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Wieder einmal steht eine Banküberweisung an und wieder wird ein Verwendungszweck für diese Überweisung benötigt. Die Überlegung eines passenden Zweckes kann man sich nun sparen, da es seit kurzem den Dienst verwendungszweck.com gibt.

Der empfohlene Verwendungszweck

Diese Seite generiert einem auf Wunsch passende oder auch unpassende Verwendungszwecke für die nächste Überweisung. Damit kann ein weiteres Alltagsproblem zu den Akten gelegt werden.

Wer auf der Suche nach einer quelloffenen Bankingsoftware für Mac OS X ist, der sollte einmal einen Blick auf Pecunia werfen. Pecunia steht dabei unter der GPLv2 und ist mittlerweile in der Version 1.0 erhältlich, auch wenn es sich bei dieser noch um eine Betaversion handelt. Benutzt man bereits eine ältere Version von Pecunia, so sollte man einige Dinge bei der Migration beachten. Entwickelt wurde Pecunia in großen Teilen von Mike Lischke.

Pecunia in der Überweisungsansicht

Neben iTAN unterstützt die Software auch mobileTAN, chipTAN in der normalen als auch in der optischen Fassung. Auch Überweisungen, Daueraufträge und ähnliches sind kein Problem. Weitere Features werden auf der Webseite des Projektes beschrieben, welche unter http://www.pecuniabanking.de zu finden ist.

Es gibt Banken und es gibt geltendes Recht. Erstes und letzteres passt offenbar nicht immer gut zusammen. So zum Beispiel der Punkt das Banken für Kredite gerne Bearbeitungsgebühren berechnen. Das Problem daran ist, das das unzulässig ist. Der Grund ist, das die Bearbeitung des Kredites keine Leistung an den Kunden darstellt, sondern im Interesse der Bank liegt. Das wurde auch schon in einigen Urteilen der Oberlandesgerichte bestätigt, unter anderem folgende:

  • OLG Bamberg vom 4.08.2010 (3 U 78/10)
  • OLG Celle vom 13.10.2011 (3 W 86/11)
  • OLG Dresden vom 2.12.2010 (8 U 1461/10)
  • OLG Dresden vom 29.09.2011 (8 U 562/11)
  • OLG Düsseldorf vom 24.02.2011 (I-6 U 162/10)
  • OLG Frankfurt/Main vom 27.07.2011 (17 U 59/11)
  • OLG Hamm vom 11.04.2011 (31 U 192/10)
  • OLG Karlsruhe vom 3.05.2011 (17 U 192/10)
  • OLG Zweibrücken vom 21.02.2011 (4 U 174/10)

Und dann bekommt man solche Kreditangebote zu sehen (in diesem Fall von der Santander Bank):

Die ausgewiesene Bearbeitungsgebühr

Eine wunderschön ausgewiesene Bearbeitungsgebühr ist dort zu sehen. Wer diese im übrigen bezahlt hat der sollte sich den Musterbrief der Stiftung Warentest anschauen. Einen passenden Artikel gibt es dazu auch. Solange die Banken Kasse machen können, kümmern sie sich nicht wirklich um geltendes Recht, der Kunde wird sich schon nicht wehren…

Manchmal habe ich das Gefühl das einige Banken ordentlich etwas an der Waffel haben. Nimmt man z.B. den Privatkredit, eigentlich das Urgeschäft der Bank. Was benötigt man denn alles, wenn man einen solchen Kredit beantragen möchte:

  • Gehaltsnachweise
  • Personalausweis

Soweit so normal und nachvollziehbar. Doch es wird noch besser wie man aus den Kreditangeboten ersehen kann:

Es gibt Banken welche doch tatsächlich Kontoauszüge (ungeschwärzt) zu ihrer Sicherheit einfordern. Es gibt nur ein Problem an der Sache, es geht die Bank nichts an. Und es ist erstaunlich wie viele Banken das machen. Unter anderem sind es folgende Banken:

  • C&A Money
  • Deutsche Bank
  • Postbank
  • Netbank

Und da sie durch die Bank weg schreiben, das sie die Kontoauszüge ungeschwärzt haben möchten, gab es wohl ein paar Bürger, welche auch etwas dagegen hatten ihre Kontoauszüge hinzuschicken und sie dementsprechend zensierten (z.B. die Abbuchungen für sexuelle Dienstleistungen). Hier sollten die entsprechenden Banken nachbessern, so gewinnt man keine Kunden, das ist einfach eine bodenlose Unverschämtheit, womit wir wieder bei der Waffel wären.

Wie Udo Vetter im Lawblog schreibt dürfen Banken für Kontoauszüge sofern sie nicht ausdrücklich vom Kunden verlangt werden keine Gebühren verlangen. Interessant ist dabei der Absatz:

Die Deutsche Bank hat mitgeteilt, sie werde sich zunächst an das Urteil halten und Kunden nichts mehr in Rechnung stellen. Allerdings will die Bank Rechtsmittel prüfen. Ob andere Banken ihre Preispolitik ändern, ist offen. Laut vzbv wirkt das Urteil nicht unmittelbar gegen andere Institute.

Vielleicht sollten wir unsere Banken aber trotzdem einfach mal fragen, wie es denn aussieht mit ihrer Preispolitik ;)