seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Seit 2007 kann man bei der Ent­wick­lung mit­tels .NET in den Quell­text des Frame­works debug­gen. So kann man Feh­ler fin­den wel­che mit dem Unter­bau zusam­men­hän­gen, was durch­aus mal vor­kommt.

referencesource.microsoft.com

Wäh­rend man in den frü­hen Ver­sio­nen den Quell­text nur mit­tels des Visual Stu­dios anschauen konnte, gibt es nun seit eini­ger Zeit auch eine Mög­lich­keit dies Online zu tun. Auf der Seite referencesource.microsoft.com kann sich der Quell­text des gesam­ten .NET Frame­works pro­blem­los im Brow­ser ange­zeigt wer­den. Lizen­ziert ist das ganze dabei unter der Micro­soft Refe­rence Source License (MS-RSL).

Bom­ber­man kann mitt­ler­weile auf eine lange Geschichte zurück­bli­cken. Man nehme ein paar Mit­spie­ler und ver­su­che sich mit Bom­ben das Leben so schwer wie mög­lich zu machen. Mit Bom­ber­mine gibt es nun auch eine Imple­men­tie­rung des Spiel­prin­zips wel­che im Brow­ser spiel­bar ist.

Bom­ber­mine im Browser

Das Spiel setzte dabei unter ande­rem auf Node.js und HTML5 Tech­ni­ken auf. Im Gegen­satz zu den klas­si­schen Imple­men­ta­tio­nen kann man bei Bom­ber­mine mit bis zu 1000 Mit­spie­lern auf der glei­chen Karte spie­len. Zu fin­den ist das Spiel auf bombermine.com.

Mit Java­script und Co. ist mitt­ler­weile eine ganze Menge mög­lich. Das sieht man auch immer wie­der an den unter­schied­lichs­ten Expe­ri­men­ten, wel­che aus dem Hause Google kom­men. In diese Fall ist es buildwithchrome.com.

Lego im Browser

Auf der Seite kann man dabei vir­tu­ell mit Lego­stei­nen spie­len. Lei­der sind nur rote Steine vor­han­den und auch die Stein­aus­wahl ist begrenzt — trotz­dem kann man beacht­li­che Bau­werk erschaf­fen. Alles in allem ist es ein schö­nes Bei­spiel was man mitt­ler­weile im Brow­ser bewerk­stel­li­gen kann.

Das Ent­wi­ckeln von Anwen­dun­gen, bzw. das Füt­tern eines Rech­ners mit Anwei­sun­gen, scheint für viele Leute Hexen­werk zu sein. Das dies nicht so blei­ben muss zeigt die Web­seite http://tomskript.webevangelisten.de/. Dort kann man in einer ein­fa­chen, auf deutsch gehal­te­nen Pro­gram­mier­spra­che, seine ers­ten Ver­su­che machen.

Der Tomskript Editor

Im Edi­tor schreibt man dabei einen Quell­text um eine Schild­kröte über ein zwei­di­men­sio­na­les Feld zu lot­sen. Neben dem Brow­ser wer­den keine zusätz­li­chen Kom­po­nen­ten benö­tigt. Ergänzt wird das ganze durch klei­nere Bei­spiele und eine Beschrei­bung der Programmiersprache.

In den neue­ren Fire­fox Ver­sio­nen hat man das Pro­blem das sich im Opti­ons­menü kei­ner­lei Mög­lich­keit mehr fin­det, Java­script kom­plett abzu­schal­ten. Der Grund für diese Ent­schei­dung sei­tens Mozilla liegt darin, dass „das Web ohne Java­script ein­fach kaputt ist“. Abhilfe schaf­fen hier Plugins wie NoScript. Aller­dings gibt es auch im Fire­fox direkt noch die Mög­lich­keit Java­script zu deak­ti­vie­ren. Dazu gibt man in der Adress­leiste „about:config“ ein und sucht nach der Zeichenkette:

javascript.enabled

Der Wert kann dann ent­we­der auf „true“ oder auf „false“ gesetzt wer­den, und somit die Java­script­ein­bin­dung kon­fi­gu­riert werden.

