“ auf „true“.

about:plugins

Anschlie­ßend kann man mit­tels „about:plugins“ sehen, wo sich das ent­spre­chende Plu­gin ver­steckt. Auf­pas­sen muss man an die­ser Stelle, da dort nur die akti­ven Plugins anzeigt wer­den. Wenn man dann die ent­spre­chen­den Dateien löscht ist man seine unge­lieb­ten Plugins los.

Mac­Ports kann man instal­lie­ren und natür­lich auch wie­der dein­stal­lie­ren. Zur Dein­stal­la­tion öff­net man ein Ter­mi­nal und gibt dort:

sudo port -fp uninstall installed

ein. Damit sind im ers­ten Schritt sämt­li­che Ports dein­stal­liert. Nun müs­sen nur noch die rest­li­chen Spu­ren auf der Fest­platte getilgt wer­den. Dies geschieht mittels:

sudo rm -rf \
/opt/local \
/Applications/DarwinPorts \
/Applications/MacPorts \
/Library/LaunchDaemons/org.macports.* \
/Library/Receipts/DarwinPorts*.pkg \
/Library/Receipts/MacPorts*.pkg \
/Library/StartupItems/DarwinPortsStartup \
/Library/Tcl/darwinports1.0 \
/Library/Tcl/macports1.0 \
~/.macports

im Ter­mi­nal. Danach ist Mac­Ports deinstalliert.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es unter:
http://guide.macports.org/chunked/installing.macports.uninstalling.html

In der IT Welt gibt es ja Gra­ben­kämpfe was das beste Sys­tem ist und so fin­det man Anhän­ger aller Frak­tio­nen die sich gegen­sei­tig die Köpfe ein­schla­gen. Wobei „die Wahr­heit“ doch sicher­lich ein Stück tri­via­ler ist, so das jeder sich das Sys­tem suchen sollte mit dem er glück­lich ist.

Bei mir sollte das ein Mac­book Air wer­den. Im ers­ten Moment nicht wegen dem OS X, son­dern wegen der Hard­ware die mir doch sehr zusagte. Nach­dem das ganze bestellt und gelie­fert wurde, ging es ans erste Aus­pro­bie­ren. Linux und Win­dows sind mir bekannt so das doch gewisse Abläufe fest ver­drah­tet waren/sind.

Ein Mac­book Air

Die erste Sache die mir auf­fiel war der Boot­vor­gang. Im Gegen­satz zu einem PC war die­ser ange­nehm text­los, so das mich nur ein Apple Logo anschaute bis das Sys­tem gebo­tet war. Bei ande­ren Rech­ner darf man in die­ser Zeit ja schöne BIOS-Meldungen lesen und/oder sich an wech­seln­den Logos erfreuen.

Der ganze Start dau­ert etwa 10 — 15 Sekun­den, auch sonst ist die gefühlte Schwub­di­zi­tät auf einem hohen Level, keine stö­ren­den Kaf­fee­pau­sen mehr in Aus­sicht. FileV­ault wurde gleich mit­ak­ti­viert und wirkt sich auch nicht fühl­bar auf die Per­for­mance aus. Nach­dem man ein biss­chen mit dem Sys­tem her­um­ge­spielt hat, kom­men die ers­ten Sachen bei denen man sich als „Other OS“ Nut­zer wundert:

  • Wo ist mein Backslash?
  • Warum zur Hölle kann ich das Ter­mi­nal nicht zwei Mal starten?
  • Gibt es kei­nen ver­nünf­ti­gen Nor­ton Com­man­der Clone?
  • Wo sind die Ein­füge– und Entfernentaste?
  • Wie instal­liert man eigent­lich Soft­ware ohne den Apps­tore und wie dein­stal­liert man sie wieder?

Zu der „Back­slash“ Pro­ble­ma­tik und diver­sen ande­ren Son­der­zei­chen werde ich sicher­lich noch einen extra Arti­kel schrie­ben. Eine wei­tere Sache bei der man etwas ver­wirrt ist, ist wohl die Tat­sa­che das man eine Anwen­dung nicht mehr als ein­mal auf bekommt. Beson­ders ner­vig ist das beim Ter­mi­nal, zu min­des­tens bis zu dem Moment in wel­chem man fest­stelt das man mit­telt „Cmd + T“ einen neuen Tab öff­nen kann.

Eine andere Sache die recht stö­rend war, ist das es augen­schein­lich kei­nen ver­nünf­ti­gen „2-Panel“ Datei­ma­na­ger für OS X gibt. Zwar gibt es Soft­ware wie „Path Fin­der“ und „For­k­lift“ aber das „Nor­ton Com­man­der“ Fee­ling will da nicht auf­kom­men. Schuld daran ist haupt­säch­lich die unzu­rei­chende Tas­ta­tur­be­die­nung. Ich bin am Ende beim „muCom­man­der“ gelan­det wel­cher unter http://www.mucommander.com/ zu fin­den ist. Dabei han­delt es sich um eine freie Java Anwendung.

Eine wei­tere Sache die man nach einer Weile drauf hat, sind die Mac­Ports. So kann man sich z.B. Gimp über Mac­Ports mittels:

sudo port install gimp

instal­lie­ren. Die Soft­ware­instal­la­tion kann prin­zi­pi­ell über vier Arten erfolgen:

  • App Store
  • Mac­ports
  • dmg Datei her­un­ter­la­den und in Pro­gramme Ord­ner schieben
  • Instal­ler (*.pkg et cetera) her­un­ter­la­den und ausführen

Das Dein­stal­lie­ren unter­schei­det sich dann auch je nach Intal­la­ti­ons­art. Über den Apps­tore instal­lierte Pro­gramme kön­nen direkt im Laun­cher dein­stal­liert wer­den, indem man mit der Maus etwas län­ger auf ein Sym­bol drü­cken. Bei den Mac­ports sieht das ganze so aus:

sudo port uninstall gimp

Bei den Appli­ka­tio­nen wel­che ein­fach nur in das Pro­gramm­ver­zeich­nis gescho­ben wur­den, reicht es diese ein­fach aus die­sem zu löschen. Aller­dings kann es durch­aus sein, das danach noch Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­teien und ähn­li­ches auf der Fest­platte vor­han­den sind.

Inter­es­sant wurde es dann wie­der, als ich ver­sucht einige Bash Skripte wel­che ich unter Linux in Benut­zung habe, auch auf dem Mac aus­zu­füh­ren. Glück­li­cher­weise ist das kein Pro­blem, da es sich bei der Shell um eine Bash han­delt. Die Skripte kann man im ers­ten Moment aller­dings nur im Ter­mi­nal aus­füh­ren, es sei denn man hängt ein „.com­mand“ an den Datei­na­men heran, dann geht das ganze auch von der gra­fi­schen Oberfläche.

Als Jab­ber Cli­ent musste „iChat“ her­hal­ten und für IRC tut es erst ein­mal „Lime­Chat“. Die Instal­la­tion von „Kru­sa­der“ und „Kden­live“ über Mac­ports schlug lei­der fehl, hier muss dann doch noch etwas geforscht wer­den. Alles in allem ein schö­nes Betriebsys­tem, wobei ich am meis­ten von der beleuch­te­ten Tas­ta­tur begeis­tert bin ;)