Bei Fire­fox Sync han­delt es sich um den Dienst, mit wel­chem ver­schie­dene Fire­fox Instal­la­tio­nen mit­ein­an­der syn­chro­ni­siert wer­den kön­nen. Das betrifft dabei die Lesen­zei­chen, AddOns und ähn­li­ches. Stan­dard­mä­ßig läuft das ganze dabei über die Ser­ver der Mozilla Foun­da­tion. Aller­dings ist es auch mög­lich das ganze mit­tels own­Cloud zu betreiben.

Dazu muss die own­Cloud App „Mozilla Sync Ser­vice“ her­un­ter­ge­la­den und in den own­Cloud App Ord­ner hoch­ge­la­den wer­den. Nach­dem die App akti­viert wurde, sollte in den Nut­zer­ein­stel­lun­gen eine Mail­adresse ver­ge­ben wer­den. Anschlie­ßend fin­det man einen Bereich mit dem Namen „Mozilla-Sync-Service“ wel­cher die Ein­stel­lun­gen für den Sync enthält:

Mozilla-Sync-Service
E-Mail 	seeseekey@example.org
Passwort und Bestätigung 	Use your owncloud account password
Adresse des Servers 	https://example.org/owncloud/remote.php/mozilla_sync/
Video tutorial on Mozilla Sync Service configuration can be found at http://www.mozilla.org/en-US/firefox/video/?video=fx4-sync-instructions

Um den Sync neu zu Erstel­len muss der alte Sync in den Ein­stel­lun­gen auf­ge­ho­ben wer­den. Danach kann ein neuer Sync ein­ge­rich­tet wer­den. Wich­tig ist hier­bei das man den Punkt „Neues Benut­zer­konto anle­gen“ wählt, wenn es sich um das erste Gerät han­delt bei dem der Sync ein­ge­rich­tet wer­den soll, da das ganze sonst nicht funktioniert.

Die Ein­rich­tung des ers­ten Gerä­tes wird vorgenommen

Nach­dem das erste Gerät ein­ge­rich­tet ist, kann man ohne Pro­bleme wei­tere Geräte ein­rich­ten und die Syn­chro­ni­sie­rungs­funk­tion auf dem eige­nen Ser­ver nutzen.

Um so weni­ger Daten anfal­len, um so weni­ger Daten kön­nen andere Staa­ten und Fir­men sam­meln. Aus die­sem Grund sollte man mit sei­nen per­sön­li­chen Daten spar­sam umge­hen. Es fängt bei den klei­nen Din­gen an, wie Online­shops, wel­che nach einer Tele­fon­num­mer ver­lan­gen. Hierzu sagte c‘t Redak­teur Axel Kos­sel einmal:

Aus mei­ner Erfah­rung her­aus: Mich hat noch nie ein Shop ange­ru­fen; wenn irgend­was nicht lie­fer­bar ist, kommt eine E-Mail. Trotz­dem wol­len viele Shops unbe­dingt meine Tele­fon­num­mer wis­sen. Da trag ich irgend­eine Fantasie-Nummer ein; das sind Daten, die nicht benö­tigt werden.

Wer hier nicht irgend­eine Num­mer ange­ben möchte kann den Ser­vice „Frank geht ran“ nut­zen, wel­cher unter frank-geht-ran.de zu fin­den ist. Die­ser Dienst weißt den Anru­fer dar­auf hin, das der Ange­ru­fene keine Wer­be­an­rufe wünscht. Glei­ches gilt auch für Dinge wie das Geburts­da­tum und Adres­sen wenn sie nicht unbe­dingt nötig sind.

Zur Daten­spar­sam­keit gehört natür­lich noch mehr außer fin­gier­ten Tele­fon­num­mern. So sollte man Kun­den­kar­ten, wie Pay­back und Co., mei­den. Auch das Bezah­len mit mit EC– oder Kre­dit­karte hin­ter­lässt Daten­spu­ren. Hier ist man mit dem guten alten Bar­geld wesent­lich anonymer.

Möchte man sich im Web bei Diens­ten anmel­den, aber seine Mail­adresse für sich behal­ten, so bie­ten sich Ein­weg­mail Dienste an. Ein sol­cher Dienst ist unter wegwerfemail.de zu fin­den. Auch Free­mai­ler sind mit Vor­sicht zu genie­ßen. Hier emp­fiehlt es sich ein Web­hos­ting Paket zu buchen, damit man seine Mail unter Kon­trolle hat. Natür­lich kann man auch sel­ber einen Mail­ser­ver auf­set­zen. Auch hier ist es eine Frage von Auf­wand und Nutzen.

Eine beliebte Vari­ante bei einem eige­nen Web­hos­ting Paket ist es, sich für jeden Kon­takt (Ama­zon, Face­book, Twit­ter, usw.) eine Mail­adresse nach dem Schema „amazon@example.org“ anzu­le­gen und diese nur für den jewei­li­gen Dienst zu nut­zen. Wenn der ent­spre­chende Dienst, oder die Firma die Mail­adres­sen nun an ande­ren ver­teilt ist sofort ersicht­lich wo der Übel­tä­ter zu suchen ist.

Für den Brow­ser bie­ten sich AddOns wie Adblock Edge, HTTPS Ever­y­Where, Request­Po­licy und NoScript an, da sie einem mehr Kon­trolle und Sicher­heit bie­ten, was im End­ef­fekt wie­der der Daten­spar­sam­keit zu Gute kommt.

Da beginnt man den Tag mit dem gemüt­li­chem Debug­gen von Java­script Code und plötz­lich bekommt man von Chrome fol­gende Mel­dung auf der Javascript-Konsole:

Cross origin requests are only supported for HTTP.

vor­ge­setzt. Da stellt sich natür­lich die Frage was pas­siert ist. Die Ant­wort ist rela­tiv ein­fach. Chrome unter­bin­det das die betref­fende Webap­pli­ka­tion etwas von einem ande­ren Ursprung laden kann. Bei HTTP würde so etwas funk­tio­nie­ren. Wenn man das ganze über das „file:///“ Schema auf­ruft wird es etwas kom­pli­zier­ter. Dafür muss Chrome der Para­me­ter „-allow-file-access-from-files“ über­ge­ben wer­den, wel­cher das ganze dann wie­der erlaubt. Unter Mac OS X könnte die Kom­man­do­zeile dann wie folgt aussehen:

open /Applications/Google\ Chrome.app/ --args -allow-file-access-from-files

Danach funk­tio­nie­ren die „Cross ori­gin requests“ unter Chrome auch lokal.

Die Add-Ons im Fire­fox las­sen sich ohne Pro­bleme dein­stal­lie­ren. Schwie­ri­ger wird dies bei den Plugins. Diese set­zen sich ein­fach fest und haben nur einen „Deaktivieren“-Button. Um die Plugins den­noch zu ent­fer­nen, öff­net man die erwei­terte Kon­fi­gu­ra­tion wel­che man über die Adress­leiste erreicht, indem man „about:config“ ein­gibt. Dort ändert man dann den Wert der Ein­stel­lung „plugin.expose_full_path“ auf „true“.

about:plugins

Anschlie­ßend kann man mit­tels „about:plugins“ sehen, wo sich das ent­spre­chende Plu­gin ver­steckt. Auf­pas­sen muss man an die­ser Stelle, da dort nur die akti­ven Plugins anzeigt wer­den. Wenn man dann die ent­spre­chen­den Dateien löscht ist man seine unge­lieb­ten Plugins los.

Es ist schon erstaun­lich was heut­zu­tage alles im Brow­ser funk­tio­niert. So hat Google jetzt mit „Jam with Chrome“ mal wie­der gezeigt was alles geht, auch wenn das dazu pas­sende Wer­be­vi­deo etwas schräg ist:

Wer das ganze sel­ber aus­pro­bie­ren möchte, kann das unter http://www.jamwithchrome.com/ tun. Google selbst emp­fiehlt für die Aus­füh­rung Chrome. In ande­ren Brow­ser war es bei mir nicht zur Mit­ar­beit zu bewegen.